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Radio Fahrerlager GP Singapur 2016

Ärger um Arrivabene-Strafe

Chase Carey, Toto Wolff & Niki Lauda - GP Singapur 2016 Foto: sutton-images.com 36 Bilder

Was sonst noch so am Rennwochenende in Singapur passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Formel 1-Gerüchteküche gesammelt. Dieses Mal mit Niki Lauda, Lewis Hamilton, Valtteri Bottas, Felipe Massa und vielen mehr...

21.09.2016 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Lauda sucht Verbündete für Bahrain-Tests

Der Termin der Winter-Testfahrten (27.2.-2.3. und 7.3.-10.3.) steht fest, der Ort aber noch nicht. Pirelli will gerne bei heißen Temperaturen testen, doch die kleinen Teams fahren nur in Bahrain, wenn ihnen vom Streckenbetreiber die zusätzlichen Kosten erstattet werden. Niki Lauda unterstützt Pirelli: „Es wäre ein Wahnsinn mit neuen Autos und neuen Reifen in Europa zu testen. Was machen wir, wenn es regnet?“ Wenn Lauda sich durchsetzen will, braucht er aber die Mehrheit der Teams. Also sechs von elf. Da wird er bei den kleinen Teams auf Granit beißen. „Der Bahrain-Test vor zwei Jahren hat uns 500.000 Euro mehr gekostet als ein Test in Europa.“ Barcelona hat immer noch keinen Preis genannt. Normalerweise kostet die Strecke 50.000 Euro pro Tag. Dafür bekommen die Teams 5 Prozent des Ticketverkaufs. Im letzten Jahr hatte Barcelona an 8 Tagen nur 250.000 Euro eingenommen. Ein Jahr zuvor waren es 450.000 Euro, weil der Test über das Wochenende ging. Estoril bietet seine Strecke umsonst an.

Singapur-Hilfe von Chase Carey?

Der Grand Prix von Singapur steht ab 2018 auf der Kippe. Der Veranstalter bettelt bei Bernie Ecclestone um einen Rabatt. „Wir haben genug in die Formel 1 investiert. Der Aufbau der Strecke kostet uns jedes Jahr 150 Millionen Singapur Dollars. Und wir geben der Formel 1 dafür ein Firstclass-Event.“ Weil Ecclestone dem Promoter bislang die kalte Schulter zeigt, haben die Organisatoren in ihrer Not bereits Chase Carey, den neuen Formel 1-Direktor von Liberty Media kontaktiert.

Raucher-Rummel um Arrivabene

Maurizio Arrivabene geriet während des Rennwochenendes in die Schlagzeilen. Spanische Medien hatten berichtet, der Ferrari-Boss soll 6 Stunden in Gewahrsam genommen worden sein, weil er eine Zigarette auf den Boden warf. Für das Umwelt-Vergehen soll es zudem 1.000 Dollar Strafe gegeben haben. Ferrari dementierte die Story umgehend. Am Montag verschickte man sogar eine offizielle Pressemitteilung, die auf einen Artikel der Nachrichtenwebsite channelnewsasia.com verweist. Dort wird ein Beamter zitiert, der bestätigt, dass an den Gerüchten nichts dran ist.

Hamilton kämpft mit Tiger

Lewis Hamilton überraschte seine Fans vor dem GP Singapur mit einem Video auf Instagram. Darauf ist zu sehen, dass sich der Weltmeister von hinten an einen halbwüchsigen Tiger anschleicht und ihn umstößt. Die Großkatze ließ es gütig mit sich geschehen. Hamilton klärte auf. „Ich kenne den Tiger schon lange und er hat mich wieder erkannt. Er ist in einer Auffangstation aufgewachsen und den Umgang mit Menschen gewöhnt.“

Haas verpasst Singapur-Rennen

Gene Haas fehlte beim GP Singapur. Ausnahmsweise nicht, weil er ein Nascar-Rennen besuchte. Der CNC-Maschinen König der USA musste auf die IMTS-Messe in Chicago Flagge zeigen. Es ist die größte Messe für Produktionsmaschinen in Amerika. Teammanager Dave O‘Neill verrät: „Gene hat nur ungern auf Singapur verzichtet. Inzwischen ist er ein größerer Fan der Formel 1 als der Nascar-Serie. Ihn fasziniert die Technik. Deshalb will er immer auch alles genau wissen.“

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Singapur - 16. September 2016Foto: sutton-images.com
Kommen die Piloten mit Halo schnell genug aus dem Cockpit?

