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Radio Fahrerlager GP Russland 2015

Die heißesten Storys aus Sochi

Formel 1 - Sochi - GP Russland 2015 Foto: Twitter: @danielricciardo 44 Bilder

Was sonst noch so am Rennwochenende in Sochi passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Formel 1-Gerüchteküche gesammelt. Dieses Mal mit Daniel Ricciardo, Lewis Hamilton, Niki Lauda, Fernando Alonso, Max Verstappen und vielen mehr ...

14.10.2015 Michael Schmidt, Andreas Haupt

Verstappen-Führerschein in 3 Tagen

Max Verstappen hat seinen Führerschein. Es war ein Akt von 3 Tagen und 5 Fahrstunden. Der prominente Fahrschüler nahm bereits am Montag nach dem GP Japan seine ersten beiden Stunden. Tags darauf noch einmal zwei und vor der Prüfung eine. Sein Fahrzeug: Ein Opel Astra mit 100 PS. War der Fahrlehrer mit seinem berühmten Schüler nachsichtig? "Ganz im Gegenteil. Er war ziemlich streng."

Feind an Bord

Die österreichische Delegation, die am Freitagmorgen in Sochi einschwebte hatte es in sich. An Bord des Bombardier-Jets waren Niki Lauda, Toto Wolff und Helmut Marko. Richtig gehört. Beim Rückflug von Japan hatte der Red Bull-Berater noch eine andere Maschine genommen, weil er mit den Mercedes-Leuten nicht 11 Stunden lang in einem Flugzeug sitzen wollte. Lauda amüsierte sich: "Ich habe den Helmut angerufen und ihm gesagt: 'Du kannst mit uns Dodln nach Sochi fliegen.' Helmut hat zugesagt, und ich kann versichern: Es war ein sehr harmonischer Flug."

Catering made in Russland

Die Teams durften ihr Essen diesmal nicht von auswärts mitbringen. Die strengen Einfuhrbeschränkungen für Nahrungsmittel aus Europa wegen der Ukraine-Krise treffen auch die Formel 1. Das Catering musste sich Essen und Trinken in Sochi besorgen.

Kleine Fortschritte bei Lotus

Lotus wartete mal wieder auf sein Gepäck. Erst Mittwochnachmittag trafen die Autos samt Ersatzteilen und der Kommandostand ein. Die Seefracht mit der Boxeneinrichtung war bis Donnerstag früh blockiert. Erst mussten 22.000 Dollar bezahlt werden. Mit Renault an Bord ist aber offenbar wieder Geld in der Kasse. Die 61.000 Dollar für den Pavillon und die Büros hat Lotus anstandslos beglichen. "Ein echter Fortschritt zu Suzuka" freuten sich die Mechaniker.

Olympia-Stadion wird Fußball-Tempel

Sochi hat im zweiten Jahr notgedrungen seine Tribünen-Kapazität verkleinert. Das Land hinter Kurve 5 wurde von einer Firma gekauft, die das Olympiastadion für die Fußball-WM 2018 umbaut. Die Tribüne dort musste einem Parkplatz weichen. Somit passen nur noch 40.000 statt 50.000 Besucher in das Sochi Autodrom. Dazu kommen 5.000 verkaufte Tickets an Paddock Club-Besucher.

Alonso schwört McLaren die Treue

Fernando Alonso musste in Sochi wieder leiden. Der 5,848 Kilometer lange Kurs ist eine Motorenstrecke und ein echter Spritfresser. Da hat Honda seine Probleme. Alonso versprach, dass er diesmal nicht wieder über sein "GP2-Auto" schimpfen werde. "Dieser Funkspruch sollte privat für das Team sein. Leider wurde er in die Welt hinausposaunt. Öffentlich habe ich das Team und Honda immer in Schutz genommen." Auf die Frage, ob er vielleicht schon seinen Ausstieg vorbereitet, antwortete Alonso: "Ich fahre 2016 und 2017 für McLaren."

Video-Botschaften zum Jubiläum

McLaren veranstalte am Freitagabend eine kleine Feier für Fernando Alonso. Der Spanier wurde in Sochi 250 Grand Prix alt. Puristen wenden ein, dass Alonso beim GP Russland erst zum 249. Mal am Start eines Grand Prix stand. Er zählte 2005 in Indianapolis zu jenen Fahrern, die auf das Rennen verzichten mussten, weil Michelin Probleme mit der Steilkurve hatte und seinen Teams Startverbot erteilte.

