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Radio Fahrerlager GP Russland 2016

Rosberg stichelt gegen Ecclestone

F1 - GP Russland 2016 - Fahrer - Charterflug Foto: Rosberg/Nolte 54 Bilder

Was sonst noch so am Rennwochenende in Russland passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Formel 1-Gerüchteküche gesammelt. Diesmal mit Nico Rosberg, Lewis Hamilton, Sebastian Vettel, Daniel Ricciardo und Niki Lauda. Und Infos zur Sitzung von Strategiegruppe und F1-Kommission.

04.05.2016 Michael Schmidt, Bianca Leppert

Windbeutel-Airlines nach Sochi

Sochi ist ein ferner Planet. Die Anreise für Normalsterbliche erfolgt entweder über Moskau oder Istanbul. Lange Transferzeiten inklusive. Rennfahrer und Teammitglieder haben es besser. Nico Rosberg hat für vier seiner Kollegen und einige Ex-Piloten eine Gulfstream G5 gemietet. Sie sind zusammen von Nizza aus in dreieinhalb Stunden direkt nach Sochi geflogen: Mit an Bord: Nico Rosberg, Nico Hülkenberg, Felipe Massa, Daniel Ricciardo, Esteban Gutierrez, Paul di Resta, Alexander Wurz, Jean-Eric Vergne und David Coulthard. Auf Twitter gab es einen Seitenhieb gegen Bernie Ecclestone: "Windbeutel-Airlines ist sicher in Sochi gelandet", schrieb der WM-Führende. Zur Erklärung: Der F1-Boss bezeichnete die Fahrer vor geraumer Zeit als Windbeutel, die nur fahren sollten und kein Mitspracherecht hätten. Seither verwendet Rosberg gerne den englischen Hashtag "windbags".

Teams organisieren sich

Auch die Teams haben sich organsiert. Teamchefs (Gene Haas), Technikdirektoren (Paddy Lowe), Teammanager (Alan Permane) und Mechaniker haben bei Titan Air eine Maschine für die Strecke London-Sochi gechartert. Die gleiche Partie fliegt am Sonntagabend mit einem Air Berlin-Charter wieder nach London zurück. Keiner will länger als nötig in Sochi bleiben.

Welchen Motor bekommt Red Bull 2017?

Red Bulls Motorenvertrag mit Renault läuft am Ende des Jahres aus. Nach dem neuen Motoren-Reglement hat Red Bull für 2017 die Garantie, einen Motor zu bekommen. Wenn sich alle weigern, wird die FIA den Hersteller verpflichten, der die wenigsten Kunden hat. Das würde dann je nach Lage der Dinge wieder Renault oder Honda sein. In diesem Fall müsste Red Bull seine Aston Martin-Aufkleber vom Auto ziehen. Der Motorenlieferant hat dann das Recht, dass ausschließlich sein Name auf dem Auto gezeigt wird.

SMS-Spendenaktion für Haryanto

Es gibt Formel 1-Piloten, die werden fürs Fahren bezahlt. Und es gibt Formel 1-Piloten, die fürs Fahren bezahlen. Dazu gehört Rio Haryanto, der bei Manor untergekommen ist. Weil laut indonesischen Medien noch 15 Millionen Euro fehlen, hat man nun eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Mit einer SMS, die rund 33 Cent kostet, können Fans von Haryanto den Indonesier unterstützen. Der Kommunikationsminister Indonesiens empfahl seinen Landsleuten: "Wie bei einer Medizin, am besten drei Mal am Tag." Haryantos Teamkollege Pascal Wehrlein findet es amüsant: "Eine coole Idee, vor allem mit so vielen Einwohnern. Wenn jeder Zweite oder Dritte eine SMS schickt, verdient er richtig Geld damit."

Mercedes ganz umweltbewusst

Der Anstieg des Spritlimits von 100 auf 105 Kilogramm im nächsten Jahr wurde mit 22:4 Stimmen beschlossen. Alle vier Gegenstimmen kamen aus dem Mercedes-Lager. Inoffiziell natürlich, um den Vorteil des sparsamsten Motors zu wahren. Offiziell schoben die Mercedes-Vertreter Umwelt-Gründe vor. "Die Formel 1 hat sich zum Ziel gesetzt, effiziente Motoren einzusetzen. Da ist der Anstieg des Benzinlimits das falsche Signal", erklärte Force India-Teamchef Otmar Szafnauer.

Grosjean und der Olympiabezug

Romain Grosjean hat einen besonderen Bezug zu dem ehemaligen Olympiagelände in Sochi: Sein Großvater war selbst bei Olympischen Winterspielen dabei. Das ist allerdings schon eine Weile her. 1948 und 1952 trat Fernand Grosjean als Skifahrer für die Schweiz an.

Bernie beschenkt Lauda

Niki Lauda staunte nicht schlecht, als er in Sochi ankam. Man überreichte ihm ein Geschenk. Absender Bernie Ecclestone. Inhalt: Ein Buggy mit einem Eichhörnchen als Fahrer. Lauda darauf verwundert: "War ich früher nicht die Ratte wegen meiner vorstehenden Zähne?" Auf Nachfrage von Lauda über den Hintergrund des Geschenks erklärte Bernie: "Hab ich auf einer Auktion gekauft. Ich dachte, ich mache dir eine Freude."

Ein Radio für den Red Bull mit Windschutzscheibe?

Der Heiligenschein ("Halo") bekommt Konkurrenz. Red Bull hat seinen Cockpitschutz präsentiert. Eine überdimensionale Windschutzscheibe ("Canopy") vor dem Cockpit. Daniel Ricciardo lobte nach der ersten Probefahrt: "Die Sicht ist gut. Es ist nur ein bisschen ruhig im Auto. Weil du die Windgeräusche nicht mehr hörst." Darauf Teamchef Christian Horner: "Wir können dir ein Radio einbauen, wenn du willst."

