Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Radio Fahrerlager GP USA 2013

Die heißesten Storys aus Austin

Lewis Hamilton - GP USA 2013 Foto: Mercedes 66 Bilder

Was sonst noch so am Rennwochenende in Austin passiert ist, erfahren Sie in unserer Rubrik Radio Fahrerlager. Hier haben wir die kleinen Geschichten aus der texanischen Gerüchteküche gesammelt. Dieses Mal mit Mario Andretti, Sebastian Vettel, Lewis Hamilton, Dario Franchitti, Nelson Piquet und vielen mehr...

20.11.2013 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Vettel spielt Chauffeur in Austin

Sebastian Vettel ist ein Oldtimer-Fan. Als er bei der Fahrerparade vor dem Rennen in eine der legendären Cobra 427 gesetzt wurde, sagte Vettel zu seinem Chauffeur. "Ich fahre, du winkst ins Publikum." Tatsächlich tauschten die beiden die Plätze. Vier Tage zuvor machte der Weltmeister auf dem Weg nach Austin einen Abstecher nach Nashville, Tennessee. Dort gab es das aktuelle Infiniti-Modell Q50 zu fahren. Bei null Grad Außentemperatur.

Sensoren endlich exakt genug

Aufatmen bei der FIA. Gill Sensors hat neue Durchflussmengen-Messgeräte geliefert. Ein erster Test ergab, dass die Messungen jetzt innerhalb der geforderten Genauigkeit liegen. Betrug ist also ausgeschlossen. 2014 dürfen pro Stunde nur 100 Kilogramm Kraftstoff eingespritzt werden.

Franchitti macht Platz frei

Dario Franchitti hat seine Karriere nach seinem schweren Indy-Car-Unfall in Houston überraschend beendet. Der Schotte erlitt bei dem Crash einen Knöchelbruch und Wirbelverletzungen. Es war nicht das erste Mal, dass Franchitti mit seinem Auto einen Salto geschlagen hat. Der 40-Jährige will nun den Bogen nicht überspannen. Damit ist bei Ganassi ein attraktives Cockpit für die Indy-Car-Serie frei. Möglich, dass da auch ein arbeitsloser Formel 1-Pilot darauf spitz ist. Paul di Resta soll seine Fühler bereits ausgestreckt haben. Simona di Silvestro, die in Austin als Gast von Sauber durch das Fahrerlager lief, hätte das Cockpit auch gerne. Die Schweizer Rennfahrerin erzielte dieses Jahr mit Platz 2 in Houston ihr bestes Indy-Car-Resultat. "Ich weiß noch nicht, wo ich 2014 fahre. Penske, Ganassi oder Andretti wären ein Traum, aber da sind praktisch schon alle Plätze besetzt." Sie könnte weiter für KV fahren, zögert aber noch: "Es hat ein bisschen lange gedauert, bis sie beim Setup auf mich gehört haben."

Piquet muss Heimrennen auslassen

Nelson Piquet hat eine Herzoperation überstanden. Der Weltmeister von 1981, 1983 und 1987 hatte einen angeborenen Herzfehler, der vergangene Woche in Sao Paulo erfolgreich behandelt wurde. Piquet kann das Krankenhaus in dieser Woche verlassen. Seinen Routinebesuch beim GP Brasilien muss er aber auf nächstes Jahr verschieben. Stattdessen kehrt er in seine Heimatstadt Brasilia zurück.

Kimi 6 Wochen außer Gefecht

Kimi Räikkönen kam ebenfalls unters Messer. Die Operation an der Wirbelsäule ist gut verlaufen. Die Ärzte raten ihm zu vier bis sechs Wochen Rehabilitationszeit. Da kann man fast verstehen, dass Ferrari ihm geraten hat, den Eingriff so früh wie möglich vornehmen zu lassen. In zehn Wochen beginnt der erste Wintertest in Jerez.

Hülk fährt hinten offen

Nico Hülkenberg fuhr in Texas standesgemäß durch die Gegend. Statt einem stinknormalen Leihwagen bewegte der Sauber-Pilot einen Ford F150 Pickup mit großer Ladefläche. Und was schluckt der Bollermann an Sprit, Nico? "Ach es geht so. Auf dem Highway sind es 15 Liter auf 100 Kilometer."

Bad Boy Bernie

Bernie Ecclestone hatte schon immer Sinn für schwarzen Humor. Das laufende Gerichtsverfahren in London scheint ihm die gute Laune nicht nachhaltig verdorben zu haben. Seine Frau Fabiana lief schon am Donnerstag mit einem Pullover durch das Fahrerlager von Austin, auf dem stand: "Good girls love bad boys."

Andretti kein Rush-Fan

Mario Andretti hat sich kürzlich den Film "Rush" angeschaut. Amerikas PS-Legende ist ein Zeitzeuge. Andretti hat 1976 das Finale in Fuji auf Lotus gewonnen, jenes Rennen bei dem Niki Lauda ausstieg und James Hunt Weltmeister wurde. Der inzwischen 73-jährige Amerikaner gibt ein differenziertes Urteil über den Film ab: "Ich gehöre nicht zu dem Publikum, für das dieser Film gemacht wurde. Mein Urteil ist dadurch geprägt, dass ich diese Zeit miterlebt habe. Mir sind die Charaktere und die Handlung zu stark überzeichnet. Und einige der Sprüche zu sehr Klischee oder Erfindung. Ich meine, keiner von uns hat damals vor einem Rennen gesagt: Lasst uns heute nicht sterben. Wenn überhaupt, haben wir es höchstens gedacht."

Magnussen bietet das Komplettangebot

Die Verpflichtung von Kevin Magnussen weckt bei McLaren-Chef Martin Whitmarsh Erinnerungen. "Ich war derjenige, der 1991 seinen Vater Jan für McLaren verpflichtet hat. Der hatte ein unglaubliches Talent, gewann sieben Kart-Titel, das Formel Ford-Festival und 17 von 19 Rennen in der Englischen Formel 3-Meisterschaft. Aber das Gesamtbild passte nicht. Er war weder fit, noch hatte er die Entschlossenheit, die ein Champion braucht. Bei seinem Sohn bekommen wir das Komplettangebot."

Bekiffte Mexiko-Flagge

Bei McLaren gab es am Austin-Wochenende Ärger um mexikanische Flaggen. Auf den offiziellen Merchandising-Ständen des Rennstalls wehten Fahnen, die mit einem Cannabis-Blatt ergänzt wurden. "Die Flaggen an den Ständen waren nicht von uns authorisiert. Die Verkäufer wurden sofort nach Bekanntwerden aufgefordert, sie zu entfernen. Wir bedauern diese Peinlichkeit", entschuldigte das Team die Situation.

Helmdesign-Show in Austin

Gleich mehrere Fahrer waren in Austin mit Spezialhelmen unterwegs. Für Romain Grosjean, Jean-Eric Vergne, Sergio Perez, Esteban Gutierrez, Giedo van der Garde und Lewis Hamilton gab es neue teilweise verrückte Designs. Hamilton hatte sich zum Beispiel das Konterfei von Michael Jackson auf den Deckel lackieren lassen. Natürlich war auch Sebastian Vettel, wie nach jedem Sieg, mit einem neuen Kopfschutz ausgestattet worden. Im Training und Qualifying trug der Heppenheimer ein Modell mit der amerikanischen Flagge auf der Oberseite. Ein Fan hatte den Look bei einem Designwettbewerb eingereicht. Am Sonntag fuhr Vettel mit einem Helm von seinem gewohnten Künstler Jens Munser. Per Airbrush hatte der ihm einen Stier aufgesprüht.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden