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Räikkönen sauer auf Lotus

"Hinterher ist man immer schlauer"

Kimi Räikkönen GP England 2013 Foto: Lotus 44 Bilder

Kimi Räikkönen hat seinen Rennstall beim GP England scharf in die Kritik genommen. Die falsche Strategie hat den Finnen Platz zwei gekostet. Chefingenieur Alan Permane gibt den Fehler zu, räumt aber ein, dass es gute Gründe für die Taktik-Entscheidung gab.

02.07.2013 Michael Schmidt

Kimi Räikkönen merkte den Fehler als erster. Als Fernando Alonso, Nico Rosberg, Mark Webber, Felipe Massa, Paul di Resta und Romain Grosjean kurz vor oder zu Beginn der zweiten Safety-Car-Phase zu einem zusätzlichen Reifenwechsel in die Boxen abbogen, da fragte der Finne am Funk: "Seid ihr euch sicher, dass wir hier keinen Fehler machen?"

Räikkönens Weitsicht erinnerte an Fernando Alonso, der 2010 beim Finale in Abu Dhabi vor seinen Ingenieuren wusste, dass man falsch taktiert und damit den WM-Titel an Sebastian Vettel verschenkt hatte. Bei Kimi kam es wie es kommen musste. Als das Safety-Car in Runde 46 die Strecke verließ, war die Jagd auf den gerade zweitplatzierten Lotus-Piloten freigegeben.

Mark Webber, Fernando Alonso und Lewis Hamilton flogen an Räikkönen vorbei, ohne dass der sich wehren konnte. "Mit meinen alten Reifen stand ich mit dem Rücken zur Wand." Zwei Runden mehr, und auch Felipe Massa wäre an dem Finnen noch vorbeigegangen. Der Brasilianer fuhr die letzte Runde um acht Zehntel schneller.

Räikkönen gibt dem Team die Schuld

Räikkönens Reifen waren bei der Freigabe des Rennens 17 Runden alt. Er hatte einen frischen Satz der harten Mischung in Runde 29 mitbekommen. "Auf den alten Reifen durchzuhalten war eindeutig die falsche Entscheidung. Das ist enttäuschend, aber nicht mein Fehler. Es ist jetzt das dritte Mal in Folge, dass wir nicht die Punkte bekommen haben, die wir verdient hätten. Wir müssen aufhören, Fehler zu machen."

Chefingenieur Alan Permane akzeptierte die Kritik. "Das zweite Safety-Car hat uns den zweiten Platz gestohlen. Wir hätten Kimi reinholen sollen. Es nicht getan zu haben, war ganz klar unser Fehler. Aber hinterher ist man immer schlauer."

Lotus schätzt die Gegner falsch ein

Permane erklärte, warum Lotus seinen WM-Kandidaten auf der Strecke ließ, während die Konkurrenz Reifen wechselte. "Wir haben zu spät erkannt, dass die anderen aus taktischen Gründen an die Box gekommen sind. Aus unserer Sicht war es Zufall oder pure Notwendigkeit."

"Alonso hatte einfach Glück, dass er kurz vor der Safety-Car-Phase reinkam. Er hätte also sowieso gestoppt. Webber hatte sich am Funk über Probleme mit seinen weichen Reifen beschwert. Wir dachten, dass ihm gar nichts anderes übrigblieb als noch einmal zu wechseln. Und Rosberg konnte sich wegen seiner komfortablen Führung einen Stopp leisten. Das war unverdächtig. Gegen Hamilton hätten wir sowieso keine Chance gehabt. Der hatte schon in der 36. Runde neue Reifen aufziehen lassen. Ehrlich gesagt waren wir auch überrascht, dass der Vorteil der frischeren Reifen so groß sein würde."

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