Rosberg in TV-Show

Vor dem Grand Prix von Russland legte Nico Rosberg einen Boxenstopp in der TV-Show "Circus Halligalli" auf ProSieben ein und stellte sich den Fragen des Kult-Moderators Joko Winterscheidt. Unter anderem beichtete er wie besoffen er nach seinem Monaco-Sieg 2014 war.

In Gedenken an Ratzenberger und Senna

Das Formel 1-Fahrerlager sprach während des Grand Prix-Wochenendes in Sochi auch über vergangene Zeiten. Am Samstag jährte sich der Todestag von Roland Ratzenberger und am Sonntag der Todestag von Ayrton Senna zum 22. Mal.

Hamilton bekam Originalgitarre von Prince

Lewis Hamilton verriet, dass ihm der kürzlich verstorbene Popstar Prince einmal eine seiner Originalgitarren geschenkt hat. Der dreifache Champion hält sie in Ehren. "Für mich sind Leute wie Prince Legenden. Weil ihre Musik zeitlos ist. Du kannst sie auch noch in 20 Jahren hören."

Button und Alonso schauspielern

Fernando Alonso mit Cowboyhut, Jenson Button mit umgedrehtem Baseball-Cap: McLaren twitterte die Outtakes vom Dreh eines Werbespots mit den beiden Stars für Sponsor Mobil 1. Insgesamt brauchte es elf Anläufe, bis der Streifen im Kasten war. Die Fans freute es: Es gab einiges zu lachen. "Das passiert eben, wenn man Rennfahrer schauspielern lässt", witzelte Button.

Ron Dennis schimpft in Strategiegruppe und Formel 1-Kommission

Es kommen immer mehr Details vom letzten Treffen der Strategiegruppe und der Formel 1-Kommission ans Licht. McLaren-Chef Ron Dennis machte sich zum Clown, schimpfte auf alles und jeden. Zuerst nahm er Mercedes-Chef Toto Wolff aufs Korn: "Du hast Lobby-Arbeit gegen die neuen Autos für 2017 gemacht." Wolff gab zurück: "Macht hier nicht jeder Lobby-Arbeit." Christian Horner von Red Bull bekam auch sein Fett ab: "Du wirst nie Motoren von Honda kriegen. Eher verklage ich die FIA wegen der neuen Regel." Zum Schluss traf es HaasF1-Teamchef Guenther Steiner: "Du dürftest gar nicht hier sitzen. Ihr habt zusammen mit Ferrari die Regeln ausgetrickst." Steiner gab kühl zurück: "Ich habe nur die Regeln gelesen. Das hättest du auch gekonnt, Ron. Sie stehen im Internet."

Rosberg verliert Wette gegen Vettel

Nico Rosberg verzockte beim GP Russland 50 Euro an Sebastian Vettel. Rosberg war der Meinung, bei der Pressekonferenz nach dem Qualifying müsste man kein Statement in der eigenen Sprache abgeben, sondern nur auf Englisch. Vettel hielt dagegen - und hatte Recht. Am Samstagabend wurde Rosberg von Journalisten auf seine Wettschulden angesprochen: "Ich habe noch nicht bezahlt, aber gut, dass ihr mich erinnert. Ich begleiche meine Wettschulden immer sehr schnell."

Sauber bringt drittes Chassis

Sauber hat mit großem Aufwand das dritte Chassis nach Sochi geflogen. Damit die Zweifel von Felipe Nasr ausgeräumt werden, der seine Bremsprobleme in Chassis Nummer 2 vermutet. Die Sauber-Mechaniker mussten am Wochenende eine Extra-Schicht einlegen, um den Kabelbaum in Chassis Nummer 3 einzuziehen. Die Karbonröhre machte sich am Dienstag von Mailand-Malpensa aus auf den Weg nach Sochi, wo ab Mittwoch der Zusammenbau zu einem ganzen Auto erfolgt. Ein teurer Spaß, weil die FOM für Transporte außerhalb der Reihe hohe Fixpreise verlangt. Sauber konnte das Chassis nur nach Sochi fliegen, weil auch Ferrari und Toro Rosso genügend Frachtraum für neue Teile gebucht hatten. Damit lohnte es sich, eine Frachtmaschine zu chartern.

Wird Palmer bald ersetzt?

Beim GP Russland nahm Sergey Sirotkin im ersten Training am Freitag den Platz von Kevin Magnussen im Renault ein. Beim GP Spanien ist der von Mercedes ausgeliehene Esteban Ocon an der Reihe. Er darf im Auto von Jolyon Palmer fahren. Gerüchten im Fahrerlager zufolge ist Palmer wegen zuletzt schwacher Leistungen unter Druck.

Massa Jr. schlägt Ricciardo

Der Sohn von Felipe Massa ist gegen Daniel Ricciardo ein Crazy Kart-Rennen gefahren und hat gewonnen. "Felipinho hat sich Daniel als Gegner gewünscht. Er ist ein großer Fan von ihm. Wir wohnen in Monte Carlo ja im gleichen Haus", sagte Massa.

RTL muss auf Lauda verzichten

Timo Glock ersetzt Niki Lauda bei RTL. Der Kölner Sender muss auf sein Aushängeschild mit dem roten Kapperl bei sieben Rennen verzichten. Vier Mal vertritt ihn Glock, drei Mal Christian Danner. Grund sind Sparmaßnahmen. Aus Köln hört man, Lauda reagierte auf das gekürzte Budget.

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