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Radio Fahrerlager Korea 2013

Die heißesten Storys aus Yeongam

Formel 1 Fahrer-Dinner GP Korea 2013 Foto: Twitter/ @alo_oficial 37 Bilder

Was sonst noch so am Rennwochenende in Korea passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Gerüchteküche von Yeongam gesammelt. Dieses Mal mit Jaques Villeneuve, Helmut Marko, Martin Whitmarsh, Niki Lauda, Felipe Massa und vielen mehr...

09.10.2013 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Prominent besetzter Flieger

Dieses Flugzeug hätte nicht abstürzen dürfen. Nach dem GP Korea hatte es das halbe Fahrerfeld ziemlich eilig. Sie mussten um 21 Uhr lokaler Zeit am Provinzflughafen Muan sein. Von dort hatten sie eine Maschine nach Tokio gechartert. Mit an Bord: Fernando Alonso, Jenson Button, Nico Rosberg, Mark Webber, Kimi Räikkönen. Am späten Abend stieg in der japanischen Metropole noch eine Fahrerparty. Alonso twitterte um 1.00 Uhr morgens Uhr japanischer Zeit: "Wir sind schon in Japan und freuen uns auf einen unserer Lieblings-Grand Prix " Um die Uhrzeit verließen die auto motor und sport-Reporter übrigens gerade das Pressezentrum.

Rosberg & Hamilton - Silberpfeil - Nordschleife 2013
Rosberg und Hamilon: Im Silberpfeil über die Nordschleife 1:18 Min.

Villeneuve eckt an wie früher

Jacques Villeneuve kann die Absage von Sauber-Chefin Monisha Kaltenborn an Rubens Barrichello nicht verstehen. "Rubens wäre eine Überlegung wert. Warum ignorieren alle diese Teamchefs immer den Faktor Erfahrung? 2014 wird ein kompliziertes Jahr. Da ist einer wie Barrichello allemal besser als ein Gutierrez. Was hat der Sauber bis jetzt gebracht? Gar nichts. Schaut, wo er gegen Hülkenberg steht." Der Kanadier verbrennt sich gerne den Mund. Kürzlich hatte er Caterham-Pilot Charles Pic im französischen TV-Kanal einen Paydriver genannt. Worauf der Franzose erbost klarstellte, dass er kein Bezahlfahrer sei. Villeneuve grinste zurück: "Dann soll er mir erklären, warum er und nicht Kovalainen das Cockpit bei Caterham bekommen hat."

Helmut Marko übt sich im Ballon-Dart

Fahrer, Teamchefs, Manager und hochrangige Ingenieure wohnen beim GP Korea im Hyundai Hotel. Das ist die beste Herberge vor Ort, liegt nah an der Strecke, thront aber weitab von jeglicher Zivilisation einsam auf einem Berg. Die meisten Vertreter des GP-Establishments hatten von der Umgebung der Strecke, geschweige denn der Hafenstadt Mokpo je etwas gesehen. Die Geschichten von den Stundenhotels, in den weniger gut betuchte GP-Besucher hausen müssen, kannten sie nur vom Hörensagen. In diesem Jahr stiegen einige der hohen Herren erstmals von ihrem Olymp herab und begaben sich in das pulsierende Nachtleben von Mokpo. Darunter auch eine Delegation von Red Bull, angeführt von Konsulent Helmut Marko. Der Herr Doktor erwies sich beim Pfeilwurf an einem Schaustellerstand als guter Schütze und räumte jede Menge Preise ab. David Coulthard spottete: "Helmut, denk beim Zielen einfach daran, dass du auf deine Nachwuchsfahrer wirfst."

Alonso gibt Foto-Startschuss

Im Hyundai-Hotel trafen sich am Donnerstag auch alle Fahrer zum gemeinsamen Abendessen. Das Dinner findet traditionell in Korea statt, weil alle Piloten praktischerweise gemeinsam in einem Hotel wohnen. Besonders interessant ist immer, wer sich neben wen setzt. Manch ein Journalist möchte daraus Animositäten ableiten. Doch ein Beobachter der Szene warnt vor voreiligen Schlüssen. "Die kommen alle zu unterschiedlichen Zeiten und setzen sich einfach hin, wo noch Platz ist." Dieses Jahr kam Fernando Alonso etwas später. "Der hat gleich mal ein Bild von der ganzen Runde machen lassen und es über Twitter verbreitet. Die anderen hatten sich zuvor nicht so recht getraut, Fotos zu machen", so unser Spion.

FIA verspätet beim Dinner

Korea war auch der Schauplatz des jährlichen Dinners der Team-Pressesprecher. Sie kamen am Freitag zum Abendessen zusammen. Ausgerechnet FIA-Pressesprecher Matteo Bonciani verspätete sich. Der Italiener in Diensten des Weltverbands nervt normalerweise alle seine Kollegen damit, dass sie ihre Fahrer bitte pünktlich zu den offiziellen Terminen, wie den Pressekonferenzen oder der Fahrerparade, bringen sollen.

