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Radio Fahrerlager GP USA 2012

Die heißesten Storys aus Texas

Sergio Perez GP USA 2012 Foto: Sauber 26 Bilder

Was sonst noch so am Rennwochenende in Austin passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der Gerüchteküche gesammelt. Dieses Mal mit Sebastian Vettel, Niki Lauda, Bernie Ecclestone, Rubens Barrichello und vielen mehr...

21.11.2012 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Kilometerlange Schlangen am Bus

Austin feiert einen Rekordbesuch: 65.306 Besucher am Freitag, 82.710 am Samstag und 117.429 am Sonntag. Macht zusammen 265.445 Zuschauer an drei Tagen. Besser besucht waren nur Melbourne mit 267.000 Fans, allerdings an vier Tagen, und der GP England mit 275.000 Unentwegten, die sich auch nicht von Wind und Wetter abbringen ließen, Silverstone zu stürmen. Austin-Botschafter Mario Andretti freut sich für den Veranstalter: "Die Investitionen haben sich ausgezahlt. In der Stadt war Party wie beim Indy 500. Wir haben Tickets in jeden Bundesstaat der USA verkauft." Die befürchteten Staus blieben aus. Alle Fans werden mit Bussen an die Strecke gekarrt. "Die Schlange an den Sammelpunkten ist teilweise einen Kilometer lang", berichteten Zuschauer.

Im Privatjet nach Brasilia

Niki Lauda hatte es nach dem GP USA eilig. Gleich nachdem er sein RTL-Mikrofon abgelegt hatte, hetzte er zum Flughafen. Dort wartete schon sein Privatjet. Ziel der Reise: Brasilia. Lauda besucht dort seinen alten Kumpel Nelson Piquet. "Wir werden drei Tage Spaß haben."

Lotus in Zahlungsschwierigkeiten?

Bezahlt Bernie Ecclestone die ausstehenden Lotus-Gehälter? Angeblich wartet das Siegerteam von Abu Dhabi auf die nächste Rate aus Ecclestones Kasse, um die Löhne der 493 Angestellten und die Gage von Kimi Räikkönen bezahlen zu können.

Mario Andretti spiel Chauffeur

Die erste Runde auf dem Circuit of the Americas fuhr Mario Andretti im Jordan-Dreisitzer. Mit zwei Passagieren an Bord. Mario amüsiert sich. "Ich kam in Kurve 7 im fünften Gang quer über die Kuppe. Etwas zu schnell. Einer der Mitfahrer sagte hinterher: 'Da hätten Sie aber fast das Auto abgelegt.' Ich habe ihm geantwortet: Wieso, ich fahre immer so." Der 72-jährige Andretti hat viel zu tun. Er ist auch der Pilot des IndyCar-Zweisitzers. Im Augenblick wird ein Auto aufgebaut, das mit Passagier in Indianapolis einen die magische Grenze von 200 mph (322 km/h) erreichenden Schnitt schaffen soll. Andretti: "Da können aber nur noch ganz spezielle Gäste mitfahren. Die müssen gut trainiert und dürfen nicht zu schwer sein."

Helmdesigns sorgen für Aufregung

Lewis Hamilton und Sebastian Vettel mussten ihre Helmdesigns ändern. Vettel, weil auf der Stirnseite Werbung für Red Bull ("gives you wings") stand, die voll von der Überkopfkamera eingefangen wurde. Werbung auf der Oberseite des Helmes ist verboten. Vettel klebte den Schriftzug ab. Auch Hamilton musste zum Klebeband greifen. Er hatte hinten am Helm seine Initialen "H.A.M." stehen. Dummerweise twitterte der McLaren-Pilot, was er damit wirklich meint: H.A.M. steht für "hard as a motherfucker". Da die FIA Schimpfwörter nicht mehr erlaubt, mussten die Intialen verschwinden.

Alle Teams wollen Bezahlfahrer

Die IndyCar-Fahrer Rubens Barrichello, Dario Franchitti und Tony Kanaan liefen durchs Fahrerlager. Barrichello machte ein trauriges Gesicht: "Ich weiß nicht, ob ich nächstes Jahr IndyCar fahre. Sicher nicht bei meinem alten KV-Team. Alle wollen Geld. In der Formel 1 sind meine Chancen praktisch gleich null."

