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Radio Fahrerlager GP Japan 2013

Die heißesten Storys aus Suzuka

GP Japan - Honda Showrun 2013 Foto: Reinhard 97 Bilder

Was sonst noch so am Rennwochenende in Japan passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Gerüchteküche von Suzuka gesammelt. Dieses Mal mit Christian Horner, Sebastian Buemi, Eddie Jordan, Peter Sauber und vielen mehr...

16.10.2013 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Villota-Tod schockt Suzuka-Fahrerlager

Der Schock über den Tod von Maria de Villota saß tief. Die 33-jährige Spanierin war am Freitag (11.10.2013) an einem Blutgerinnsel im Hirn in einem Hotelzimmer in Sevilla gestorben. Vermutlich eine Spätfolge ihres Testunfalls vom 3. Juli 2012, als sie gegen eine ausgefahrene Laderampe eines Versorgungs-Trucks prallte und sich dabei schwerste Kopfverletzungen zugezogen hatte. Vor der Fahrerparade gab es eine Schweigeminute. De Villotas Team Marussia hatte das Emblem seiner Ex-Piloten auf den Rückspiegeln angebracht. Die Ferrari- und Williams-Piloten sowie Jenson Button und Sebastian Vettel trugen es auf dem Helm.

Lauschangriff auf Hamilton und Rosberg

Kurz vor der Mercedes-Pressekonferenz am Samstag führten Nico Rosberg und Lewis Hamilton ein angeregtes Privatgespräch, bei dem viel gelacht wurde. Im Auditorium war vom Inhalt der Konversation nichts zu hören. Was die beiden Fahrer nicht bedachten, war, dass die Diktafone auf dem Stehtisch vor ihnen bereits eingeschaltet waren. Rosberg merkte es erst gegen Ende der Pressekonferenz, als er die Handys und Aufnahmegeräte vor sich sah. Man verständigte sich darauf, dass der Inhalt privat war und privat bleiben sollte. Einer, der das Band abgehört hatte, meinte dazu: "Völlig harmlos. Das hätten sie auch freigeben können."

Von der Nordschleife nach Fuji

Red Bull-Ersatzfahrer Sebastien Buemi hatte eine beschwerliche Reise hinter sich. Der Schweizer jettete nach dem GP Korea nach Europa zurück. Ausnahmsweise nicht in den Simulator nach Milton Keynes, sondern an den Nürburgring. Dort hetzte er einen Nissan GT-R über die Nordschleife. Dann ging es zurück nach Japan. Dort wird Buemi noch die ganze Woche nach dem Grand Prix bleiben. Er fährt in Fuji für Toyota das drittletzte Rennen der Sportwagen-WM. Buemi rechnet sich Chancen gegen Audi aus. "Die engen Kurven passen zu unserem Auto. Diesmal können wir Audi mit dem besseren Reifenverschleiß knacken."

Jordan arbeitet an "Seher"-Image

Eddie Jordan trifft mit seinen Prognosen zu Fahrertransfers meistens ins Schwarze. Er hatte 2010 Michael Schumacher bei Mercedes richtig vorhergesagt, im letzten Jahr den Wechsel von Lewis Hamilton von McLaren zu Mercedes und kürzlich erst den Räikkönen-Wechsel zu Ferrari. Seitdem gilt er in der Szene als "Seher". Als Felipe Massa von einer BBC-Reporterin gefragt wurde, wo er 2014 fährt, antwortete der Brasilianer: "Fragen Sie Eddie Jordan. Der weiß mehr als ich."

Bei Newey versteht Horner keinen Spaß

Eddie Jordan hat noch ein weiteres Image. Er gilt im TV-Lager als Bombenleger. Crazy Eddie platziert eine Nachricht, die alle verschreckt. Nur um die Reaktionen im Fahrerlager auszuloten. In Suzuka eilte Jordan seinem Ruf wieder voraus. Nachdem die ersten Gerüchte über den Wechsel von Red Bull-Aerodynamiker Peter Prodromou herumgeisterten, stellte Eddie Jordan Red Bull-Teamchef Christian Horner vor dem TV-Mikrofon zur Rede: "Christian, kannst Du uns sagen, was an den Gerüchten dran ist, dass Adrian Newey seinem Kumpel Prodromou zu McLaren folgt?" Jordan grinste: "Horner war so geschockt, dass er mir einfach davongelaufen ist."

McLaren und Ferrari im Alonso-Clinch

Auch kleine Internet-Seiten haben große Reichweite. In Spanien vermeldete eine Website am Freitag (11.10.2013), dass Fernando Alonso für 2015 bereits bei McLaren unterschrieben habe und Teamchef Martin Whitmarsh daran arbeite, den Spanier bereits vorzeitig aus seinem Ferrari-Vertrag zu sprengen. Bei Ferrari gab man sich zunächst gelassen. "Der übliche Wahnsinn", schüttelte Rennleiter Stefano Domenicali den Kopf. Zehn Minuten später steckten er und Whitmarsh allerdings die Köpfe zusammen. In der halben Stunde wurde bestimmt auch über Alonso gesprochen. Ferrari ärgert, dass McLaren mit seinen Äußerungen, man sei an Alonso interessiert, ständig Öl ins Feuer gießt.

Quantum-Sprung für Infinity

Die Automarke Infiniti drängt die arabische Investmentgruppe Infinity Racing dazu, ihren Namen zu ändern. Der Fonds wollte bei Lotus mit 35 Prozent einsteigen. Die Ähnlichkeit der Namen hatte für Verwirrung gesorgt. Viele haben den Lotus-Teilhaber in spe mit Nissans Nobelmarke verwechselt. Infinity Racing soll jetzt in Quantum umbenannt werden.