Fahrer und Freunde übermittelten in kleinen Filmbeiträgen Gratulationen. Alonsos früherer Teamkollege Giancarlo Fisichella riet: "Komm zu mir in die GT-Serie. Dann fährst du wieder ein gutes Rennauto und hast viel mehr Spaß." Porsche-Pilot Mark Webber goss Öl ins Feuer derer, die glauben Alonso beende seine Mission bei McLaren vorzeitig: "Bis bald. Vielleicht sehen wir uns früher als du denkst." Und Niki Lauda schenkte seinem früheren Chef Ron Dennis einen ein: "Was, du bist 250 Grands Prix dabei und ärgerst dich immer noch mit Ron Dennis herum?"

Hamilton stolz auf Lagerfeld-Selfie

Lewis Hamilton hat ein Faible für Musik und Mode. Bei der Modewoche in Paris unterhielt sich der Weltmeister lange mit Modedesignern: "Ich finde es faszinierend, wie sie auf ihre Ideen kommen." Bei Karl Lagerfeld reichte es nur für ein kurzes Shakehands und ein Selfie. "Er ist der Gott der Designer. Ich verstehe, dass er wenig Zeit hat. Aber er hat mich beim Namen genannt. Das fand ich cool. Das Foto mit ihm werde ich mir an die Wand hängen."

Fünferpack mietet Privatjet

Sochi liegt zwar nur 4 Flugstunden von Europa entfernt, ist aber trotzdem eine beschwerliche Reise. Man muss entweder in Moskau oder Istanbul umsteigen. Felipe Massa, Daniel Ricciardo, Nico Hülkenberg, Nico Rosberg und Ex-Pilot David Coulthard wollten das nicht. Die Fünf charterten einen Lear 65-Privatjet und flogen direkt von Nizza an die Schwarzmeerküste.

Perez schwärmt von Mexiko

Im Vorfeld des GP Russland zog es Sergio Perez in die Heimat. In Mexiko eröffnete der Force India-Pilot zusammen mit weiterer Prominenz wie etwa Emerson Fittipaldi das renovierte und umgebaute Autódromo Hermanos Rodríguez. Im BRM P153 von Landsmann Pedro Rodriguez, der in dem V12-Renner den GP Belgien 1970 gewann, nahm Perez den frischen Asphalt unter die Räder. "Auf der Geraden hat sich das Auto langsam angefühlt. Aber auf der Bremse: Unglaublich, da hat sich alles bewegt und unsicher angefühlt. Der Motorsound war richtig gut."

Perez ist überzeugt, dass das Mexiko-Comeback voll einschlagen wird. "Mexiko wird ein fantastischer Austragungsort für die Formel 1 sein. Jeder wird den Kurs mögen. Er hat lange Geraden und einen guten Mix aus schnellen, mittelschnellen und langsamen Kurven. Es gibt auch gute Überholstellen wie zum Beispiel am Ende der Start-Ziel-Geraden."

Lautere Motoren gut für Formel 1

2016 sollen die V6-Turbos nach einem Beschluss des FIA-Weltrats mehr Lärm machen. Dafür wird es ein zweites Auspuffrohr geben, durch das bei geöffnetem Wastegate-Ventil die Gase strömen. Das bringt ein paar Dezibel und einen kernigeren Klang. Sergio Perez befürwortet die lauteren Motoren. "Die Formel 1 braucht sie definitiv. Ich erinnere mich noch an das erste Mal, als ich bei einem Rennen war. Der Lärm hatte mich geschockt. Wir haben die besten Autos und müssen das der Welt auch zeigen." Fahrerkollege Felipe Nasr pflichtete bei: "Das ist etwas, was wir brauchen. Die Fahrer wollen es und die Fans auch. Dann hört man endlich die quietschenden Reifen beim Bremsvorgang nicht."

