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Radio Fahrerlager GP Österreich 2014

Die heißesten Storys aus Spielberg

Nico Hülkenberg & Sergio Perez - GP Österreich 2014 Foto: xpb 78 Bilder

Was sonst noch so am Rennwochenende in Österreich passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Formel 1-Gerüchteküche gesammelt. Dieses Mal mit Mark Webber, Toto Wolff, Gerhard Berger, Sergio Perez, Helmut Marko und vielen mehr...

25.06.2014 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Mateschitz zeigt sich spendabel

Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz schüttete sein Füllhorn über die Gemeinden Spielberg, Zeltweg und Knittelfeld aus. Nicht nur die Rennstrecke bekam einen neuen Anstrich. Auch die Häuser, Gärten und Hotels in der näheren Umgebung des Red Bull-Rings. Hausbesitzer durften auf Kosten von Red Bull beim Baumarkt einkaufen gehen, um die Fassaden ihrer Eigenheime zu verschönern. Rund 5.000 nahmen das Angebot an. Insgesamt kostete die Aktion rund zehn Millionen Euro. Obwohl sich die Hotels herausgeputzt hatten, zogen Nico Rosberg und Sebastian Vettel das eigene Motorhome vor. Der Vettel-Clan wohnte weitab vom Schuss. Sebastian pendelte mit dem Motorrad zur Rennstrecke.

Marko nach 42 Jahren wieder im F1-Auto

Für Helmut Marko war es das erste Mal seit seinem Unfall 1972 in Clermont-Ferrand, dass er wieder in einem Formel 1-Auto saß. "Am Montag vor dem Grand Prix hatte ich im Lotus von Jochen Rindt im Hangar 7 meine Generalprobe." Da fuhr Marko mit dem Lotus 49B in das Studio zur Sendung "Talk im Hangar 7". So war der 71-jährige Österreicher gut gerüstet für das, was am Red Bull-Ring folgte. Eine Fahrt im B.R.M. P180. Als der Zwölfzylinder zum Leben erwachte, war er so laut wie heute ein ganzes Formel 1-Feld.

Sutil auf den Standstreifen

Auch Adrian Sutil sollte in der Sendung von Red Bull-Haussender Servus TV auftreten. Doch sein Audi machte auf dem Weg zur Sendung in Salzburg schlapp. "Ich stehe in München an der Autobahn und habe eine Panne", entschuldigte sich der Pilot per Handy.

Österreich-Heimspiel für Red Bull oder Mercedes

In der Rivalität zwischen Red Bull und Mercedes knistert es. Sie ist auch nicht besonders belastbar. Bei Red Bull empfand man die vielen Mercedes-Plakate in Zeltweg, Knittelfeld und Judenburg als Affront. "Heimspielberg" stand dort in Anspielung auf das große Heimspiel des Gegners. Am Ende wurde der überdimensionale Bulle im Inneren der Rennstrecke noch mit einem Mercedes-Stern als Nasenring verziert - offenbar von Mercedes-Mechanikern. Auch das war im Lager der Titelverteidiger kein Lacherfolg.

Lopez kauft Berger-Ferrari

Bei Gerhard Berger wurden Erinnerungen wach, als er im Ferrari F1-87/88 für die Legendenparade Platz nahm: "Ein gutes Auto. Nur leider gab es mit McLaren 1988 ein viel besseres." Der Österreicher ist seit seinem Skiunfall im März noch gehandikapt. Wegen eines durchtrennten Nervs ist der rechte Arm noch nicht voll bewegungsfähig. Der Tiroler scherzte über den österreichischen Invalidenclub: "Einer von uns hast nur ein Auge, der andere ein Ohr und ich nur einen Arm." Und wie hat Berger dann die H-Schaltung bedient? "Wenn das Adrenalin kommt, geht es. Ich habe mit dem rechten Oberschenkel das Lenkrad in Position gehalten und mit der linken Hand geschaltet." Berger hätte den Ferrari 640 von 1989 gebraucht. Doch das erste Formel 1-Auto mit halbautomatischer Wippenschaltung ist seit kurzem in Besitz von Lotus-Chef Gerard Lopez. "Ich bin schon ein paar Mal damit gefahren. Das Auto läuft mit modernem Öl und Kraftstoff besser als damals."

