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Radio Fahrerlager

Die heißesten Storys aus Suzuka

Sebastian Vettel GP Japan 2011 Crash Foto: Wolfgang Wilhelm 41 Bilder

Auch Abseits der Strecke ist beim GP Japan viel passiert. Wir haben für Sie die kleinen, aber besonders interessanten Geschichten in unserer Rubrik Radio Fahrerlager gesammelt. Die Suzuka-Ausgabe mit Bernie Ecclestone, Kamui Kobayashi, Sebastian Vettel, Michael Schumacher, Bruno Senna und vielen mehr...

12.10.2011

Suzuka lässt die Puppen tanzen

Erst hatte sie nur einer. Dann grinste sie plötzlich von jedem dritten Platz im Pressesaal von Suzuka. Die Rede ist von der Bernie-Handpuppe. Nachdem einer den Fan-Artikel angeschleppt hatte, mussten sie plötzlich alle haben und äfften mit ihr herum. Die Ähnlichkeit mit Bernie Ecclestone ist frappierend. Neben Bernie gab es am Fanartikel-Stand hinter den Tribünen aber auch noch Jenson Button, Kamui Kobayashi, Takuma Sato und Michael Schumacher als Plüsch-Version. Bernie spendet den Erlös seiner Puppe für die Opfer der Naturkatastrophe in Japan.

Der erste Termin als Weltmeister

Sebastian Vettel blieb nicht viel Zeit seinen Weltmeister-Titel zu feiern. Der Deutsche musste am nächsten Morgen per Helikopter zu seinem Sponsor Infiniti nach Yokohama. Die Automarke ist ein Luxus-Ableger von Nissan. Dort erwarteten ihn nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch jede Menge Journalisten.

Sexy Sixty

Michael Schumacher trug am Samstag bei seiner Presserunde keine Teamkleidung, sondern ein T-Shirt mit dem Aufdruck "Yes wü can" auf der Vorderseite und "Sexy Sixty" auf der Rückseite.  Schumi trug es zu Ehren von Formel 1-Reporter Helmut Uhl von der Bild-Zeitung, der vor dem Japan GP seinen 60. Geburtstag feierte.

Force India not for sale

Am Freitag machten im Fahrerlager und im Internet Gerüchte die Runde, Vijay Mallya wolle sein Team Force India verkaufen. Der wehrte sich prompt gegen die Behauptungen und ging in die Offensive. Per Mail verschickte Force India ein Dementi. "Ich war schockiert einen Medienbericht zu lesen, dass ich das Force India Team verkaufen will", ließ Mallya mitteilen. "Das ist komplett unwahr. Ich bin voller Stolz ein indisches Team in die Formel 1 gebracht zu haben. Ich habe hart dafür gearbeitet, die Leistung des Teams zu verbessern. Jetzt wo Indien Teil des Formel 1-Kalenders ist, wird meine Bindung zu Force India noch stärker. Als Teambesitzer werde ich weiterhin das Team führen und habe keinerlei andere Pläne."

HRT in der Kiste

Nicht alle durften sich im Fahrerlager in den kleinen Hospitality-Pavillons breit machen. HRT verschlug es in eine Art Containerbau am Anfang der Boxengasse. Dort hatten auch Fernando Alonso und Felipe Massa ihren Fahrerraum sowie McLaren ein weiteres Büro.

Formel 1 demonstriert Verbundenheit

Das Mitgefühl für Japan war im Fahrerlager überall gegenwärtig. Kamui Kobayashi lud 37 Familien ein. Die Sauber-Autos trugen den japanischen Schriftzug "Mögen unsere Gebete Japan erhören". Michael Schumacher ließ sich die japanische Flagge in sein Helm-Design und auf sein Käppi anbringen. Auch Jenson Button und Vitantonio Liuzzi hatten in Suzuka neu gestaltete Kopfbedeckungen, die Japan gewidmet waren. In der Box von Toro Rosso war am Donnerstag ein großes Bild zu sehen, auf dem Jaime Alguersuari und Sebastien Buemi in japanischem Gewand gezeichnet vor dem Fujiama stehen. Darunter stand "Thank you for your support". Vor dem Rennen sang der Mädchenchor aus Fukushima die Nationalhymne.

Ecclestone nur mit dem Herzen in Japan

Bernie Ecclestone reiste zwar nicht nach Japan, schickte am Sonntag aber eine Grußbotschaft an die 3.000 Gäste, die er zum Rennen eingeladen hatte. Darin dankte er ihnen, dass sie die Einladung angenommen haben und spricht seine Bewunderung für ihre Leistungen nach der Naturkatastrophe im Frühjahr aus. "Ich bedauere, dass ich heute nicht persönlich mit euch hier sein kann, aber mein Herz ist es", schrieb Ecclestone.

