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Radio Fahrerlager Singapur

Wiedersehen mit Ron Dennis?

Whitmarsh & Dennis Foto: dpa 57 Bilder

Suzuka steht bereits vor der Tür, da wollen wir schnell noch ein paar liegengebliebene Geschichten aus Singapur abarbeiten. Die interessantesten Storys abseits der Rennstrecke gibt es wie immer in unserer regelmäßigen Rubrik "Radio Fahrerlager".

30.09.2009

Gnade für Ron
Fahrerlagerverbote kommen in Mode. Flavio Briatore ist auf Lebzeiten gesperrt. McLaren-Chef Ron Dennis darf wegen der Lügenaffäre zwei Jahre lang nicht das Reich der Formel 1 betreten. Bei McLaren wird jedoch erzählt, dass Dennis in Abu Dhabi auftauchen will. Das Saisonfinale findet eine Woche nach der Wahl zum neuen FIA-Präsidenten statt. Max Mosley geht dann in den Ruhestand. Vielleicht glaubt Dennis, dass er von Jean Todt oder Ari Vatanen begnadigt wird...

Ghosn ließ Köpfe rollen
Der Renault-Skandal beschäftigt immer noch das Fahrerlager. Auch die Frage, warum Konzernchef Carlos Ghosn sechs Tage lang Flavio Briatore den Rücken gestärkt hat, um ihn dann zu entlassen. Der Sinneswandel liegt in der öffentlichen Reaktion. Kein Mensch glaubte Briatores Version, dass Nelson Piquet den Vorschlag machte, einen Crash auszulösen. Als Ghosn auf der IAA in Frankfurt seine Produkte vorstellen wollte, da wurde er vor allem mit einer Frage konfrontiert: Wie kann Renault so einen Betrug zulassen? Die Nummer eins im Konzern handelte schnell. Bevor weiterer Schaden angerichtet würde, mussten Köpfe rollen.
 
Wer zahlt für Sutils Crash?
Mit seiner Strafe von 20.000 Dollar für die Kollision von Adrian Sutil mit Nick Heidfeld führt der Force India-Pilot das Strafregister mit insgesamt 22.600 Dollar für drei Vergehen in diesem Jahr an. Auf Platz zwei liegt Kimi Räikkönen mit 11.600 Dollar. Sutil hofft, dass sein Team die Strafe bezahlt. Ob die FIA bei der Zahlungsmoral von Sutils-Chef soviel Geduld aufbringen wird?
 
Made in America
Das Rätselraten um USF1 geht weiter. Das Design des Autos soll im Zeitplan sein. Angeblich arbeiten 20 Ingenieure daran. Die Fertigungsmaschinen für die Fabrik in Charlotte sollen aber erst noch geliefert werden. Ein Treffen mit Cosworth wurde kürzlich abgesagt. Mögliche Fahrer wie Alexander Wurz oder Christian Klien werden mit unpräzisen Aussagen abgewimmelt. Die FIA will USF1 in den nächsten drei Wochen noch einmal überprüfen. Das hält Peter Windsor, einen der Teamchefs in spe, nicht davon ab, in der New York Times einen einseitigen Artikel über das Team zu verfassen. Windsor arbeitet zur Zeit noch als Journalist. In dem Bericht bleibt der Autor Konkretes schuldig. Es ist eine Anbiederung an den American way of life. Als ob er noch Sponsoren für sein Unternehmen suchen würde.
 
Campos gut aufgestellt
Campos und Dallara arbeiten weiter mit Volldampf an ihrem Formel 1-Projekt. Bei Dallara sind 53 Mitarbeiter beschäftigt, die das Auto Mitte Januar fertig stellen wollen. Im Campos-Management arbeiten 15 Angestellte an der Finanzierung. Insgesamt sollen einmal 130 Leute für den spanischen Nationalrennstall rekrutiert werden. Die Schlüsselfiguren stehen bereits fest. Teamchef ist Adrian Campos, Teammanager Graham Watson, Technikchef Gabriele Tredozi, Aerodynamikchef Ben Agathangelou, Karbonchef Ian Thompson, verantwortlich für Betrechnungen: Rob Newman.
 
