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Radio Fahrerlager GP Japan

Kostspieliger Rennkalender 2010

Heikki Kovalainen Foto: Daniel Reinhard 72 Bilder

Am Rande des Rennens in Suzuka wurde weiter über den Terminkalender für 2010 diskutiert. Zu enge Abstände, kein Rennen in den USA und das Korea-Debüt gaben Anlass für Kritik. Was noch alles abseits der Rennstrecke passierte, lesen Sie im "Radio Fahrerlager".

07.10.2009 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Umsonst in die USA

Die Teams fordern Korrekturen im nächstjährigen Formel 1-Kalender. Monte Carlo und Istanbul liegen innerhalb einer Woche. Die Logistiker haben Bedenken, das ganze Material rechtzeitig von der Côte d‘Azur in die Türkei zu transportieren. Das ginge nur per Luftfracht, und die ist teuer. Auch Korea ist den Teams nicht genehm. "Die Strecke liegt vier Stunden außerhalb jeglicher Zivilisation. Der Sport sollte für die Zuschauer gemacht werden", erklärte McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh. Stattdessen wollen sie lieber in den USA fahren. "Notfalls umsonst", wie Whitmarsh sagte. Da wird die FOTA bei Bernie Ecclestone wohl auf Granit beißen.

60 Zentimeter machen den Unterschied

Red Bull ist weiter überzeugt, dass Sebastian Vettel in Singapur zu Unrecht wegen Tempoüberschreitung in der Boxengasse bestraft wurde. Der Deutsche war im ersten Segment der Boxengasse mit 101,4 km/h geblitzt worden. Die Red Bull-Daten belegen, dass Vettel auf der 40 Meter langen Meßstrecke im Mittel nicht über 100 km/h gekommen ist. Der Tempomat ist auf 99,5 km/h justiert. Einzige Erklärung: Vettel hat in der Boxeneinfahrt, die in Singapur eine Kurve ist, abgekürzt. Die Ingenieure fanden heraus: Wenn Vettels Weg nur um 60 Zentimeter unter der von der FIA zur Messung herangezogenen Mindestwegstrecke liegt, war er trotz eingehaltenen 100 km/h bereits im verbotenen Bereich.

Teure Reise

Der Überseetrip der Formel 1 mit den Stationen Singapur, Suzuka, Interlagos und Abu Dhabi kostet die Teams 1,6 Millionen Euro. Chassis, Motoren, Getriebe, Flügel und Verkleidungen machen die ganze Weltreise mit. Verschleißteile wie Radträger, Querlenker und Bremsen werden zwischen den Rennen zurück in die Fabrik geschickt.

Personen-Schutz

Bei der FIA-Weltratsitzung zum Renault-Skandal herrschte Sicherheitsstufe eins. Der Verband wollte Kronzeuge Nelson Piquet beschützen, der vor der Verhandlung offenbar massive Drohungen erhalten hatte.

Vettel steht auf Vinyl

Sebastian Vettel verbrachte die Tage zwischen Singapur und Suzuka in Tokio. Der Red Bull-Pilot frischte in Japans Metropole seinen Plattensammlung auf. Wohlgemerkt Platten, keine CD's. Der 22-Jährige sammelt die schwarzen Scheiben.

Glock außer Konkurrenz

Timo Glock kann auch in der Freizeit nicht vom Rennfahren lassen. In der Pause zwischen Monza und Singapur nahm der Hesse mit einem Toyota Corolla WRC an einem Bergrennen in Zotzenbach Teil, 30 Kilometer von seiner Heimat entfernt. "Ich fuhr außer Konkurrenz, war aber schnellster", erzählte der Toyota-Pilot.

Kappen sorgen für Wirbel

Aufatmen bei den Mechanikern: Die aufwändigen Radabdeckungen verschwinden 2010. Damit werden Reifenwechsel wieder einfacher. Es wird auch das Hinterherfahren erleichtert. Williams-Technikchef Sam Michael: "Unsere Aerodynamiker haben festgestellt, dass diese Radkappen hinter dem Auto für starke Verwirbelungen sorgen."

Karaoke-Kid

Nach dem Rennen in Suzuka haben viele F1-Piloten und Teammitglieder den Abschluss der Asienreise mit einer launigen Feier ausklingen lassen. Und wie in Japan üblich ist, geht man dafür in die berüchtigte Log Cabin Karaoke-Bar direkt an der Strecke. Welcher Fahrer Talent für eine spätere Sängerkarriere bewies, wurde nicht überliefert. Bekannt ist allerdings, dass sich Suzuka-Sieger Sebastian Vettel als Beatles-Imitator versuchte. Sein Repertoire reichte von "Hey Jude" bis "Twist and Shout".

Bahn in Japan

Das Williams-Team hatte nach dem Rennen wenig Zeit zu feiern. Am Montagmorgen ging es für 39 Teammitglieder wieder zurück nach Europa. Allerdings nicht vom 40 Minuten entfernten Flughafen in Nagoya sondern im knapp 400 Kilometer entfernten Tokio. Die Tickets waren schon Monate zuvor in dem Glauben gebucht, das Rennen finde wie in der verfangenen Saison in Fuji statt. Viermal musste die Gruppe den Zug wechseln.

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