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Radio Fahrerlager GP Japan 2016

F1-Klassiker in Suzuka

Stoffel Vandoorne - McLaren MP4/5 - GP Japan 2016 Foto: sutton-images.com 20 Bilder

Was sonst noch so am Rennwochenende in Suzuka passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Formel 1-Gerüchteküche gesammelt. Dieses Mal mit Lewis Hamilton, Sebastian Vettel, Nico Rosberg, Niki Lauda und vielen mehr...

12.10.2016 Michael Schmidt, Andreas Haupt

Diskussion um Fast-Startabbruch

Der Vorfall ging in der Hektik des Starts zum GP Malaysia fast unter. Doch fünf Tage später wurde er bei der Fahrerbesprechung von Suzuka erneut angesprochen. Carlos Sainz war auf dem Startplatz der Motor abgestorben. Er hob nur kurz den Arm, versuchte dann aber fieberhaft den Motor zu starten. Charlie Whiting auf dem Startturm glaubte, das Problem sei gelöst.

Was vor der Hybrid-Ära ohne externen Anlasser unmöglich war, geht dank der leistungsstarken Batterien über die MGU-K. Wenn man die dafür nötige Prozedur einprogrammiert hat. Nicht alle Teams haben diesen Auto-Start. Nur Ferrari und Renault bieten sie an. Die Sequenz der Handgriffe am Lenkrad ist so kompliziert, dass der Renningenieur Sainz am Funk erklären musste, was er zu tun hatte. Der Ferrari-Motor sprang in letzter Sekunde an.

„Doch was wäre passiert, wenn nicht“, fragten einige Piloten. Wenn der Toro Rosso nicht vom Fleck gekommen wäre, hätte das einen großen Startunfall auslösen können. Die FIA will sich jetzt überlegen, wie ein solcher Fall zu handhaben ist. Entweder heben alle Fahrer zur Entwarnung die Hand, wenn sie mit laufendem Motor in der Startaufstellung stehen, oder die Autostart-Systeme dürfen in der Startphase nicht mehr aktiviert werden.

Hamilton macht frühen Abflug

Während Daniel Ricciardo nach seinem Sieg in Malaysia ein paar japanische Whiskeys in Tokio verdrückte, war Lewis Hamilton nicht zum Feiern zumute. Am Montag flog er mit Niki Lauda und Teamchef Toto Wolff in die japanische Hauptstadt und blieb dort zwei Tage in Szene-Viertel Shibuya. Ohne die üblichen Skandalgeschichten. „Tokio zählt zu meinen drei Lieblingsstädten“, schwärmte der Weltmeister.

Hamilton war auch beim Rückflug nach Europa an Bord von Laudas Privatjet. Dafür musste Hamilton die Strecke um 18.45 Uhr verlassen. Für den Fall, dass er die von der FIA geforderten 90 Minuten für die Medien nicht zur Verfügung gestanden wäre, hätte es eine Strafe gegeben. „Die zahlt der Lewis“, grinste Lauda.

BP will in die Formel 1

Der Mineralölkonzern BP plant offenbar die Rückkehr in die Formel 1. Mit einer großen Kampagne. Gerüchte sagen, dass sich Renault und McLaren um die Mitgift über angeblich 30 Millionen Dollar bewerben.

Lauda macht Japan-Ausnahme

Für Niki Lauda war es ein Experiment. Früher suchte der dreifache Weltmeister jede Ausrede, nicht nach Japan fliegen zu müssen. Diesmal verbrachte er zwischen den Grand Prix von Malaysia und Japan mit Toto Wolff 4 Tage in Tokio. „Ich bin hier, weil mich Toto überredet hat, mit ihm zu kommen. Er hat das Hotel gebucht, und ich muss sagen: Ich bin beeindruckt.“ Kunststück. Allein der Blick aus der Lobby des Hotel war atemberaubend: Im 32. Stockwerk lag den Hotelgästen Tokio zu Füßen.

Sebastian Vettel - Ferrari - Tokio - GP Japan 2016Foto: Ferrari
Vettel wollte durch Tokio radeln, musste aber im dichten Verkehr öfter absteigen.

Vettel radelt durch Tokio

Auch Sebastian Vettel legte einen Zwischenstopp in Tokio ein. Ferrari drehte einen Film mit dem Weltmeister auf dem Fahrrad durch die 20-Millionen-Metrople. Was angesichts des chaotischen Verkehrs nicht so klappte wie gewollt. Entweder war Vettel zu schnell für das Kameraauto, oder die Filmcrew verlor ihn zwischen all den Autos aus den Augen. Am Mittwochnachmittag reiste die gesamte Ferrari-Truppe brav im Schnellzug Shinkansen via Nagoya nach Suzuka. Am Bahnsteig begegnete Vettel einigen japanischen Fans. „Es war unglaublich. Sie waren so aufgeregt und haben so gezittert, dass sie fast keine Fotos mehr schießen konnten“, erzählte der Heppenheimer.

Rosberg besucht Tempel

Nico Rosberg fuhr entgegen dem Trend in der Pause zwischen den beiden Asien-Grand Prix nicht nach Tokio, sondern in die alte Kaiserstadt Kioto. Ruhe statt Party. Von Kiotos berühmten Tempeln hat der WM-Spitzenreiter wenig gesehen. Es reichte gerade für einen. „Wir kamen um Viertel vor Fünf an und um Fünf haben sie zugemacht“, erzählte sein Pressesprecher.