Strahlende Formel 1
Der koreanische Elektronikkonzern LG ist nicht nur der Hauptsponsor der Formel 1. "Sie sind auch ein Technikpartner", betont Bernie Ecclestone. Das Leuchtsystem, das die Flaggen ersetzt, wurde von LG entwickelt. Auch die Signale in der Boxengasse. Im nächsten Jahr will sich LG die TV-Übertragungsqualität vornehmen. Der Vertrag mit der Formel 1 läuft über fünf Jahre. LG beschäftigt weltweit 84.000 Leute und macht einem Umsatz von 44,7 Milliarden Dollar. "Wir wollen die Marke mit der Formel 1 präsenter machen", erklärt Marketingchef Dermot Boden.
 
Asiatische Luftbrücke
Der Transport der Autos und der rund 300 Tonnen Material von Singapur nach Suzuka war eine logistische Meisterleistung. Die Teams begannen in Singapur um zehn Uhr Ortszeit mit dem Abbau. Acht Stunden später musste alles verpackt sein. Um neun Uhr morgens verließen die Frachtjumbos Singapur in Richtung Nagoya. Die Abbautruppe von McLaren fuhr von der Rennstrecke direkt an den Flughafen und flog zur gleichen Zeit wie das Material nach Japan. Für sie war der Dienstag frei. Die zweite Schicht verließ am Montagnachmittag Singapur und musste sich Dienstagmittag in Suzuka zum Dienst melden. Nachmittags um drei Uhr gab der japanische Zoll die Autos frei. Und das war das Zeichen zum Aufbau.
 
Enger Kalender
Die Teams fordern eine Korrektur im nächstjährigen Formel 1-Kalender. Monte Carlo und Istanbul liegen innerhalb einer Woche. Die Logistiker haben Bedenken, das ganze Material rechtzeitig von der Côte d‘Azur in die Türkei zu transportieren. Das ginge nur per Luftfracht, und die ist teuer.
 
Williams vs. Sauber
Williams spielt wieder mal den Störenfried. Das Team aus Grove sperrt sich gegen die Aufnahme eines 14. Teams, das zur Zeit Sauber ist. "Es fliegt doch sowieso noch einer aus dem Feld. Die Frage stellt sich gar nicht", verteidigt Technikchef Sam Michael seinen Chef. Der Rollstuhlgeneral will als einziger auch verhindern, dass Sauber an den TV-Einnahmen und Startgeldern von Bernie Ecclestone partizipiert. Sauber steht auf dem Standpunkt, dass der Nachfolger die Rechte von BMW übernimmt.
 
Glock im Stress
Timo Glock hatte nach dem Rennen nicht viel Zeit seinen zweiten Platz zu feiern. "Um vier Uhr müssen wir das Hotel verlassen und zum Flughafen", klagte der Toyota-Pilot. Als er im Fahrerlager auf die Uhr blickte war es bereits deutlich nach Mitternacht. "Irgendwelche Straßen sind gesperrt. Wir dürfen den Flieger aber nicht verpassen. In Japan warten die ganze Woche ein Haufen PR-Termine." Nach dem besten Saisonergebnis wollen in der Toyota-Heimat sicher noch einmal alle ganz genau wissen, wie das war unter dem Flutlich von Singapur.
 
Rosberg bleibt cool
Auch ohne direkte Sonneneinstrahlung wurde es in Singapur ein heißes Rennen. Auch in der Dunkelheit wollte die Quecksilbersäule nicht unter 30°C fallen. Um einen kühlen Kopf zu bewahren, probierte Nico Rosberg eine neue Klima-Weste. Das Hightech-Textil, das der Williams-Pilot in der Startaufstellung trug, gab nicht direkt Kälte ab, sondern leitete die Wärme besser vom Körper weg. "Es hat definitiv geholfen", erklärte der Pilot. Nun will er sie in allen heißen Rennen tragen.

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