Vettel übernimmt Suzuka-Spitze

Jenson Buttons Suzuka-Rekord steht weiter. Der Engländer hat alle seine Rennen auf der Achterbahn in Hondas Disneyland beendet. Diesmal als Neunter. Mit insgesamt 75 WM-Punkten in Suzuka liegt Button hinter Sebastian Vettel (100 Punkte) und Michael Schumacher (97 Punkte) auf Rang 3 der Suzuka-Spezialisten.

Fahrer mit und ohne Geld

Neuigkeiten vom Transfermarkt. Bei Force India klopfen viele Fahrer an. Die meisten mit Geld im Gepäck. Nico Hülkenberg steht an erster Stelle. Er ist der einzige, der nichts mitbringt. Dann Felipe Massa. Seine Mitgift aus Brasilien wird auf sechs Millionen Euro taxiert. Max Chilton soll 14 Millionen angeboten haben. Und dann wäre da noch McLaren-Junior Kevin Magnussen. Der wird von McLaren im Austausch gegen Schuldenerlass angeboten. Angeblich geht es um acht Millionen Euro.

Webber mit kürzestem Heimflug

Die Fahrer hatten es nach ihrer langen Asien-Tour eilig, wieder zurück in die Heimat zu kommen. Sebastian Vettel und Nico Hülkenberg verließen Japan noch am Abend des Rennens. Mark Webber nahm die Gelegenheit wahr, nach Australien zu fliegen. Sydney liegt von Osaka nur sieben Flugstunden entfernt.

Honda-Renner mit Nachtfahrt in Suzuka

Als es draußen bereits dunkel war, hörte man am Freitagabend im Pressezentrum plötzlich Motorengeräusche von der Strecke. Draußen drehten der Lotus 101 von 1989 und der Tyrrell 019 von 1990 einige Demo-Runden. Die Autos befinden sich in Besitz von Satoro Nakajima. Mit Honda-Motoren-Power waren sie auf der Honda-Hausstrecke gern gesehene Gäste. Suzuka feierte in diesem Jahr das 25. Grand Prix-Rennen. Zum Jubiläum waren gleich mehrere historische Honda-Renner ausgestellt. Wie die Piloten der Showfahrt den Weg auf der unbeleuchteten Strecke finden konnten, bleibt wohl ihr Geheimnis. Die Zuschauer, die bis zum späten Abend auf der Haupttribüne ausharrten, waren in jedem Fall begeistert.

Olivia kommt etwas zu früh

Red Bull-Teamchef Christian Horner ist Vater geworden. Die Tochter des Briten kam allerdings etwas früher als erwartet. Eigentlich sollte die Kleine erst am Montag nach dem Japan-Grand Prix das Licht der Welt erblicken. Dann musste die Geburt vorgezogen werden. Horner schaute noch nach einem kurzfristigen Rückflug, da war es schon zu spät. Dienstagabend englischer Zeit war es soweit. In Japan war es da gerade 4.30 Uhr am Morgen. "Wir haben somit 2 Geburtstage", scherzte Horner. Die ersten Bilder von "Olivia" gab es über Skype aus dem Krankenhaus.

Marko verplant Horners WM-Bonus

Nach dem Rennen trafen Red Bull-Berater Helmut Marko und Horner zum kurzen Gespräch zusammen. Die Stimmung war nach dem Doppelsieg entsprechend gut. "Ich denke, dass wird dieses Jahr wohl kein so hartes Wochenende in Brasilien", grinste Marko. Horner entgegnete: "Ich habe noch gar nicht auf den WM-Stand geschaut." Marko: "Es sieht gut aus. Du kannst von Deinem Bonus etwas Teures für Deine Tochter kaufen."

Mercedes-Privatflug nach Österreich

Als Mercedes-Sportchef Toto Wolff im Teampavillon den Reportern ausführlich erklärte, wie es zu dem Fehler beim Rosberg-Boxenstopp kommen konnte und warum die Renault-Teams in Japan schneller waren, da hörte Aufpasser Niki Lauda vom Nachbartisch interessiert zu. Der Miteigentümer des Rennstalls war allerdings nicht nur an den Aussagen interessiert. Er ermahnte seinen Kollegen immer wieder, sich zu beeilen. Beide Österreicher teilten sich einen Privatjet zurück nach Europa.

Sauber wird doppelt beschenkt

Peter Sauber feierte am Rennsonntag seinen 70. Geburtstag. Der Gründer des Rennstalls machte sich aber nicht auf den langen Weg nach Asien sondern feierte in der Schweiz. Sein Team gratulierte mit einem Schriftzug auf dem Seitenkasten. Dazu gab es auch noch 14 Punkte als Geschenk für den Chef.

Taffin muss Shirt wechseln

Auf dem Suzuka-Podium standen mit Vettel, Webber und Grosjean wie schon in Korea 3 Piloten, die mit Renault-Motoren unterwegs waren. Red Bull ließ deshalb Renault-Chefingenieur Remy Taffin zur Zeremonie auf das Podest klettern. Doch die FIA hatte etwas dagegen, dass der Franzose mit seinem Renault-Shirt auftreten wollte. Er müsse in Red Bull-Kleidung kommen, so die Aufforderung. Kurzerhand bekam Taffin ein Oberteil in Teamfarben verpasst. Dort prangte jedoch ganz groß das Infinit-Logo auf der Brust. Hinter vorgehaltener Hand schimpft Renault über den japanischen Konkurrenten, der bei Red Bull deutlich mehr Aufmerksamkeit bekommt als der eigentliche Motorenlieferant.

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