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Räikkönen

"Ich bin ganz der Alte"

Foto: dpa 13 Bilder

Bei dem Skiausflug des Ferrari-Formel 1-Teams nach Madonna di Campaglio zeigte sich der 28-Jährige Finne so, wie ihn die Formel 1-Welt kennt, oder zu kennen glaubt: Ein bisschen mürrisch, einsilbig, unpolitisch - aber manchmal auch unfreiweillig humorig.

10.01.2008 Claus Mühlberger

"Die Weltmeisterschaft hat mich nicht verändert", sagt Kimi Räikkönen. "Ich bin ganz der Alte. Ich habe 2007 das erreicht, was ich erreichen wollte."

Auf die Frage, wie hilfreich Michael Schumacher als Testfahrer sei, fiel Räikkönen zunächst nur ein: "Mit Sicherheit schadet er uns nicht." Manche mögen dies als Schlagfertigkeit werten, in Wahrheit aber war diese unbedachte Äußerung wohl eher der Tatsache zuzuschreiben sein, dass in Madonna di Campiglio traditionell nicht unbedingt die harte Konditionsarbeit im Vordergrund steht, sondern auch das entschlossene Bewachen der Hotelbar, und zwar bis in die frühen Morgenstunden.

Vor dem Formel 1-Pressecorps zeigte Räikkönen dann weniger Einsatzbereitschaft als tags zuvor auf dem Snowboard. So brummte er zum Beispiel, dass er hoffe, die erste Saisonhälfte verlaufe in diesem Jahr runder als im Vorjahr. "2008 wird viel leichter für mich im Team", stellte er fest. "Letztes Jahr kannte ich ja keinen bei Ferrari und wir mussten uns erst mal zusammenraufen."

Die Frage nach der Nummer eins Rolle im Team bügelte Räikkönen routiniert ab. "Wir fangen beide bei Null an. Wenn der andere Fahrer in einer besseren Situation ist, muss sich das Team fragen, wie man ihn unterstützen kann.

Räikkönen: "Wer weiß, was die Zukunft bringt"

Bis Ende 2009 läuft der Ferrari-Vertrag des Finnen. "Ich könnte morgen schon eine Verlängerung unterschreiben", verriet Räikkönen. "Ich habe aber keine Lust dazu. Zur Zeit gefällt mir die Formel 1. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt."

Räikkönen gehört zu jenen Fahrern, die sich am liebsten aus allem heraushalten. Ob ihm der teamminterne Kampf bei McLaren zum Titel verholfen hat, wollte einer wissen: "Ich weiß nicht", entgegnete Räikkönen. "Das ist mir auch egal."

Über seinen ehemaligen Rennstall McLaren konnte Räikkönen nur das Allerbeste berichten: "Ich hatte eine gute Zeit dort." Aber dann rutschte ihm doch noch heraus: "Wenn ich im Detail darüber sprechen würde, könnte es sein, dass ein paar Leute ärgerlich werden. Ich möchte da in nichts verwickelt werden."

Erster Check des neuen Boliden

Am Montag probierte der 28-Jährige Finne auf der Ferrari-Teststrecke in Fiorano sein neues Arbeitsgerät erstmals aus. "Der Test verlief sehr gut. Ich hatte ein sehr gutes Gefühl." Wegen Regens waren die 20 Runden allerdings nicht wirklich aussagekräftig.

Erst in der nächsten Woche wird es wirklich Ernst mit der Erprobung des F2008: "Bei dem dreitägigen Test in Jerez fahren wir mit zwei Autos", sagt Räikkönen. "Ich hoffe auf schönes Wetter."

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