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Radio Fahrerlager GP Ungarn

Die heißesten Storys vom Hungaroring

30 Jahre Partnerschaft HUGO BOSS & McLaren Foto: HUGO BOSS, McLaren 35 Bilder

Auch Abseits der Piste ist am Nürburgring-Wochenende viel passiert. Wir haben für Sie die kleinen aber besonders interessanten Geschichten in unserer Rubrik Radio Fahrerlager gesammelt. Dieses Mal mit Mark Webber, Dietrich Mateschitz, Jenson Button, Felipe Massa und vielen mehr...

03.08.2011 Michael Schmidt, Bianca Leppert

Webber darf bleiben

Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz hatte es in einem Interview in Österreich bereits angekündigt. Mark Webber ist sein Wunschkandidat für das Cockpit neben Sebastian Vettel. Jetzt traut sich auch der Australier langsam aus der Reserve. Auf die Frage, wann er sich entscheide, meinte Webber: "Wir stehen kurz vor einer Unterschrift."

Insider-Motorenaffäre

Die Empörung über den Wechsel von FIA-Motorenexperte Gilles Simon zu dem neuen Formel 1-Hersteller Pure ist groß. Pure will 2014 mit einem V6-Turbo gegen die Automobilkonzerne antreten. Doch Ferrari, Mercedes und Renault sind sauer. Simon kennt als FIA-Delegierter sämtliche Geheimnisse und Daten der aktuellen V8-Motoren. Einer schimpfte: "Das ist ungefähr so, als würde FIA-Rennleiter Charlie Whiting morgen bei McLaren einen Job antreten."

Kniff mit dem Knick

Die Technikchefs einigten sich in Ungarn auf neue Auspuffregeln für 2014. Die ursprüngliche Fassung, wonach der Auspuff oben in der Motorabdeckung austreten muss, erwies sich als zu vage. Ein Ingenieur zeigte auf, dass man bei geschickter Anordnung des Endrohrs trotzdem Auspuffgase in den Diffusor ableiten können. Man hätte damit 40 bis 50 Prozent des aktuellen Aerodynamikeffekts erzielt. In der neuen Definition wird sichergestellt, dass die Endrohre nach Austritt aus der Verkleidung nicht abknicken dürfen.

Mach mal Urlaub

Die Formel 1 macht vier Wochen Pause. Mark Webber urlaubt in seiner Sommerresidenz in Südfrankreich. Felipe Massa und Rubens Barrichello fliegen zur Familie nach Brasilien. Jenson Button legt sich in Hawaii an den Strand. Heikki Kovalainen spielt Golf in Finnland. Und Jaime Alguersuari verbringt die rennfreie Zeit in seiner Heimatstadt Barcelona.

Aus Schaden schnell

Schön, dass sich die Formel 1 manchmal selbst ad absurdum führt. Felipe Massa fuhr 60 Runden lang mit einem Heckflügel, dessen linke Endplatte nach einer Berührung mit einem Reifenstapel halb abgerissen war. Trotzdem markierte der Brasilianer die schnellste Runde im Rennen. "Ich habe meinen Aerodynamikern befohlen, das Auto mit dissem kaputten Flügel in den Windkanal zu stellen. Da feilen sie wochenlang für ein paar Hunderstel am Detail herum, und dann wird das Auto trotz so eines Schadens schneller", scherzte Teamchef Stefano Domenicali.

Button im Vielfahrer-Club

Jenson Button ist der elfte Fahrer der GP-Geschichte, der die 200 Grand Prix-Marke geschafft hat. Einsamer Spitzenreiter ist Rubens Barrichello mit 315 GP-Starts. Gefolgt von Michael Schumacher (279), Riccardo Patrese (256), David Coulthard (246), Jarno Trulli (244), Giancarlo Fisichella (229), Gerhard Berger (210), Andrea de Cesaris (208), Nelson Piquet (204) und Jean Alesi (201).
 

Bernie als Verräter

Bei der Ferrari-Medienrunde nach dem Freitagstraining schlich sich Bernie Ecclestone in das Ferrari-Motorhome. Fernando Alonso gab gerade den spanischen Kollegen Rede und Antwort. Da griff sich Bernie das Mikrofon und fragte Alonso: "Ist es wahr, dass du heute Geburtstag hast?" Alonso gab schlagfertig zurück: "Bernie, im Moment sprechen wir hier Spanisch."

