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Räikkönen startet von 17

"So etwas darf Ferrari nicht passieren"

Formel 1 GP Ungarn 2014 Kimi Räikönen Foto: xpb 93 Bilder

Kimi Räikkönen verpasste den Einzug in Q2, weil man sich bei Ferrari verzockte. Der Finne hinterfragte die Strategie mehrmals. Jetzt muss er von Platz 17 ins Rennen starten.

26.07.2014 Bianca Leppert

Das Qualifying zum GP Ungarn hatte jede Menge Drama zu bieten. Es ging bereits in Q1 los, als Lewis Hamiltons Mercedes in Flammen aufging und Kimi Räikkönen das Weiterkommen in den nächsten Qualifying-Abschnitt verpasste. Während der Ferrari-Pilot in der Box stand, musste er zuschauen, wie er von Ferrari-Junior-Fahrer Jules Bianchi im Marussia ausgebotet wurde. Dabei ging es äußerst knapp zu - 64 Tausendstelsekunden machten den Unterschied.

Räikkönen wollte nochmal raus

"Ich habe gefragt, ob ich nochmal rausgehen soll", sagt Räikkönen. "Das Team hat mir geantwortet, es sei alles in Ordnung. Ich bräuchte nicht nochmal rausfahren. Ich habe mich ein paar Mal rückversichert."

Doch letztlich vertraute der Iceman den Strategen und hielt sich an diese Entscheidung, die den 17. Startplatz einbrachte. "Wir treffen Entscheidungen als Team und heute war das eben das Ergebnis", sagt er. Für Kimi aber noch lange kein Grund auszuflippen oder gar daran zu denken, der Mannschaft den Rücken zu kehren. "Das ist für mich nicht gut und für das Team auch nicht. Fehler werden eben gemacht. Es bringt da nichts herumzuschreien. Ich habe in der Vergangenheit Fehler gemacht und werde auch in Zukunft welche machen." Weniger erklärungsbedürftig war Marco Mattiacci direkt nach dem Qualifying. Auf Nachfrage antwortete der Ferrari-Capo: "Kein Kommentar."

Darf Ferrari nicht passieren

Räikkönen will das Debakel nicht entschuldigen. "Einem Team wie Ferrari sollte das nicht passieren. Wir sind nicht das erste Jahr dabei. Wir müssen etwas ändern." Besonders ärgerlich erscheint der Fehler, wenn man bedenkt, dass Räikkönen im dritten Training mit Fernando Alonso auf Augenhöhe auf Platz 7. "Das ganze Wochenende lief hier gut. Wir waren in einer sehr guten Position. Aber wir haben es in Q1 vermasselt. Das ist schmerzhaft. Das Rennen wird morgen sicher hart."

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