Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Kimi Räikkönen wieder im Pech

Saison mit Pleiten und Pannen

Kimi Räikkönen - GP Ungarn 2015 Foto: Wilhelm 22 Bilder

Kimi Räikkönen war in Ungarn nach einem Superstart auf Podiumskurs. Doch dann stieg die MGU-K aus und verhinderte einen Ferrari-Doppelsieg. Der Finne hofft, dass die Pannenserie keine Auswirkungen auf seine Weiterbeschäftigung bei Ferrari hat.

29.07.2015 Andreas Haupt

Kimi Räikkönen kämpft um einen Ferrari-Vertrag für 2016. Doch die Zahlen sprechen gegen den 35-Jährigen. Nach Punkten steht es im Teamduell 160 zu 76 für Sebastian Vettel. Nach Siegen 2:0. Im Qualifying 8:2. "Ich habe mal hier, mal dort ein Problem, einen Fehler oder etwas Anderes. Das sorgt schlussendlich für schlechte Ergebnisse. Das Auto ist gut, und die Saison kein Desaster wie die letzte", rechtfertigt sich Räikkönen.

Lange Pannenliste für Räikkönen

Die Pannenliste des Finnen ist lang. In Australien zwang den Iceman eine lose Radmutter nach einem Boxenstopp zur vorzeitigen Aufgabe. In Österreich ein selbstverschuldeter Crash mit Fernando Alonso. Ausgelöst durch ein aggressives Motorenprogramm und zu viel Drehmoment nach dem Start. Schon zwei Wochen zuvor in Kanada ließ sich Räikkönen vom plötzlich eintretenden Kraftschub überrumpeln und warf einen Podestplatz weg. In Ungarn zwang ihn eine schadhafte MGU-K zur Aufgabe.

Defekte sind die eine Sache. Was sich Räikkönen aber neben seinen Fehlern ankreiden lassen muss, ist seine Quali-Schwäche. Samstags verbaute sich der Weltmeister von 2007 schon häufig ein besseres Rennresultat in dieser Saison.

In Budapest schien der Routinier nach einem Blitzstart sicher auf dem Weg zum zweiten Platz, was Ferrari den ersten Doppelsieg seit Hockenheim 2010 beschert hätte. Und den insgesamt 82. in der Historie des erfolgreichsten F1-Rennstalls. "Der Start war ziemlich gut. Wahrscheinlich sogar der beste des Jahres. Wir hatten leicht den Speed für einen Doppelsieg."

Räikkönen einfache Beute nach MGU-K-Ausfall

Kurz vor dem Hülkenberg-Crash nahm das Unheil seinen Lauf. Über Funk meldete Räikkönen einen Powerverlust. "Ich habe komische Geräusche hinter mir vernommen. Dann fühlte ich, wie die Kraft nachließ." Zu allem Überfluss schickte die Rennleitung nach dem Virtual Safety Car ein echtes Safety-Car raus, was das Feld zusammen stauchte. Und Räikkönen zu einer einfachen Beute machte, ohne die 160 PS aus der Elektromaschine.

Beim Restart rauschte Nico Rosberg vorbei, in Runde 51 Daniel Ricciardo. "Auf der Zielgeraden war ich sehr langsam. Aber die Rundenzeit war gar nicht so schlecht." Im 52. Umlauf steuerte Räikkönen die Box an. Ferrari wollte die Systeme neu hochfahren. Es klappte nicht. Zwar tuckelte der Iceman noch einmal raus, wenig später war der GP Ungarn aber vorbei für ihn. "Es ist eine weitere Enttäuschung für mich und das Team. Aber das ist Teil des Geschäfts und Rennfahren", kommentierte Räikkönen.

Ein gutes Ergebnis vor der Sommerpause wäre für den Ferrari-Piloten wichtig gewesen. "Am Ende des Tages steht der Ausfall. Die Leute können jetzt auf zwei Arten darauf schauen. Dass wir ein gutes Rennen hatten oder sie können nur auf das Resultat schauen. Ich weiß, wie ich das Rennen sehe."

Räikkönen möchte bei Ferrari bleiben. Doch will das Team auch ihn halten? "Es ist nicht meine Entscheidung. Sie tun, was sie wollen. Ich kann nur sagen: Wenn ich die Leidenschaft nicht hätte, würde ich zu Hause bleiben."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden