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Radio Fahrerlager GP Singapur 2010

Die heißesten Storys aus Singapur

Heikki Kovalainen Foto: dpa 32 Bilder

Die kleinen aber nicht minder interessanten Geschichten abseits der Rennstrecke von Singapur gibt es wie immer in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Dieses Mal mit Nick Heidfeld, Sebastian Vettel, Heikki Kovalainen, Fernando Alonso und vielen mehr.

29.09.2010 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Hispania in der FIA-Falle

Die FIA braucht Geld. Ende des Jahres begleicht Bernie Ecclestone die letzte Rate für den 100-jährigen TV-Vertrag, der insgesamt 360 Millionen Dollar in die FIA-Kassen spielte. So gesehen war der GP Singapur ein gutes Wochenende für den Weltverband. Die Kasse klingelte. Sauber zahlte 20.000 Dollar, weil man im Training Nick Heidfeld in den Boxen den gerade heranbrausenden Michael Schumacher vor die Nase geschickt hatte. Force India wurde mit 10.000 Dollar belangt, weil Adrian Sutil sein Auto als Dreirad an die Boxen zurückbrachte. Wegen Tempoüberschreitungen mussten Christian Klien 12.400, Bruno Senna 7.600 und Timo Glock 3.400 Euro bezahlen. Im Fall der HRT-Fahrer musste das Team in die Tasche greifen. Man hatte den Tempomaten für die Boxengasse fälschlicherweise bei 100 km/h justiert. In Singapur galt aber ein Tempolimit von 60 km/h.

Red Bull geht ein Licht auf

Formel 1-Technik ist Perfektion im Detail. Red Bull hatte für das Nachtrennen von Singapur die Radmuttern mit einer kleinen Leuchte versehen, damit sie die Mechaniker beim Radwechsel mit dem Schlagschrauber besser treffen.

Finnische Feuerwehr

Es war das größte Feuer der Formel 1 seit Jahren. Heikki Kovalainen betätigte seinen Lotus als Flammenwerfer. Bei der Kollision mit Sebastian Buemi schlug es das Tankventil auf. Kovalainen parkte sein brennendes Fahrzeug auf der Zielgeraden und löschte selbst. Die FIA-Kommissare fragten den Finnen: "Warum bist du nicht in die Boxengasse gefahren? Dort gibt es massenhaft Feuerlöscher." Antwort von Kovalainen: "Da stehen aber auch viele Menschen."

Das Geld liegt auf der Straße

Sebastian Vettel hatte einen seiner besten Starts in dieser Saison. Vielleicht war es ein gutes Omen, dass der englische Formel 1-Journalist Adam Cooper in der Startaufstellung einen Singapur-Dollar fand, der ungefähr drei Meter vor Vettels Red Bull auf der Zielgeraden lag. Vettel wäre beim Start voll über die Münze gefahren, die ungefähr 55 Eurocent wert ist.

Vettel fühlt sich beschissen

Auf Bernie Ecclestones Website "formula1.com" läuft nach jedem Grand Prix ein Dreiminutenfilm mit den Highlights. Dort werden auch Funksprüche gesendet, die im TV nicht zu hören sind, weil die Sprache nicht ganz jugendfrei ist. Als Sebastian Vettel in Monza plötzlich langsamer und von Webber überholt wurde, schrie er in den Funk: "Motor, Motor, Motor. Ganz ehrlich Jungs, wollt ihr mich bescheißen?"

Alonso tippt sich selbst zu schlecht

Fernando Alonso liegt in der großen Qualifying-Wette des Fahrerlagers als bestplatzierter Pilot auf Rang drei. Zwei Stunden vor dem Abschlusstraining tippte der Spanier folgende Reihenfolge: Vettel-Webber-Alonso-Hamilton-Kubica und Hülkenberg auf Platz 11. Der Singapur-Sieger lag damit völlig daneben. Nicht eine Platzierung war richtig.

Japanischer Wunderheiler

Sakon Yamamoto stand putzmunter in der Hispania-Box. Angeblich hatte er eine Lebensmittelvergiftung, die ihn dazu zwang sein Cockpit für Christian Klien zu räumen. Der aussortierte Japaner musste am Samstag lange am Fahrerlager-Eingang warten, bis er ein Einlassticket bekam. Damit bekamen die Gerüchte, dass die Lebensmittelvergiftung nur vorgeschoben war, neue Nahrung. Angeblich saß Klien nur im Auto, weil Yamamotos letzte Rate nicht vollständig eingetroffen war. Teamchef Colin Kolles sagte bei der Pressekonferenz nur: "Ich glaube, Christian hat eine Chance verdient."

Indy meets Formel 1

Drei Rennfahrer mit Formel 1- und Indy-Erfahrung liefen durchs Fahrerlager von Singapur: Eddie Cheever, Stefan Johansson und Danny Sullivan. Cheever und Johansson arbeiteten für den neuen Formel 1-Sponsor UBS, Sullivan wurde zum zweiten Mal nach Hockenheim als Sportkommissar eingesetzt.

Sauber mit Übergepäck

Sauber hat zwei Chassis und 30 Tonnen Material auf den großen Trip zum Saisonende eingepackt. Erst nach dem Finale in Abu Dhabi kehrt die Fracht wieder zurück nach Hinwil. Zwischen den Rennen lagert das Formel 1-Gepäck in Containern auf diversen Flughäfen.

Vettel sieht blendend aus

Sebastian Vettel hatte schon wieder einen neuen Helm. Silber-fluoreszierend und gut zu sehen in der Nacht. Teamchef Christian Horner scherzte: "Damit blendest du die anderen Fahrer." Auch Nick Heidfeld präsentierte ein neues Helmdesgin. "Die schwarze Farbe hat mir einfach gefallen. Die Entscheidung für schwarz ist schon vor der Saison gefallen. Es hat nur keiner gewusst, weil ich ja nicht gefahren bin."

Saubere Rekordstatistik

Nick Heidfeld hält von den 21 Fahrern, die seit 1993 für Sauber gefahren sind, alle Rekorde. Der Mönchengladbacher fuhr in Singapur seinen 121. Grand Prix für den Schweizer Rennstall. Der Punktestand blieb bei 188 WM-Zählern. Nummer zwei ist Heinz-Harald Frentzen mit 65 Starts und 42 Punkten.

Viele Gerede um nichts

Fünf Stunden Sitzung, und nur rauchende Köpfe. FIA-Rennleiter Charlie Whiting und die Teammanager wollten am Rande des GP Singapur eine neue Regel für das Reizthema Stallorder besprechen. Es blieb beim Versuch. "Wir haben uns auf Korea vertagt", berichtete Whiting. Wenn der GP Korea überhaupt stattfindet.

Batman zu Besuch bei Toro Rosso

In der Toro Rosso-Box hing das gesamte Rennwochenende eine tote Fledermaus von der Decke. Das Tier hatte sich die Füße eingeklemmt und wurde in der Metallverkleidung eingequetscht. Anstatt es zu entfernen ließen die Mechaniker die Fledermaus als makaberes Maskottchen hängen. Viel Glück brachte es allerdings nicht. Sebastien Buemi und Jaime Alguersuari blieben ohne Punkte.

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