Halo-Ausstieg bereitet Sorgen

Nico Hülkenberg, Lewis Hamilton und Fernando Alonso haben in Singapur den Halo getestet. Man wollte sehen, wie viel man bei Kunstlicht mit dem Ring über dem Cockpit sieht. Es gab keine Klagen. Dafür gibt es andere Bedenken. Jenson Button hatte schon in Monza geklagt, dass man mit Halo die Startampel nicht sehen könne. Die FIA überlegt deshalb, ab 2018 an den Seiten der Strecke viele kleine Startampeln anzubringen. Auch das Aussteigen macht Sorgen. „Es ist eine Kletterübung“, sagt Nico Hülkenberg. Teamkollege Sergio Perez ergänzt: „Und in 5 Sekunden ist es nicht zu schaffen. Du brauchst mindestens 10 Sekunden.“ Und was passiert, wenn das Auto unter Strom steht. Dann muss der Fahrer erst auf den Rahmen klettern und oder über den Rahmen auf den Seitenkasten und von dort mit beiden Beinen abspringen, erklärt Force India-Technikchef Andy Green.

Massa plant seine Rennzukunft

Felipe Massa hat seinen Rücktritt aus der Formel 1 erklärt, aber der Brasilianer will weiter Rennen fahren. „Ich prüfe gerade, was in Frage käme. DTM, WEC oder Formel E. Ich bin da ganz offen.“ Massa weiß: „Bei der DTM und der WEC sind die Plätze ziemlich begrenzt.“ Dort, wo Landsmann Rubens Barrichello sein Gnadenbrot bezieht, will Massa allerdings nicht hin. In die Brasilianische StockCar-Meisterschaft. „Vielleicht mal ein Gaststart. Aber das Niveau der Rennserie ist nicht so hoch wie bei den anderen drei Formeln.“

Was hat Verstappen getrunken?

Es war die Szene des Singapur-Wochenendes. Ein Funkspruch von Max Verstappen hörte sich an wie ein Aprilscherz. „Leute, ihr glaubt nicht, was hier gerade über die Strecke läuft. Da ist ein Riesen-Waran.“ Teamberater Helmut Marko amüsiert sich: „Bei dem Funkspruch haben wir alle gedacht: Was hat der Max am letzten Abend getrunken?“ Dann erst zeigten die TV-Bilder den Eindringling. Der Waran überquerte in Kurve 3 die Strecke verschwand dann durch ein Loch in der Mauer im Innenraum der Strecke. „Ich sehe das Tier und glaube zu träumen. Es ist vor mir einfach stehengeblieben und wusste nicht wohin. Ich dachte, du gibst besser mal Gas und haust ab“, erzählte Verstappen hinterher.

Neue Regeln für Rennabbruch?

Die Teammanager diskutieren mit FIA-Rennleiter Charlie Whiting gerade das neue Safety-Car-Procedere bei einer Rennunterbrechung. Die FIA will 2017 auf Druck der Strategiegruppe Reifenwechsel und Reparaturen während der Pause verbieten. Und wenn doch ein Teil getauscht wird, soll es pro Element eine 10 Sekunden Stop-and-Go-Strafe geben. Die Teammanager fürchten, dass daraus wieder ein kompliziertes Regelwerk entsteht. „Was machen wir bei Regen? Oder wenn es gerade zu regnen anfängt oder aufhört? Sollen wir dann mit den falschen Reifen weiterfahren? Und warum soll man nicht Teile tauschen dürfen? Das tun wir in einer normalen Safety-Car-Phase ja auch.“ Whiting ließ sich überzeugen und will die Bedenken bei der nächsten Sitzung der Strategiegruppe deponieren.

