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Radio Fahrerlager GP Spanien 2012

Die heißesten Storys aus Barcelona

Sauber Turboprop Flugzeug Formel 1 2012 Foto: Sauber 40 Bilder

Was sonst noch so am Wochenende in Spanien passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen aber nicht minder interessanten Geschichten aus Barcelona gesammelt. Dieses Mal mit Lewis Hamilton, Frank Williams, Bernie Ecclestone, Adrian Sutil und vielen mehr...

15.05.2012 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Sparplan auch ohne Red Bull-Teams

Die Chancen, dass die FIA die Kostenkontrolle in das Sportgesetz aufnimmt, werden größer. Der Weltverband könnte dies jetzt schon für 2013 beschließen, da zehn der zwölf Teams dafür sind. Wenn man sich bis zum 13. Juli entscheiden kann, reicht eine Dreiviertelmehrheit aus. Red Bull und Toro Rosso müssten sich dann fügen, ob sie wollen oder nicht. Noch nicht klar ist, wie die Kosten von der FIA kontrolliert werden sollen. Neun Teams befürworten die alte Max Mosley Idee der Budgetdeckelung. Gestaffelt abgesenkt von 170 auf 100 Millionen Euro pro Jahr. Die kleinen Teams wollen auch einen Aufschub der Einführung der Sechszylinder-Turbos. Sie befürchten zu hohe Kosten. Vielleicht zögert FIA-Präsident Jean Todt deshalb noch mit seiner Zustimmung.

Hamilton widerlegt Kritiker

Lewis Hamilton legte beim GP Spanien 31 Runden mit einem Reifensatz zurück. Damit war er Spitzenreiter. "Damit sollte endlich das Gerede aufhören, ich könne nicht reifenschonend fahren." Hamiltons Renntempo war überraschend hoch, denn der Engländer steckte fast immer im Verkehr. Er selbst sagt: "Wenn ein Reifensatz bei freier Fahrt 15 Runden hält, tut er das im Verkehr nur 12 bis 13 Runden."

Williams wird von Ecclestone geadelt

Der 70. Geburtstag von Frank Williams war zwar bereits am 16. April, aber er wurde erst einen Monat später gefeiert. Die ganze Fahrerlager applaudierte. Nach einem Video mit lobenden Worten der ganzen Formel 1-Gemeinde, zog Bernie Ecclestone Bilanz: "Alles was in diesem Film über Frank gesagt wurde, ist wahr. Er ist der einzige hier, der sich zu Recht Sir nennen darf."

Hubschrauber für Ersatznase

McLaren brachte eine neue Spielart seiner tiefen Nase und mit ihr einen neuen Frontflügel. Sie reckt sich jetzt vier Zentimeter höher in den Wind. Zu Trainingsbeginn gab es nur zwei Exemplare der neuen Nase. Die dritte wurde Sonntagvormittag in der Fabrik fertig und ging im Handgepäck mit der Morgenmaschine nach Spanien. Ein Lieferwagen und ein Helikopter warteten am Flughafen Barcelona Stand-by. Hätte einer der Piloten sein Exemplar im Training beschädigt, wäre die Ersatznase im Hubschrauber an die Rennstrecke gereist. So hätte man Zeit gewonnen. Der Zusammenbau des Flügels dauert eineinhalb Stunden.

Mercedes-Deal bis Monaco?

Mercedes-Vorstandschef Dieter Zetsche traf sich am Renntag von Barcelona mit Bernie Ecclestone und CVC-Chef Donald McKenzie. Es ging zunächst einmal darum, persönliche Verstimmungen zwischen Vertretern von Mercedes und dem Formel 1-Management auszuräumen. Diese hatten die Verhandlungen kurzfristig auf Eis gelegt. Danach tauschten die beiden Parteien ihre Gedanken darüber aus, wie Mercedes in das neue Concorde Abkommen bis 2020 zu integrieren sei. Offensichtlich liegt der Vorschlag einer Kompromisslösung auf dem Tisch. In der Woche vor dem GP Monaco soll darüber weiter gesprochen werden. Optimisten glauben, dass man in Monaco schon Vollzug melden kann.

Fröhlichen Muttertag

Kimi Räikkönens TV-Ansprache nach der Siegerehrung in Landessprache dauerte exakt fünf Sekunden. Nachdem der Finne für sein knappes Statement einen Lacherfolg erntete, wurde er gefragt, was er den finnischen TV-Zuschauern denn da zum Rennen in so kompakter Form erzählt habe. Da lachte Kimi verschmitzt: "Ich habe nur gesagt: fröhlichen Muttertag an alle Mütter."

Ein Spanien-Rennen weniger

Wie lange hat Spanien noch seine zwei Grand Prix? Der Vertrag mit Barcelona läuft 2013 aus. Valencia verliert mit seinem Stadtrennen viel Geld. Wegen der wirtschaftlich schlechten Lage wird die Reduzierung auf ein Rennen in Spanien ab 2014 immer wahrscheinlicher. Pedro de la Rosa sieht es fatalistisch: "Ich habe immer gesagt, dass zwei Grand Prix in Spanien ein Ausnahmezustand sind. Wir sollten stolz darauf sein und den Moment genießen, solange es ihn noch gibt."