Perez-Einspruch ohne Erfolg

Die Wiederaufnahme des Verfahrens gegen Sergio Perez wegen der Kollision mit Felipe Massa beim GP Kanada war für Force India ein Schlag ins Wasser. Der "neue Beweis" war die Aussage des Piloten, der in Montreal nicht gehört worden war, weil man ihn zuerst ins Krankenhaus gebracht hatte. Fahrer-Kommissar Derek Daly wollte rechtzeitig einen Abendflug erreichen. Die Aussage von Perez stützte sich auf zwei Punkte. Er sei in den Runden davor die gleiche Linie gefahren. Und er habe Massa zwei Wagenbreiten Platz gelassen. Das konnte die Sportkommissare jedoch nicht überzeugen. Die Strafversetzung hatte weiter Bestand.

Vettels Pech ist Rosbergs Glück

Mark Webber war der Mann für die Interviews auf dem Podium. Ex-Kollege Sebastian Vettel war nicht dabei. Webber ist kein Talismann für Vettel. Immer wenn der Australier einen Grand Prix besucht, fällt Vettel aus. Rosberg bringt er offenbar Glück. Er gewann die 3 Rennen in Melbourne, Monte Carlo und Spielberg, als Webber vor Ort war.

Webber im Le Mans-Fieber

Im Fahrerlager erzählte Webber mit leuchtenden Augen von seinem Le Mans-Trip in der Woche davor. "Es war ein unglaubliches Erlebnis. Ich hatte schon vergessen, wie dich so ein 24 Stunden-Rennen in seinen Bann zieht. Du verbringst fast die ganze Zeit in der Garage, weil du mit deiner Mannschaft zitterst. Es ist ein echtes Teamerlebnis, das alle gefangen hält. Sogar meine Eltern waren weit nach Mitternacht noch wach. Alle haben bis zum Schluss mitgefiebert." Webber fiel drei Stunden vor Schluss mit Motorschaden aus. Sein Porsche hatte schon früh ein Problem mit der Vorderradaufhängung bekommen, was das Fahren zu Mutprobe machte. Ein Stabi war gebrochen. "Wir wussten, dass etwas nicht stimmte. Aber reparieren hätte zu lange gedauert. Also mussten wir uns an das Fahrverhalten gewöhnen und so gut wie möglich damit klarkommen."

Le Mans sorgt für Ärger im Hause Wolff

Auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff fieberte in Le Mans mit, allerdings nicht vor Ort sondern zuhause vor dem Bildschirm, wie er in der Freitags-Pressekonferenz berichtete: "Ich habe in der Nacht 3 Stunden vor dem Live-Timing verbracht und konnte einfach nicht aufhören. Das war so aufregend - allerdings meinem Familienleben nicht gerade zuträglich", so Wolff. Red Bull-Kollege Christian Horner grinste: "Wie hat sich denn Deine Frau gefühlt, als Du mitten in der Nacht ins Live-Timing geschaut hast?" Antwort: "Sie war ziemlich sauer."

Hülkenberg mit Deutschland-Boots

Ausrüster Alpinestars hatte für Romain Grosjean, Sergio Perez und Nico Hülkenberg zum GP Österreichisch neues Schuhwerk anfertigen lassen. Die Rennboots waren in den jeweiligen Landesfarben gehalten und hatten die Logos der nationalen Fußballverbände aufgedruckt. Offenbar brachte es Glück: Sowohl Mexiko als auch Frankreich und Deutschland sind noch immer unbesiegt.

Wintersportler bei der Formel 1 in Österreich

Das große Red Bull-Spektakel zog nicht nur Fans in die Steiermark sondern auch einiges an Prominenz. Niemand Geringeres als Eishockey-Legende Wayne Gretzky ließ sich im Red Bull-Motorhome blicken. Auch die österreichischen Wintersport-Asse Marcel Hirscher, Matthias Mayer, Gregor Schlierenzauer und Thomas Morgenstern ließen sich das Spektakel in der Heimat nicht nehmen.

Formel 1-Party mit Musik

Zur Unterhaltung der Fans wurde vor den Zeltplätzen eine riesige Showbühne aufgebaut, auf denen jeden Abend ein gutes Programm geboten wurde. Die Konzerte waren alle gratis. Das Lineup konnte sich sehen lassen. Es spielten unter anderem die Sportfreunde Stiller, Awolnation, Mando Diao und Sunrise Avenue. Viele Fans hatten aber ihre eigenen Musik-Anlagen dabei, mit denen man den halben Campingplatz beschallen konnte.

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