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Radio Fahrerlager GP Singapur 2014

Die heißesten Storys vom Nacht-Grand-Prix

GP Singapur - Ferrari - 2014 Foto: UPS 29 Bilder

Was sonst noch so am Rennwochenende in Singapur passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Formel 1-Gerüchteküche gesammelt. Dieses Mal mit Nico Rosberg, Lewis Hamilton, Johnny Herbert, Damon Hill, Niki Lauda, Pascal Wehrlein und vielen mehr ...

25.09.2014 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Wie lange hätte die Rennleitung gewartet?

Eine halbe Stunde nach der Qualifikation brach der große Regen über Singapur herein. Fünf Stunden lang goss es wie aus Kübeln. Doch wie lange hätte die FIA mit dem Abschlusstraining gewartet, wenn der Regen früher gekommen wäre? Auf jeder anderen Rennstrecke hätte der Einbruch der Dunkelheit dem Warten ein Ende gesetzt. Doch Singapur ist ausgerüstet für ein Rennen bei Nacht. Trotzdem hätten um Mitternacht die Schotten dicht sein müssen. Der Grund dafür ist kurios: Jeden Tag um 24 Uhr Ortszeit setzen die Teams ihre Datenerfassung auf einen Neustart. Sie hätten zur Geisterstunde eine Zeitlang keine Daten erfassen können. Wie wir mittlerweile wissen, dreht sich dann in der Formel 1 kein Rad.

Robbie im Regen

Wenn die Formel 1 in Singapur zu Gast ist, dann sind die Stars nicht weit. Dieses Jahr kamen unter anderem die Pet Shop Boys, Jennifer Lopez und Robbie Williams, um Konzerte für die Formel 1-Fans zu geben. Der Gig von Robbie Williams traf aber ausgerechnet mit dem großen Regen nach dem Qualifying zusammen.

Rosberg kämpft gegen Jet-Lag

Nach dem Rennen in Singapur ging es für Nico Rosberg ausnahmsweise nicht zurück in den Simulator. Der Mercedes-Pilot versucht mit Urlaub in Thailand die Enttäuschung von Singapur wegzustecken. Rosberg will zwischen Singapur und Japan in der asiatischen Zeitzone bleiben. Im letzten Jahr litt er in Suzuka unter Jet-Lag.

Hamilton schaut F1-Klassikern zu

Lewis Hamilton schaute fasziniert dem Rennen der historischen Formel 1-Autos zu. Da war vom Lotus 72 von 1974 bis zum McLaren M30 von 1980 alles vertreten. Dazu Exoten wie der Parnelli, Penske, Hesketh oder Shadow. "Mit den fetten Reifen sehen die Dinger aus wie echte Rennautos", begeisterte sich Hamilton. Hört man da Kritik an den aktuellen Formel 1-Rennern heraus? Hamilton korrigierte: "Die Fahrer sitzen so hoch in ihren Cockpits. Das wirkt ein bisschen lächerlich."

Hill & Herbert-Show in Singapur

Johnny Herbert und Damon Hill liefen am Samstag in Teamkleidung von Marussia durch das Fahrerlager. Sie haben für ihren TV-Sender Sky eine Trainingssitzung als Mechaniker beim kleinsten Team zugebracht. "Wir durften die Reifenwärmer anbringen und wieder abmachen. Ich war natürlich schneller als Damon", grinste Herbert. Der Jux gehörte zu einer Serie, die unter "Hill & Herbert-Show" firmiert. Die Beiträge sind nicht immer ganz ernst gemeint. Herbert erzählt: "In Malaysia haben wir die Red Bull-Stallorder von 2013 nachgestellt. Zuerst haben Damon und ich Christian Horner und Adrian Newey an der Boxenmauer gespielt. Dann sind wir in Golf-Karts umgestiegen und waren Vettel und Webber."

Voller Terminkalender für Vettel und Rosberg

Rennfahrer haben einen vollen Terminkalender. Nico Rosberg durfte nach seinem 13-Stunden-Flug von London nach Singapur noch nicht einmal ins Hotel. Ein Chauffeur holte ihn am Flughafen ab, um ihn sofort zu einem Sponsor-Event zu bringen. Die Uhrenfirma IWC hatte die Mercedes-Fahrer für Fotos und Interviews eingeladen. Sebastian Vettel reiste noch in der Nacht nach dem Rennen in Singapur ab. Am Montag stand in Milton Keynes Simulatorfahren auf dem Programm.