Sauber-Seifenkiste am Schnellsten

Das eigentliche Rennen fand bereits am Donnerstag statt: ein Seifenkistenrennen. Lokalmatador Kamui Kobayashi ging als Sieger hervor. Das wäre wie in der Formel 1 ohne die enthusiastische Unterstützung seines Teams aber nicht möglich gewesen. Unter anderem feuerte ihn Sauber-Teammanager Beat Zehnder mit japanischer Kopfbinde an.

Vertretung durch "Miss Schmidt"

auto motor und sport-Reporter Michael Schmidt verpasste in Japan wegen eines geschienten Arms erstmals seit über 20 Jahren wieder einen Formel 1-Grand Prix. Die Nachricht machte im Fahrerlager schnell die Runde. Williams erwähnte seine Abstinenz sogar in der Internetkolumne iWitness. Der Autorin dieser Zeilen brachte die Abwesenheit des Kollegen im Fahrerlager von Suzuka kurzerhand den Spitznamen Miss Schmidt ein.

Ingenieursgedrängel bei Mercedes

Toro Rosso-Technikchef Giorgio Ascanelli ist einer der Typen, die man in der Formel 1 oft vermisst. Der Italiener ist nicht auf den Mund gefallen und gab in der Pressekonferenz der Technikchefs am Freitag einen der besten Sprüche seit langem zum Besten. Auf die neuen Mercedes GP-Techniker Geoff Willis und Aldo Costa und den Rekord von fünf technischen Direktoren angesprochen, meinte er: "Wir könnten alle sechs zu Mercedes gehen und elf daraus machen. Mercedes könnte damit umgehen, sie zahlen gut und ich bin mir sicher, wir können uns auf etwas einigen."

Bruno denkt an Onkel Senna

Bruno Senna stellte in Suzuka am Freitag die "Senna Tri Kampagne" der Ayrton Senna Stiftung vor. Die Kampagne soll an den dritten Titelgewinn von Ayrton Senna vor 20 Jahren und an die gemeinnützige Arbeit der Stiftung erinnern. Bruno Senna präsentierte in Suzuka eine farblose "Sennatri"-Flagge, die bis zum Saisonfinale in Brasilien mit eingeschickten Fotos von Senna-Fans bedruckt werden soll. Senna wird außerdem ab dem GP Korea mit einem speziellen Sennatri-Helm an den Start gehen.

Vettel lässt unbemerkt die Reifen qualmen

Kaum jemand hat mitbekommen, dass Sebastian Vettel seinen zweiten WM-Titel im Auto mit zwei qualmenden Donuts vor der Tribüne in der ersten Kurve feierte. Die Bilder des kreiselnden Red Bull wurden nicht im offiziellen Fernsehbild ausgestrahlt. Der FIA sieht es nicht gerne, wenn Piloten sinnlos Sprit und Reifen verheizen. Hätte nicht ein japanischer Fan das ganze gefilmt und bei Youtube hochgeladen, wäre es wohl außer den Zuschauern an der Strecke auch niemandem aufgefallen.

Japaner sitzen im Dunkeln

Die Begeisterung der Zuschauer an der Strecke in Suzuka kannte keine Grenzen. Nach dem Rennen harrten die Fans bis weit nach Sonnenuntergang auf ihren Sitzplätzen aus. Außer Gabelstaplern gab es in der Boxengasse nicht viel zu sehen. Als Belohnung für die Ausdauer zeigten sich Jenson Button und Sebastian Vettel zwei Stunden nach der Zieldurchfahrt noch einmal mit ihren Pokalen vor der Haupttribüne.

Vettel will für Crash bezahlen

Beim Crash zum Ende des ersten Trainings demolierte sich Sebastian Vettel den nagelneuen Frontflügel seines Red Bulls. Da es von dem Update-Teil nur zwei Exemplare gab, ließ Teamchef Christian Horner schnell einen weiteren bauen und per Privatjet nach Japan einfliegen. 20 Minuten vor dem Qualifying traf das Teil in Suzuka ein. Wie Niki Lauda verriet, hat Sebastian Vettel angeboten, die Kosten für die Express-Luftfracht zu übernehmen. "Das sind rund 150.000 Euro", kalkulierte Flugexperte Lauda. Dass Vettel den Frontflügel von Teamkollege Mark Webber übernehmen darf, wie im Vorjahr in Silverstone, stand nie zur Debatte. "Sebastian war ja selbst schuld, dass sein Exemplar kaputt ging. Bei einem technischen Problem wäre das etwas anderes gewesen", erklärte Horner.

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