Komplizierter Turbo-Hybrid

Die Firma Freescale und McLaren entwickeln gerade das neue Steuergerät für die Formel 1 ab 2014. Es soll Motor, Turbolader, die Hybridelemente, die Direkteinspritzung und die kraftübertragung kontrollieren. Die Prozessleistung wird um das Fünffache erhöht. Vor allem die Direkteinspritzung macht die Programmierung komplexer.

Lotus produziert Strom

Lotus hat sich mit dem chinesischen Fotovoltaik-Unternehmen Trina Solar zusammengeschlossen. Erster Erfolg der Partnerschaft: Auf dem Dach des schwarz-goldenen Motorhomes wurden Solar-Panele angebracht, deren Energieerzeugung in Echtzeit über Monitore abgelesen werden kann. Über das ganze Wochenende wurden 26,8 Kilowatt-Stunden Strom produziert - genug für 33 PCs.

Sushi-Knappheit bei Red Bull

Red Bull stellte beim Europa-Auftakt gleich zwei Sponsoren vor. Das ganze Wochenende wurde die Kollektion des Grazer Sonnenbrillen-Herstellers Pachleitner im Motorhome ausgestellt. Am Freitagabend stand dann die Vorstellung des neuen "Teamausrüsters" Joraku im Mittelpunkt. Das japanische Unternehmen versorgt den Weltmeister-Rennstall mit Sake. Das hochprozentige Getränk wurde mit Sushi gereicht. Allerdings wurde die Geduld der Gäste auf die Probe gestellt. Nur ein japanischer Sushi-Koch für rund 250 Personen - da dauerte es etwas länger bis jeder ein Fisch-Häppchen bekam.

Sutil juckt es wieder

Adrian Sutil ließ sich das erste Mal in dieser Saison im Fahrerlager blicken. Der Neunte des Vorjahres wurde von seinem ehemaligen Team Force India mit Pässen versorgt und stattete möglichen neuen Arbeitgebern einen Besuch ab. "Die Pause hat ganz gut getan", erklärte der Bayer. "Jetzt juckt es aber langsam wieder im Gasfuß. Ich bin bereit und warte auf einen Anruf." Ein neuer Arbeitgeber sei allerdings noch nicht in Sicht.

Alguersuari im Reifenfieber

Ex-Toro Rosso-Pilot Jaime Alguersuari ist seit Kurzem Testfahrer bei Pirelli. In der Woche vor dem Barcelona-Rennen durfte der Spanier in Jerez erstmals den neuen Renault R30 pilotieren, den der Reifenhersteller in dieser Saison als Testfahrzeug im Einsatz hat. Von Andalusien ging es direkt nach Katalonien, wo sich der ehemalige Red Bull-Junior medienwirksam als Reifenmonteur präsentierte.

McLaren-Boxenpannen die Vierte

McLaren hat auf die Fehler bei den Reifenwechseln in Bahrain und China reagiert. Der Mann am Rad hinten links wurde ausgewechselt. Aber auch in Barcelona ging es wieder schief. Lewis Hamilton rumpelte beim Losfahren über das gerade abmontierte Rad, das noch im Weg lief. "Es ist eine neue Mannschaft. Das braucht etwas Zeit, bis es eingespielt ist", versuchte Teamchef Martin Whitmarsh den erneuten Fehler zu entschuldigen.

Turbo-Prop im Sauber-Look

Sauber geht in die Luft. Der wichtigste Schweizer Flugzeugbauer, Pilatus Aircraft, hat eine PC-12 Maschine mit einer speziellen Sauber-Lackierung versehen. Der einmotorige Turboprop-Flieger brachte acht Teammitglieder, inklusive Teamchef Peter Sauber, von Zürich nach Barcelona. Dabei landete die kleine Maschine nicht etwa auf dem internationalen Flughafen sondern nur 15 Kilometer vom Circuit de Catalunya entfernt in Sabadell.

Schumi enttäuscht Hockenheim

Im Fahrerlager von Barcelona rührte eine kleine Delegation aus Hockenheim die Werbetrommel für den Grand Prix von Deutschland. Gut zwei Monate vor dem Rennen im Motodrom seien schon 45.000 Karten abgesetzt worden, erklärte Geschäftsführer Georg Seiler stolz. Die Organisatoren sind zuversichtlich, dass das Ergebnis von 62.000 Zuschauern von vor zwei Jahren übertroffen werden kann. "Ein Sieg von Schumacher würde uns sicher helfen, einen kleinen Boom auszulösen", so Seilers Hoffnung. Hat in Barcelona leider nicht ganz geklappt.

Perez zaubert am Ball

Zum Aufwärmen vor den Trainingssitzungen spielen viele Formel 1-Stars gerne Fußball. Nico Rosberg ist regelmäßig mit seinem Trainer hinter dem Mercedes-Motorhome am Ball, auch Toro Rosso-Junior Jean-Eric Vergné ist häufig mit dem Leder zu sehen. Der begabteste Ballkünstler fährt aber für Sauber. Sergio Perez konnte die Pille ohne Mühe mehr als 40 Mal in Folge mit dem Fuß jongliere. Und das zwischen den engen Tischen und Stühlen im Sauber-Motorhome. Nur eins passt nicht: Trotz des Chelsea-Deals seines Rennstalls hält der Mexikaner die Daumen immer noch für seinen Lieblingsclub FC Barcelona.

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