Riccardo fürs TV unterwegs

Für den GP Russland nahm Daniel Ricciardo einen Nebenjob an. Der französische Sender Canal + drückte dem Australier am Donnerstag eine kleine Digicam in die Hand. "Sie machen das mit einigen Fahrern. Wir sollen einen Tag in unserem Leben aufnehmen." Ricciardo hatte sichtlich Spaß an seiner zweiten Tätigkeit. Kurz vor seiner Presserunde ließ er auch die Journalisten in die Kamera winken, ehe er sie für einen Moment abschaltete.

Manor lässt sich Zeit bei Fahrerfrage

In der Woche nach dem GP Japan 2015 bestätigten Mercedes und Manor einen mehrjährigen Deal. Der kleine Rennstall erhält den besten Motor im Feld. Dazu kommt von Williams das Getriebe und die Hinterachse. Manor verspricht sich einen großen Schritt nach vorne. "Die Übereinkunft mit Mercedes und Williams gibt uns die Möglichkeit, ans Feld heranzurücken und ab dem nächsten Jahr richtig Rennen zu fahren", hoffte Teamchef Graeme Lowdon in Sochi. Im Fahrerlager wird spekuliert, dass durch die Zusammenarbeit mit Mercedes ein Sitz für Pascal Wehrlein reserviert sein könnte. "Die Sache ist komplett offen. Es gibt viele gute Fahrer, die in die Formel 1 wollen, aber die Startaufstellung ist aktuell auch gut gefüllt. Wir werden eine Entscheidung erst später im Jahr treffen", hält sich Lowdon bedeckt.

Freie Reifenwahl kurz vor Abschluss?

2016 bringt Pirelli eine fünfte Reifenmischung an den Start, die noch weicher als der aktuelle Supersoft sein wird. Sozusagen ein Extra-Supersoft. Damit könnten auch die Teams mehr Freiheiten bei der Reifenauswahl haben. "Es scheint so, als würde es bald eine Entscheidung geben", erklärte Pirelli-Sportchef Paul Hembery im Vorfeld des GP Russland. Bislang bestimmt der Gummilieferant die jeweiligen Mischungen für die Rennwochenenden. Pirelli wird auch die bestehenden Reifen verändern. "Wir wollen einige Änderungen in der Struktur machen, um den schneller werdenden Autos Rechnung zu tragen. Aber die größte Veränderung wird sich darauf konzentrieren, wie die Reifen für die Rennen ausgewählt werden."

Sauber bezieht Stellung zu EU-Beschwerde

Die eingereichte Beschwerde von Force India und Sauber vor der EU-Kommission gegen die Wettbewerbsbedingungen in der Formel 1 rücken angesichts der Red Bull-Motorenmisere etwas in den Hintergrund. Obwohl dadurch der Sport ebenso nachhaltig verändert werden könnte. Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn wünscht sich, dass die Königsklasse wieder gesundet. "Wir hoffen, dass die EU-Kommission den Sport auf ein Fundament stellt, das es allen Teams erlaubt, auf der gleichen Basis gegeneinander zu kämpfen. Wir hoffen auch, dass sie sich anschauen, warum die unfairen Bedingungen, wie wir sie empfinden, überhaupt eingeführt werden konnten."

Die Österreicherin kritisierte - wenn auch nicht in scharfer Tonart - die restlichen "nicht-privilegierten" Teams für ihre passive Haltung. "Es ist ihre Entscheidung, unsere Beschwerde nicht zu unterschreiben. Ich denke aber nicht, dass es irgendjemanden gibt, der es nicht unterstützt. Aber sie müssten wahrscheinlich öffentlich Stellung beziehen."

CIA-Spione in Russland

Die Organisation beim GP Russland ist für Fotografen und Journalisten perfekt. Es gibt keine Einschränkungen bei Webseiten und das Internet funktioniert stabil. Ein paar Medienvertretern war das aber nicht genug. Um ihre Fotos besser transferieren zu können, richteten sie sich über ihre mobilen Geräte eigene Hotspots ein. Und erlaubten sich einen Spaß, indem sie ihre persönlichen Netzwerke dubiose Namen gaben - wie zum Beispiel "CIA Spy". Der FIA und den Russen wurde es am Samstag zu bunt. Die Aufpasser ließen im Pressezentrum eine Nachricht verteilen. In der hob man hervor, dass viel unternommen worden sei, um einen freien Internetzugang zu gewährleisten, und die Pressevertreter dies doch bitte respektieren mögen.

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