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Räikkönen - der Pechvogel von Hockenheim

Foto: Wolfgang Wilhelm 40 Bilder

Wenn es eine Strecke gibt, mit der Weltmeister Kimi Räikkönen noch eine Rechnung offen hat, dann ist dies mit Sicherheit Hockenheim. Sechs Mal startete der Finne im badischen Motodrom, nur einmal kam er ins Ziel. 

17.07.2008 Claus Mühlberger

"In Deutschland ist es nie für mich so gelaufen, wie ich es erhofft habe.", sagt er. "Dabei mag ich die Strecke. Doch meine persönlichen Highlights sind bisher die Trainingsbestzeiten."

2001, beim Hockenheim-Debüt, riss an Räikkönens Sauber eine Antriebswelle.

2002 platzte bei 300 km/h ein Hinterreifen an seinem McLaren-Mercedes - das Aus.

2003 hatte er einen Unfall in der Startkurve mit Ralf Schumacher im BMW und Ferrari-Mann Rubens Barrichello.

2004 brach an Räikkönens McLaren der Heckflügel.

2005 warf ihn ein Hydraulikschaden aus dem Rennen, nachdem er die Trainingsbestzeit markiert hatte. Ein Mechaniker vergaß, eine Entlüftungsschraube korrekt anzuziehen.

2006 wurde der Fluch erstmals gebannt: Hinter dem Ferrari-Duo Michael Schumacher und Felipe Massa kam Räikkonen mit seinem McLaren-Mercedes zum ersten Mal in Hockenheim ins Ziel - als Dritter.

Ein unheimliche Serie. Dabei kommt Räikkönen mit der Strecke bestens zurecht. Mit einer Zeit von 1:13.780 Minuten, einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 223,182 km/h entsprechend, hält er den Rundenrekord. Er fuhr diese Fabelzeit allerdings schon im Jahr 2004, als die Formel 1-Autos noch mit Dreiliter-V10-Motoren ausgerüstet waren.

Kimi erwartet interessantes Rennen

Es ist wahrscheinlich ein Rekord für die Ewigkeit. Denn in der aktuellen Ära der 2,4-Liter-V8 wird der Rekord kaum wackeln. Und im nächsten Jahr werden die Autos wegen der gravierenden Abrüstung bei der Aerodynamik voraussichtlich nochmals langsamer.

"Ich hoffe auf heißes Wetter", sagt Räikkönen. "Dann werden alle Probleme mit den Reifen haben." Aber auch bei - wie von den Meteorologen vorhergesagt - gemäßigten Temperaturen wird das Rennen interessant werden. "Überholen ist zwar schwierig in Hockenheim", weiß der Weltmeister. "Aber unmöglich ist es nicht."

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