Formel 1-Fahrer dürfen am Start pokern

Zwei Wochen nach Monza gab es immer noch Diskussionen, ob Lewis Hamilton in Monza einen Frühstart gemacht hat. FIA-Rennleiter Charlie Whiting zeigte den Zweiflern die Auswertung der Starterkennung. Demnach rollte Hamilton 0,05 Sekunden nach Erlöschen der Ampel an. Eigentlich unmöglich, weil die Reaktionszeit ungefähr zwei Zehntel beträgt. Aber trotzdem erlaubt. Whiting erklärt: "Bei uns ist es nicht wie in der Leichtathletik, wo eine Mindest-Reaktionszeit verlangt wird. Wir verfahren so: Wer das Startsignal antizipieren will, geht ein Risiko ein. Fährt er zu früh los, wird er bestraft. Wenn er das Erlöschen der Ampel genau erwischt, hat er Glück gehabt. Das ist ein Poker, den jeder mit sich selbst ausmachen muss."

Formel E-Autos wie Spielzeug

Niki Lauda findet kein gutes Wort für die neue Formel E: "Das war für mich die ödeste Geschichte, die ich seit langem gesehen habe. Die Autos sehen aus wie Spielzeug. Sie schleichen herum und fahren hintereinander her. Das ist für mich kein Rennsport."

Barrichello bietet sich bei Mercedes an

Der neue Mercedes-Ersatzfahrer Pascal Wehrlein reiste nach Singapur. Hätten sich Lewis Hamilton oder Nico Rosberg krank gemeldet, wäre Wehrlein trotzdem nicht zum Einsatz gekommen. Der DTM-Sieger vom Lausitzring hat noch keine Superlizenz. Rubens Barrichello bot Mercedes-Teamchef Toto Wolff an: "Wenn du Ersatz brauchst, ich bin bereit. Und top-fit. Seit ich regelmäßig Go-Kart fahre, verliere ich wieder Gewicht."

Komplizierte Ersatzteil-Fragen

Der FIA-Technikkommissar Jo Bauer hat die abendfüllende Aufgabe, Statistik über den Einsatz der Antriebseinheiten der 22 Fahrer zu führen. Bei der Lektüre seines jüngsten Lageberichts am Samstag vor dem Grand Prix stutzten die aufmerksamen Leser. Da zählte Fernando Alonso zu den fünf Fahrern, bei denen ein neues Steuergerät mit dem Kürzel CUHK ins Auto kam. Unter der Rubrik "bereits verbraucht" stand bei Alonso eine 5. Demzufolge hätte der Spanier zehn Startplätze zurück gemusst, denn der erste Einsatz einer sechsten Einheit steht unter Strafe. Bauer musste denen, die nachgefragt haben, erst einmal das System erklären: "Die Motorhersteller haben bis zu sieben Steuergeräte im Auto. Die 5 bei Alonso heißt, dass er mit irgendeiner dieser Elektronikboxen schon bei 5 angelangt ist. Aber nicht mit der, die getauscht wurde. Erst wenn er mit einer der Komponenten die 6 erreicht, muss er zehn Startplätze zurück."

Lego-Renner und Blumen-Autos

Während des Singapur-Wochenendes konnte man in den Einkaufsstraßen und Malls von Singapur ganz besondere Rennwagen sehen. Die Ferrari-Partner Shell, Lego und UPS ließen Autos aus kleinen Bauklötzchen oder mit einem Chassis aus Blumen bauen. Fahren konnten die kuriosen Renner allerdings nicht.

Ungeklärte Funk-Fragen

Vor dem Rennwochenende gab es viele Diskussionen um das neue Funkverbot. Nico Hülkenberg reiste mit dem Gefühl an, auf die meisten Situationen vorbereitet zu sein. Doch in der Medienrunde am Donnerstag kam der Deutsche dann doch ins Grübeln. Frage: "Was machst Du, wenn die Bremsen überhitzen und Du darüber nicht informiert werden darfst?" Antwort: "Das merke ich am länger werdenden Bremspedal." Und woher weißt Du, welche Bremsen überhitzen - ob Du die Balance also nach vorne oder hinten stellen musst? "Hmm... gute Frage. Das werde ich doch gleich mal mit den Ingenieuren besprechen." Auch Jenson Button hatte keine zufriedenstellende Antwort. "In so einem Fall nimmt man wohl lieber die 5-Sekunden-Strafe inn Kauf und lässt sich von der Box informieren." Die FIA lässt solche Funksprüche nun doch bis Saisonende ungestraft. 2015 müssen sich die Teams aber etwas einfallen lassen.

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