F1-Prominenz bei Bottas-Hochzeit

Valtteri Bottas hat zwischen den Rennen in Monza und Singapur geheiratet. Die finnische Olympiaschwimmerin Emilia Pikkarainen heißt jetzt Emilia Bottas. Bei der feierlichen Trauung in Helsinki waren auch Toto Wolff und Heikki Kovalainen dabei. Mika Häkkinen holte das Brautpaar in einem Mercedes von der Kirche ab.

Vettel ist Kerber-Fan

Sebastian Vettel hat sich in Singapur als großer Tennis-Fan geoutet. Die Leistung von Angelique Kerber beeindruckte den Heppenheimer zuletzt besonders: „Ich hatte die Ehre, die neue Nummer 1 der Welt schon vor ein paar Jahren kennenzulernen. Sie war am Nürburgring mal bei mir in der Garage. Damals kannte sie noch keiner. Wir sind in Deutschland generell sehr verwöhnt, was sportliche Erfolge angeht. Ich hoffe, dass man ihr genug Aufmerksamkeit schenkt. Ich finde sie sehr sympathisch, weil sie nicht die Klappe aufreißt, sondern einfach abliefert.

Mercedes - GP Singapur 2016Foto: ams
Mechaniker arbeiten bei 30°C mit langen Ärmeln.

Zika-Alarm in Singapur

Trotz Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit konnte man im Fahrerlager und in der Boxengasse von Singapur viele Teammitglieder mit langer Oberbekleidung sehen. Ausrüster Puma hatte seinen Teams extra spezielle Shirts mitgebracht, die unter den normalen Hemden getragen wurden. Hintergrund für die ungewöhnliche Kleiderordnung ist die Angst vor dem Zika-Virus. Die von Mücken übertragbare Krankheit kann Fehlbildungen bei Neugeborenen auslösen.

Glitzer-Helme für Nachtrennen

Viele Piloten bringen zum Nachtrennen in Singapur traditionell Helme mit einer speziellen Lackierung mit. Dieses Jahr hatten sich unter anderem Sebastian Vettel, Fernando Alonso, Max Verstappen und Pascal Wehrlein neue Glanz- und Glitzer-Designs auf den Kopfschutz lackieren lassen.

Ehering verschollen

Georg Nolte, der PR-Berater von Nico Rosberg, erlangte in Singapur unfreiwillig Berühmtheit. Er hatte auf dem Flug nach Asien seinen Ehering in der Seitentasche des Sitzes vergessen. Über die sozialen Medien schickten viele Freunde des Hamburgers Appelle an die Fluglinie Emirates, doch noch mal ganz genau nach dem Schmuckstück zu suchen. Am Ende ohne Erfolg. Der Ring blieb verschollen.

Ocon-Party kurz nach Mitternacht

Esteban Ocon feierte im Fahrerlager von Singapur seinen 20. Geburtstag. Nach dem Drivers Briefing in der Nacht von Freitag auf Samstag wurde er um kurz vor 1 Uhr mit einer Torte vor dem Manor-Pavillon empfangen. Als Geschenk seines Teams überreichte Teamchef Dave Ryan es ein kunstvoll gestaltetes Poster vom GP Belgien, wo der Youngster sein F1-Debüt gefeiert hatte.

Reporter-Legende feiert Jubiläum

In Singapur wurden auch einige runde Nummern gefeiert. Nico Rosberg fuhr sein 200. Rennen. Bernd Mayländer war zum 300. Mal im Einsatz. Getoppt wurde das nur noch von Formel 1-Reporter-Legende Roger Benoit. Der Journalist vom Schweizer Blick hatte Einsatz Nummer 700. Bei Mercedes gab es am Freitag eine kleine Feier, bei der auch Rosberg, Hamilton, Lauda und Wolff zu der beeindruckenden Marke gratulierten.

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