Flüsternd zum Reifenwechsel

Ab 2014 will die Formel 1 in der Boxengasse nur noch elektrisch fahren. Die Autos werden dann lautlos zum Reifenwechsel rollen und sich auch mit Elektrokraft von dort zur Boxenausfahrt bewegen. Puristen kritisieren diesen Plan der FIA. Ross Brawn hält ihn für vernünftig. "Zur Zeit ist KERS eine unsichtbare Technologie, die kaum ins Bewusstsein der Leute dringt. Wenn in der Boxengasse nur noch mit dem Elektroantrieb gefahren werden darf, dann werden die Zuschauer mit der Nase auf das Thema Hybrid gestoßen." Auf den Einwand, dass lautlose Formel 1-Autos nichts mit Motorsport zu tun haben, antwortet Brawn: "Lärm kann man auch künstlich produzieren, wenn es darauf ankommen sollte."

Transportschaden

Williams brachte drei neue Heckflügel als Express-Cargo nach Budapest. Zwei davon gingen beim Transport kaputt. Den einen verbleibenden bekam Rubens Barrichello exclusiv.

Es sind noch Karten da

Der Veranstalter des GP Ungarn blieb auf vielen Tickets sitzen. Das schlechte Wetter hielt viele Ungarn von einem Besuch ab. Und dann fehlte Robert Kubica. Der verletzte Formel 1-Star sorgte immer für einen starken Zulauf von Besuchern aus Polen. 

Außer Kontrolle

Die Diskussionen der Teams um eine Aufstockung des Personals an der Rennstrecke von derzeit 47 auf 55 Leute und die Reduzierung der Belegschaft in der Fabrik von 350 auf 315 Mitarbeiter ab 2012 wirft eine Frage auf. Wer kontrolliert das? "Wir hatten noch nie eine Kontrolle", bestätigt Frank Williams. Ferrari-Rennleiter Stefano Domenicali sagt: "Das ist eine Sache des gegenseitigen Vertrauens." Die kleinen Teams zweifeln die Ehrlichkeit der Großen an. "Da wird doch getrickst, wo es geht. Die bringen so viele neue Teile in so kurzer Zeit ans Auto, das ist mit 350 Mann gar nicht machbar", heißt es. Deshalb laufen jetzt doch Kontrollen in den Fabriken an. Bei Sauber tauchten die Inspektoren zuerst auf. Kein Problem. Das ganze Team beschäftigt inclusive Putzfrau nicht mehr als 280 Leute.

Mercedes reist mit Teddy

MercedesGP hat ein neues Teammitglied. Es ist stark behaart und hört auf den Namen Silbear. Der kleine Teddy aus der Fan-Kollektion reist mit dem Team zu jedem Rennen. Silbear hat Einsichten wie kaum ein anderer. Er durfte schon im Auto Platz nehmen oder die Fabrik besuchen. Die Fotos seiner Abenteuer gibt es auf der Fan-Seite von Mercedes GP auf Facebook.

Brot und Spiele

Der GP Ungarn begann für einige Journalisten nicht ganz nach Plan. Als sie am Donnerstag ihre Fahrerlager-Tickets bei der Akkreditierungs-Stelle abholen wollten, waren die Karten noch nicht fertig. Wir mussten nur zwei Stunden warten, andere harrten mehr als vier Stunden aus. Ausgerechnet am Mittag machte auch noch die Tankstelle nebenan zu. Wenigstens tröstete FIA-Pressesprecher Matteo Bonciani die ungeduldige Meute später mit ein paar Brötchen und Getränken.

Wer?

Kennen Sie einen Herrn Neway? Diesen Typen, der immer neue Wege beschreitet? Wir kennen nur einen sehr erfinderischen Geist im Fahrerlager, allerdings nennt er sich Newey und nicht Neway. So kündigte die FIA den Red Bull-Technikchef für die Pressekonferenz am Freitag an.

Alles Käse oder was?

Timo Glock ist für den engen Kontakt zu seinen Fans bekannt. Nun hat sich der Hesse wieder etwas neues einfallen lassen. Auf Facebook lud er 100 seiner Anhänger zum Kochkäseschnitzel-Essen in der hessischen Heimat ein.

Laufen lassen

Auf einer Rennstrecke müssen nicht immer nur Autos fahren. Wer sich im Fahrerlager ein sportliches Image zulegen will, joggt abends um die Strecke. Den Trend zum Dauerlauf nutzte UBS in Zusammenarbeit mit der Website www.runthattrack.info. Für jede Runde per pedes spendeten sie 300 Dollar an eine gemeinnützige Organisation.

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