Haas hat Schraube locker

HaasF1 hat geklärt, warum Esteban Gutierrez beim GP Malaysia ein Rad verlor. Die Radmutter wurde so schief aufgesetzt, dass sie sich im Gewinde verkantete und der Sicherheitsstift einrastete. Der Mechaniker merkte nichts, weil der Schlagschrauber bis zum Anschlag hämmerte. Nach den ersten Bremsmanövern brach der eingeklemmte Sicherheitsstift ab. Da HaasF1 in der Kürze der Zeit nicht die Radmutter und die Radnabe modifizieren konnte, behilft man sich für den Rest der Saison mit einem Trick. Der erste Teil der Radnabe wurde grün lackiert. Nur wenn die Radmutter gerade in der Originalposition sitzt, kommt die grüne Farbe zum Vorschein.

Nasr trifft Nakajima

Felipe Nasr flog am Dienstagmorgen um sieben Uhr mit einer Maschine der japanischen Fluggesellschaft ANA von Kuala Lumpur nach Tokio. Von dort aus ging es mit dem nächsten Flieger weiter nach Nagoya. In der japanischen Hafenstadt war der Sauber-Pilot mit dem japanischen Rennfahrer Daisuke Nakajima verabredet. Er ist der Bruder von Kazuki und Sohn von Satoru Nakajima. „Wir haben uns zum Abendessen getroffen. Daisuke und ich kennen uns aus unserer gemeinsamen Zeit in der britischen Formel 3 2010“, berichtete Nasr.

Regelrevolution nicht so groß wie 2014

Im kommenden Jahr ändert die Formel 1 ihr technisches Reglement drastisch. Nach Meinung von Nico Hülkenberg war die Revolution 2014 aber bedeutend größer. „2017 ist kein kompletter Reset, sondern nur auf die Aerodynamik beschränkt“, erklärt der Force India-Pilot. „Von 2013 auf 2014 war der Schritt größer.“ Damals kehrte die Formel 1 den V8-Saugmotoren den Rücken und fährt seither mit V6-Turbos und zwei Hybridsystemen. Die neue Antriebseinheit forderte Motoringenieure und Aerodynamiker gleichermaßen. Stichwort Packaging.

Vettel-Fans - GP Japan 2016Foto: xpb
Wandertag an die Rennstrecke. Am Donnerstag war die Boxengasse voller Schulkinder.

Schulausflug zur Formel 1

Schon am Donnerstag war in Suzuka die Hölle los. Die Haupttribüne war prall gefüllt mit japanischen Fans. „Das gibt es nur in Suzuka“, urteilte Sebastian Vettel. Die japanischen Schulkinder machten einen Ausflug an die Strecke. Jedem Team wurde eine Klasse zugeteilt. „Das war richtig cool. Ich schätze, sie waren so etwa 10 Jahre alt“, berichtete Pascal Wehrlein.

HaasF1 mit geteiltem Test einverstanden

Teams, FIA und Pirelli ringen um den Ort für die Wintertests 2017. Barcelona und Bahrain sind in der Verlosung. Pirelli wünscht sich die Probefahrten im Wüstenstaat. Auch über einen geteilten Test – vier Tage Bahrain, vier Tage Barcelona – wird nachgedacht. „Für uns wäre das okay“, sagt HaasF1-Teamchef Guenther Steiner, der anfügt: „Wenn Pirelli die Hitze braucht, sollten wir ihnen diesen Wunsch erfüllen.“

Ausstellung alter Autos und Motoren

Für Fans historischer Autos gab es in Suzuka ein paar Leckerbissen. Ferrari stellte den ersten roten Rennwagen von Michael Schumacher aus dem Jahr 1996 aus – dazu den F2001 und den 2014er Renner von Fernando Alonso und Kimi Räikkönen. Honda präsentierte stolz den McLaren aus dem Jahr 1988 und 1989 sowie den Honda RA106 von 2006. Außerdem noch zahlreiche Motoren: den V6-Twinturbo von 1988, die V10-Motoren von 1989 und 1990 sowie die V12-Triebwerke aus 1991 und 1992. Auch das aktuelle Turbo-Modell wurde in einer Vitrine ausgestellt. Das Highlight der Ausstellung: der Honda RA272 von 1965 mit quer eingebautem V12 und nur 1,5 Liter Hubraum. Leistung: 225 PS.

Vandoorne im legendären McLaren

Stoffel Vandoorne drehte am Samstag vor dem Qualifying eine Runde im McLaren MP4/5. Ein legendärer Rennwagen. Ayrton Senna und Alain Prost duellierten sich darin um die Weltmeisterschaft 1989. In Suzuka kam es zur berühmten Kollision in der Zielschikane. Prost schied aus, Senna fuhr weiter. Der Brasilianer wurde aber später kontrovers disqualifiziert. Weil er laut FIA die Schikane abgekürzt hatte, und nicht an der richtigen Stelle das Rennen wiederaufnahm. Prost holte sich den WM-Titel. Vandoorne war nicht allein auf der Strecke. Kazuki Nakajima pilotierte den 1987 Ferrari F1/87.

In der Galerie zeigen wir Ihnen die legendären F1-Klassiker, die im Rahmenprogramm von Suzuka gezeigt wurden.

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