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Radio Fahrerlager GP Italien 2010

Die heißesten Storys aus Monza

Flavio Briatore & Ross Brawn Foto: Daniel Reinhard 30 Bilder

Die kleinen aber nicht minder interessanten Geschichten abseits der Rennstrecke von Monza gibt es wie immer in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Dieses Mal mit Flavio Briatore, Dario Franchitti, Karun Chandhok, Kimi Räikkönen, Rubens Barrichello und vielen mehr.

15.09.2010 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Formel 1 kann nicht Sparen

Flavio Briatore ist immer noch gut für starke Sprüche. Der frühere Renault-Teamchef, der nach dem Singapur-Skandal 2008 eigentlich gesperrt sein sollte, taucht regelmäßig im Fahrerlager auf. Offenbar legt man beim Rechteinhaber CVC auf seine Meinung viel Wert. Briatore ist der Ansicht, dass die Formel 1 nur langfristig überlebt, wenn sie spart. "Dann müsstest du aber 100 Leute aus dem Fahrerlager werfen. Mit den heutigen Entscheidungsträgern ist das nicht möglich. Man kann ihnen das Sparen nicht beibringen, weil sie es nie gemacht haben. Das ist so als würdest du einen Alkoholiker zum Entzug in eine Bar schicken."

Ärger im Hause Barrichello

Rubens Barrichello hat kein Problem mit 20 Rennen pro Saison. Der Rekordteilnehmer meinte zu dem GP-Marathon für 2011: "Lieber 30 Rennen und weniger Testfahrten." Daheim in Sao Paulo hält sich der Jubel in Grenzen. "Meiner Frau hat der neue Kalender nicht gefallen. Jetzt bin ich noch öfter weg von daheim."

Trulli hält hochprozentiges Versprechen

Jarno Trulli hatte beim GP Monaco die Verantwortung für seinen Crash mit Karun Chandhok übernommen. Der Lotus-Pilot war dabei mit seinem Auto auf den Überrollbügel des HRT F1 geklettert. Als Wiedergutmachung versprach Trulli seinem indischen Kollegen ein paar Flaschen Wein aus seinem eigenen Weingut. In Monza löste der Monte Carlo-Sieger von 2004 das Versprechen ein.

Alter Finne oder doch ein Deutscher?

Das zweite Renault-Cockpit neben Robert Kubica ist der begehrteste Arbeitsplatz im Formel 1-Fahrerlager. Noch hat Vitaly Petrov Gnadenfrist, doch die Liste der Fahrer, die auf einen Anruf von Teamchef Eric Boullier hofft, wird immer länger. Kimi Räikkönen war zu Saisonmitte mal drauf, dann wieder nicht, und jetzt kam wieder Schwung in die Affäre, weil sein Management sich bei Renault nach der Lage der Dinge erkundigt hat. Auch Räikkönens Landsmann Heikki Kovalainen zählt zu den Kandidaten. Im Austausch mit Petrov, der samt Renault-Motoren zu Lotus wechseln soll. Das finnische Fernsehen kochte die Geschichte neu auf. Mit Adrian Sutil, Timo Glock und Nick Heidfeld sind die deutschen Interessenten allerdings in der Überzahl. Kamui Kobayashi hatte sich frühzeitig aus dem Club der Renault-Anwärter verabschiedet. Er verlängerte bei Sauber.

Familientreffen in Monza

IndyCar-Star Dario Franchitti besuchte das Training zum GP Italien. Nicht dass der Indy 500-Sieger die Fronten wechseln möchte. Franchitti wollte seinen Cousin Paul di Resta treffen und schaute sich eine Trainingssitzung auf einem Zuschauerplatz in der Ascari-Kurve an.

VIP-Alarm in der Boxengasse

Franchitti war allerdings nicht das einzige bekannte Gesicht, dass man nicht so oft im Formel 1-Fahrerlager zu sehen bekommt. Mit Hugh Grant und Nicholas Cage lockte Monza wieder einmal viel Hollywood-Prominenz an die Boxenmauer. Auch Musiker Eric Clapton sowie die Rockbands Stereophonics und Kasabian wagten einen Ausflug in die Welt des Motorsports.

Cosworth bleibt standhaft

Cosworth hat an den Rennwochenenden mit seinen vier Teams 69.100 Kilometer ohne einen echten Motorschaden zurückgelegt. Es gab zwei Schadensfälle, die aber auf Fehler der Teams zurückzuführen waren. Bruno Senna fuhr in Bahrain trotz Wasserverlust eineinhalb Runden weiter. "Das Triebwerk war zum Teil geschmolzen", erzählt Cosworth Geschäftsführer Mark Gallagher. Lotus ließ sich nach einem ähnlichen Vorfall in Monte Carlo nicht zu einem Motorwechsel überreden. Prompt ging der überhitzte Cosworth V8 einen halben Kilometer später ein.

Ferrari will mehr Hubraum

2013 kommt die neue Motorenformel. Vermutlich läuft alles auf einen 1,6 Liter Vierzylinder-Turbo mit Direkteinspritzung und KERS hinaus. Auch wenn sich Ferrari mehr Hubraum wünscht. Auf die Motorenhersteller kommen enorme Kosten zu. Sie rechnen für eine komplette Neukonstruktion mit einem Entwicklungsaufwand von 100 Millionen Euro.

Große Kunst bei Sauber

Im Sauber-Motorhome wurde am Samstag große Kunst geboten. Der Maler Armin Flossdorf pinselte innerhalb weniger Stunden ein rund fünf Meter großes Bild vom aktuellen Auto von Kamui Kobayashi. Die Besucher der Sauber-Hospitality konnten dem Formel 1-Künstler dabei über die Schulter schauen.

Mamamia Yamamoto

HRT-Pilot Sakon Yamamoto war am Sonntag in Monza bei seinem Boxenstopp einem Funk-Techniker übers Bein gerollt, nachdem er das Zeichen zum Losfahren erhalten hatte. Nach dem Unfall war sofort ein Krankenwagen durch die Boxengasse zur HRT-Garage gefahren, um den Mechaniker zum Streckenhospital zu transportieren. Wegen der "unsicheren Abfahrt" sprach die FIA eine Geldbuße in Höhe von 20.000 Dollar gegen das finanziell klamme Team aus.

Notebook mit indischer Flagge gesucht...

Karun Chandhok und Ex-McLaren-Rennfahrer Chris Goodwin wurden in Monza Opfer eines Raubüberfalls. Wie Chandhok über seinen Twitter-Account mitteilte wurden dabei zwei Laptops, Goodwins Pass und Bargeld gestohlen. Falls jemand das Notebook mit der auffälligen indischen Flagge darauf findet, bitte zurückgeben! Die Formel 1-Akkreditierung ließen die allerdings Diebe liegen.

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