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Radio Fahrerlager GP Korea 2010

Die heißesten Storys aus Korea

Bruno Senna - GP Korea 2010 Foto: dpa 29 Bilder

Die kleinen aber nicht minder interessanten Geschichten abseits der Formel 1-Piste von Korea gibt es wie immer in unserer regelmäßigen Rubrik Radio Fahrerlager. Dieses Mal mit Bernie Ecclestone, Alan Jones, Williams, McLaren, Pirelli, der FOTA und vielen mehr...

27.10.2010 Michael Schmidt, Bianca Leppert

Todt und Ecclestone rauchen Friedenspfeife

Die Munition ist erst einmal entschärft. Der kolportierte Machtkampf zwischen FIA-Präsident Jean Todt, seinem Vorgänger Max Mosley und Bernie Ecclestone findet noch nicht statt. Ecclestone und Todt führten in Korea ein langes Gespräch. Offenbar mit gemeinsamen Ansätzen. "Wir wollen in Zukunft besser zusammenarbeiten", erklärte Ecclestone. Jean Todt meinte: "Alles aufgebauscht. Ich will keinen Alleingang machen. Im Gegenteil. Diese Saison hat gezeigt, dass ich mich so wenig wie möglich einmische. Und wenn mir Mosley seinen Rat anbietet, dann ist der auch willkommen."

Toyota-Inventar verhökert

Hispania-Hauptaktionär José Ramon Carabante soll nach zuverlässigen Quellen das Knowhow, das Material und die Einrichtungen vom Ex-Formel 1-Team von Toyota gekauft haben. Das wäre ein Aufstieg für den spanischen Rennstall. Im Fahrerlager erzählt man sich aber, dass er mit Zahlungen an Cosworth für 2011 im Rückstand ist.

Pirelli mit Zweitverwertung

Pirelli versucht Kosten zu sparen. In der kommendenn Saison wird der italienische Reifenhersteller sowohl Reifen für die Formel 1 als auch die Gummis für die GP2 liefern. Damit die Entwicklungskosten im Rahmen gehalten werden, sollen die Formel 1-Pneus für 2011 mit denen der GP2-Serie identisch sein.

Alan Jones tappt im Dunkeln

Ex-Weltmeister Alan Jones feierte sein Debüt als Rennkommissar. Der bald 64-jährige Australier nahm seine Aufgabe ernst. "Es ist eine gute Sache, dass da ein Fahrer im Gremium sitzt. Wir sehen bei strittigen Szenen einfach mehr als Leute, die niemals Rennen gefahren sind." Trotz der beschwerlichen Anreise, wollte der Champion von 1980 nicht klagen. "Ich dachte, Korea ist nicht so weit weg von zuhause. Dann sitze ich erst acht Stunden im Flieger nach Seoul und dann vier Stunden im Auto an die Strecke. Im Vergleich zu Europa trotzdem fast ein Heimrennen für mich." Jones wunderte sich über die koreanischen Hotelsitten. "Wenn ich ins Zimmer komme, muss ich die bereitgestellten Badeschlappen anziehen. Der Hauptschalter ist am Eingang zum Zimmer. Vom Bett aus kann ich ihn nicht bedienen. Also muss ich zur Tür, um das Licht auszuschalten. Aber wie komme ich dann in der Dunkelheit wieder ins Bett?"

Leichte Delle im Sparkurs

Die Teamvereinigung FOTA hat den Kostenreduzierungsplan aufgeweicht. In diesem Jahr durften nur noch für 40 Millionen Euro Fremdleistungen in Anspruch genommen werden. Das sollte im nächsten Jahr auf 20 Millionen gesenkt werden. Die Reduzierung fällt nur halb so groß aus - auf 30 Millionen. Ab dem 31. Dezember sind nur noch 350 Mitarbeiter pro Team erlaubt, die für den Bau und den Einsatz des Autos zuständig sind. Ein Jahr später wollte man auf 280 reduzieren. Die Zahl wurde auf 315 erhöht, dafür aber bis 2017 festgeschrieben. Der alte Vertrag galt nur bis 2012.

McLaren in Korea Teil 2

Die McLaren-Piloten Lewis Hamilton und Jenson Button waren nicht zum ersten Mal in Korea."Wir sind hier schon Formel 3-Rennen gefahren, allerdings auf einer anderen Strecke", erzählte Button. Für Hamilton gab es keine guten Erinnerung. "Ich bin damals von der Piste geschossen worden", erinnert sich der Brite.

Großes Zittern im Williams-Lager

Williams gibt seine Fahrer erst in der Winterpause bekannt, zumindest solange kein großer Sponsor vorher anbeißt. Das nervenzehrende Warten beunruhigt auch die Brasilianer. Schnell ging im Fahrerlager ein Gerücht um, dass es auch Rubens Barrichello statt Nico Hülkenberg erwischen könnte, wenn Williams des Geldes wegen Pastor Maldonado nehmen muss.

Seniorenpaket für Ecclestone

Wer 80 Jahre alt wird, muss Spott ertragen können. Sebastian Vettel schenkte Bernie Ecclestone vier Tage vor dessen Geburtstag eine Gehhilfe. Sauber-Physiotherapeut Josef Leberer verschreibt dem großen alten Mann der Formel 1 eine Salbe für Senioren. Die beiden kennen sich gut. Wenn immer Ecclestone ein Wehwehchen hat, schaut er bei Leberer vorbei. Einen offiziellen Anlass in London wird es nicht geben. "Ich hasse Partys", richtete Ecclestone seinen Gratulanten aus.

Neuer Stapler aufgegabelt

Da soll mal einer sagen, es gäbe keinen Zusammenhalt im Fahrerlager. HRT hatte wie immer vor dem Rennen zwei Gabelstapler bestellt, konnte aber nur einen nutzen. Bei dem anderen fehlte vom Schlüssel jede Spur. Ferrari hatte Mitleid mit dem Team und verlieh am Mittwoch einen an HRT.

Fahrerlager unter Strom

Die Stromspannung machte den Teams im Fahrerlager Probleme. Weil in Korea nur 220 Volt/60 Hz zur Verfügung stehen, waren vor allem Geräte mit rotierenden Bewegungen in Gefahr. Zum Beispiel Pumpen oder Maschinen zum Auswuchten der Reifen. Deshalb stellte Bridgestone am Mittwoch einen riesigen gelben Container mit einem Generator auf. Auch bei Toro Rosso fluchte man über die Spannung. Das Team hatte bereits in Japan Probleme mit dem Strom.

In trockenen Tüchern

Benutzte Bodylotion, Kondome, Rundbürsten auf dem Zimmer. Die Ausstattung der Zimmer sah bei den meisten gleich aus. Daneben ärgerten sich viele über die kleinen Handtücher in den Motels, die dort Standard zu sein scheinen. Ferrari wollte das seinen Leuten nicht zumuten und ließ große Handtücher für die komplette Besatzung kaufen.

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