Sauber-Show für hohe Tiere

Es war eine Demonstration der anderen Art. Sauber schickte seinen neuen Fahrer Sergey Sirotkin mit einem 2012er Auto nach Sotschi, um dort auf einem abgesperrten Kurs von 800 Metern die ersten Formel 1-Kilometer in der künftigen Olympiastadt zu fahren. Das normale Volk blieb ausgesperrt. Es war eine Veranstaltung für 7.000 Politiker und Wirtschaftsbosse, die dort einen Finanzgipfel abhielten. Höchster Gast war der frühere russische Ministerpräsident Dimitri Medwedew. Deshalb herrschte Sicherheitsstufe eins. Das ganze Gelände wurde großräumig abgesperrt.

Symonds pickt nicht nur nach Rosinen

Der neue Williams-Technikchef Pat Symonds tauchte überraschend beim GP Korea auf. Symonds hat eigentlich genug Arbeit in der Fabrik, will aber auch seine Renntruppe besser kennenlernen. Außerdem weilte Teamchefin Claire Williams in Venezuela, um Hauptsponsor PDVSA zu besänftigen. Einer musste das Team ja repräsentieren. Obwohl Symonds drei Grand Prix aus dem Restprogramm auswählen konnte, entschied er sich für die mühsame Anreise nach Korea. "Ich wollte mir nicht nur die Rosinen herauspicken. Eine der weniger populären Destinationen musste dabei sein. Ich stand vor der Wahl Indien oder Korea. Da war mir Korea lieber."

McLaren will Porsche-Rekord

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh war einen Tag lang mit McLaren-Straßenautos in Paul Ricard unterwegs. Besonders der 900 PS starke P1 hatte es ihm angetan. "Ich bin ein ganz normaler Autofahrer und war überrascht, wie gut ich mit dieser Rakete zurechtkam. Im Vergleich zu einem normalen Sportwagen sind die Fliehkräfte in den Kurven noch einmal höher. Am Abend hatte ich richtig Nackenschmerzen." McLaren will jetzt mit seinem Hybridauto P1 auf den Nürburgring, um den kürzlich mit einem Porsche 918 Spyder aufgestellten Rekord von 6.54 Minuten zu unterbieten.

Formel 1 vs. Playstation

Der Crash von Kimi Räikkönen im Freitagstraining erinnerte die Formel 1-Gemeinde daran, dass Autos auch noch entgleisen können. "Irgendwie muss man Kimi fast dankbar sein. Sonst glauben die Fans noch, Formel 1-Fahren wäre so einfach wie Playstation spielen", meinte Ex-Pilot Martin Brundle. Auch Sebastian Vettel wunderte sich über die geringe Unfallquote in den letzten Jahren. "Man kann nicht sagen, dass Formel 1-Fahren um so viel einfacher geworden ist. Es ist so schwierig wie immer, nur auf eine andere Art. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die modernen Autos mehr verzeihen als die alten."

Massa sammelt Vielflieger-Meilen

Felipe Massa reiste aus Nizza via Frankfurt nach Seoul. Nach dem GP Japan hat der Brasilianer eine beschwerliche Reise vor sich. Es geht über den Umweg Europa zurück in seine Heimat und von dort eine Woche später nach Indien. Man kann davon ausgehen, dass Massa die Reisestrapazen auch deshalb auf sich nimmt, um in Brasilien mit möglichen Sponsoren zu sprechen, die seine Cockpitsuche unterstützen.

Lauda mit Kurzbesuchen

Niki Lauda hält es nie lange in der Ferne. Der Österreicher schwebte am Samstag mit dem Privatjet in Korea ein und war am Sonntagabend schon wieder weg. Beim GP Japan genehmigt sich der Aufsichtsratschef von Mercedes immerhin einen Tag mehr. Abflug in Wien am Freitag. Rückkehr von Nagoya aus, Sonntag nach dem Grand Prix.

Journalisten sprachlos

Nach dem Qualifying herrschte bei Fans und Journalisten Ernüchterung. Wieder einmal fuhr Sebastian Vettel allen davon. Überraschungen sehen anders aus. Viel zu klären gab es von den anwesenden Reportern nicht. Nachdem die Standardfragen vom Leiter der Pressekonferenz abgearbeitet waren, kam von den mitgereisten Pressevertretern nur noch eine einzige Zusatzfrage an die drei Erstplatzierten. Das gab es noch nie.

Typhoon erhält zweite Chance

Vor dem Rennwochenende von Korea gab es vor allem in der Boulevard-Presse wilde Warnungen vor dem Mega-Typhoon Fitow. Doch außer ein paar Tröpchen am Sonntagmorgen blieb das Unwetter komplett aus. Button erklärte schon am Donnerstag. "Er dreht ab. Aber ich sehe ein, dass es keine gute Story ist." Die nächste Chance haben die Wetterfrösche in Suzuka. Typhoon Danas ist im Anmarsch und könnte auf seiner Nordost-Route Japan kreuzen.

28 Jahre bis zur ersten Pressekonferenz

Am Freitag sind normalerweise die Teamchefs oder Technikdirektoren bei der offiziellen FIA-Pressekonferenz eingeladen. In Korea durften erstmals die Teammanager antreten, um der Presse die Probleme des neuen Formel 1-Kalenders von 2014 zu erklären. Dienstältester Teammanager in der Runde war Dickie Stanford vom Williams-Team. Er ist seit 28 Jahren fester Bestandteil des Grand Prix-Zirkus und hat die guten und schlechten Zeiten seines Rennstalls gesehen. "Es hat lange gedauert, bis ich auf dieses Podium gekommen bin", erklärte der Oldie.

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