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Räikkönen erlebt Startdesaster

Fahrer oder Technik schuld?

Kimi Räikkönen - GP Italien 2015 Foto: Wilhelm 54 Bilder

Kimi Räikkönen nahm sich alle Chancen auf ein Podium in Monza bereits am Start. Doch immerhin bewies der Iceman Kampfgeist und holte in Italien zehn WM-Punkte. Trotzdem überwog die Enttäuschung.

08.09.2015 Andreas Haupt

Das nennt man einen klassischen Fehlstart. Kimi Räikkönen hatte beim GP Italien freie Sicht nach vorne. Als die Startampel auf Grün sprang, brach das Unglück über den Weltmeister von 2007 herein. "Ich habe alles wie immer gemacht. Aber das zweite Kupplungspedal war nicht an der korrekten Stelle."

In idealer Welt Erster, in Realität Letzter

Die Folge des Malheurs: Der Motor wechselte in den Anti-Stall-Modus, um ein Abwürgen zu verhindern, und der Iceman verwurzelte zunächst in seiner Startbox, während die anderen Autos links und rechts an ihm vorbeischossen. Als es mit Verspätung endlich losging, hatte der Ferrari nach wenigen Sekunden das ganze Feld vor Augen.

"Auf den TV-Bildern sah es so aus, als hätte Kimi mit den Fingern Probleme gehabt. Ich habe aber noch nicht alle Daten gesehen", drückte Teamchef Maurizio Arrivabene vorsichtige Kritik aus. "In einer idealen Welt wäre Kimi als erster in die Schikane eingebogen." So blieb der letzte Platz.

Räikkönen bewies vor den Tifosi jedoch Kampfgeist. Nach 6 Runden belegte er schon den neunten Platz. Das höchste der Gefühle war ein zwischenzeitlicher dritter Rang in den Umläufen 24 bis 27. Weil Ferrari seinen Routinier erst in der 28. Runde zum Reifenwechsel reinholte. "Der erste Stint war ein bisschen knifflig. Ich hatte einen etwas erhöhten Reifenverschleiß. Die Zweikämpfe haben nicht geholfen. Nach dem Reifenwechsel war das Auto aber sehr gut."

Räikkönen mit bestem Topspeed

Von der zehnten Position aus arbeitete sich Räikkönen nach dem Stopp in den verbleibenden 25 Runden wieder nach vorn. Mit Überholmanövern auf der Piste gegen Marcus Ericsson, Nico Hülkenberg und Sergio Perez. Den Mexikaner krallte sich der Ferrari kurz vor Schluss am Ende der Zielgeraden.

Dank des Ausfalls von Nico Rosberg wurde es schließlich der fünfte Rang. "Das Rennen war ok", urteilte Räikkönen. "Aber natürlich ist der fünfte Platz nicht toll, wenn man vom zweiten startet. Es ist nicht das erste Mal, dass ich in dieser Saison nach einem Rennwochenende enttäuscht bin."

Räikkönen haderte mit dem Schicksal. "Das Auto war ziemlich gut dieses Wochenende. Wir machen einen guten Job. Aber die Schwierigkeiten beeinträchtigen die Ergebnisse."

Ferrari verbaute für den Heim-GP neue Antriebseinheiten. Der Einsatz von 3 Entwicklungstoken sollte für mehr Leistung sorgen. Räikkönen lobte: "Wir gehen mit dem Motor in die richtige Richtung. Speziell die Force India sind schnell auf den Geraden. Ich war etwas überrascht, wie gut ich an ihnen vorbei kam. Es war aber kein großer Schritt." Beim Top-Speed führte Räikkönen die Rangliste mit 358,3 km/h an.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff stellte fest: "Ferrari ist konkurrenzfähiger und hat im Qualifying richtig zugelegt. Ich denke, sie haben sich ein bisschen was abgeschaut, dass wir im Qualifying nochmal nachlegen konnten. Und das haben sie am Samstag. Zu unserer Überraschung."

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