Die Formel 1 schreibt ihr eigenes Drehbuch

Der Film "Rush" über das Duell zwischen Niki Lauda und James Hunt in der Formel 1-Saison 1976 kommt im September 2013 in die Kinos. Regisseur Ron Howard schnupperte in Austin Grand Prix-Luft. "Ich bin eigentlich kein Autofan, fahre nur Familienkutschen. Für den Film haben mich die Story und die Charaktere von Niki Lauda und James Hunt mehr begeistert als der Sport oder die Autos. Ich beginne mich aber langsam mit der Formel 1 anzufreunden. Sie schreibt manchmal bessere Geschichten als die Filmindustrie. Die Saison 1976 ist das beste Beispiel: Würdest du so etwas erfinden, sagen deine Kritiker: Typisch Hollywood, da ist wieder die Phantasie mit ihnen durchgegangen." Laudas Nürburgring-Unfall wurde übrigens am Originalort im Bergwerk auf der Eifelpiste nachgestellt. "Wie wir das gemacht haben, kann ich nicht verraten. Lasst euch überraschen."

Keke Rosberg kommt zu Besuch

Keke Rosberg ist der letzte und einzige GP-Sieger in Texas. Der Finne gewann 1984 den Grand Prix in Dallas. "Bei 45 Grad Hitze". Rosberg senior kommt nur noch selten zu Rennen. In Austin tauchte er plötzlich im Fahrerlager auf. "Aber das hat nichts mt meinem Dallas-Sieg zu tun", wehrt Keke ab.

Schumi wird zum Pferdezüchter

Der GP USA ist nach Hockenheim und Spa das dritte Heimrennen für Michael Schumacher. "Meine Frau besitzt hier in Texas eine Ranch. Da wollen wir Pferde für Wettbewerbe züchten."

10.000 Fans für Sergio Perez

Zwischen Guadalajara, der Heimatstadt von Sergio Perez, und Austin liegen 1.215 Kilometer. "So nah an Mexiko bin ich seit acht Jahren nicht mehr gefahren", erzählt der Sauber-Pilot. "Meine ganze Familie ist da, sogar meine Oma. Die wollte mich unbedingt einmal live fahren sehen." Bei einer Autogrammstunde von Perez wollten rund 10.000 Fans eine Unterschrift. Etwa 200 hatten das Glück.

Vettel schaut kein Kinderprogramm

Sebastian Vettel wurde natürlich auf seine Flüche in Abu Dhabi ("we fucked up") angesprochen. Der Weltmeister wurde von der FIA gebeten, seine Sprache zu mäßigen. Er selbst meinte dazu: "Es war keine Absicht. Wenn ich jemanden damit verletzt habe, entschuldige ich mich. Aber vielleicht sollten die Leute lieber das Kinderprogramm anschauen."

Hundert Grand Prix später

Für Vettel ist der GP USA ein Déjà vue. 2007 fuhr er in Indy seinen ersten Grand Prix. Fünf Jahre später in Austin seinen 100. Da kommen Erinnerungen an das Debüt hoch. "Ich hatte einen schlechten Start und war im Ziel körperlich zerstört. Wahnsinn, dass ich jetzt bei 100 Grand Prix angelangt bin. Aber wenn du das tust, was dir Spaß macht, zählst du die Tage nicht."

HRT langsam, aber sicher

Bittere Wahrheit: HRT ist am Boden. Bis auf das Rennteam haben alle Mitarbeiter den Rennstall verlassen. 53 von 83 Mitarbeiter sind noch da. Das Geld reicht nur noch für die letzten zwei Rennen. Der spanische Rennstall steht zum Verkauf. Angeblich ist ein Sportrechtehändler interessiert. "Es traf uns aus heiterem Himmel", erzählt Pedro de la Rosa. Gerüchte, das Team könne sich keine neuen Teile mehr leisten, entgegnet der Spanier: "Unser Auto ist langsam, aber sicher."

Alonso-Souvenir für Grosjean

Fernando Alonso ist bekannt dafür, dass er die Helme seiner Konkurrenten sammelt. Am Donnerstag kam in Austin ein neuer "Skalp" hinzu. Er tauschte mit seinem ehemaligen Renault-Teamkollegen Romain Grosjean die Kopfbedeckung. "Es ist ein schönes Souvenir für mich. Und ich freue mich, ein Teil seiner Sammlung zu sein", erklärte der Franzose anschließend.

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