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Räikkönen hält sich Hintertürchen offen

Trennt sich Button im Streit mit Brawn?

Brawn & Button Foto: dpa 68 Bilder

Auch nach der Bekanntgabe des Transfers von Jenson Button zu McLaren diskutiert die Fachwelt über die Gründe. Angeblich soll es zum Zerwürfnis mit seinem alten Team gekommen sein. Währenddessen relativiert der ausgebootete Kimi Räikkönen seine Ausstiegsandrohungen.

19.11.2009

Kimi Räikkönen hält sich nach der Ankündigung einer Formel-1-Pause doch noch eine Hintertür für einen Start in der kommenden Saison offen. Der finnische Ex-Weltmeister werde über ein Angebot des neuen Mercedes-Werksteams nachdenken, sagte sein Berater Steve Robertson dem britischen Fachmagazin "Autosport" am Donnerstag (19.11.).

Kimi-Auszeit immer noch wahrscheinlich

"Das ist die Formel 1. Wenn sie uns anbieten oder überzeugen können, dass sie Kimi eine Möglichkeit geben können, mit der er und wir zufrieden sind, und er meint, Rennen und die WM gewinnen zu können, dann soll man niemals nie sagen", erklärte der Manager. Dennoch sei eine Auszeit Räikkönens für 2010 und ein Start in der Rallye-WM immer noch die wahrscheinlichste Variante.

Der Champion von 2007 war nach zwei schwächeren Jahren trotz eines noch laufenden Vertrags bei Ferrari zum Saisonende abgeschoben worden. Ein Wechsel zu seinem Wunschteam McLaren scheiterte an seinen hohen Gehaltsforderungen. Ferrari zahlt dem 30-Jährigen allein 17 Millionen Euro Abfindung, wenn er im kommenden Jahr nicht in der Königsklasse fährt.

Räikkönen will ein Siegerauto

Nach dem Wechsel von Weltmeister Jenson Button zu McLaren ist das neue Mercedes-Team allerdings auf der Suche nach einem starken Teamgefährten für den Wiesbadener Nico Rosberg, dessen Verpflichtung in Kürze verkündet werden soll. "Es gibt nicht viele Teams, die Kimi gefallen würden. Er ist ehrlich, wenn er sagt, er will ein Siegerauto. Er ist nicht am Geld interessiert", sagte Berater Robertson.

Räikkönen sei frustriert, dass er in der abgelaufenen Saison nicht mehr Rennen gewinnen konnte und keine Rolle im WM-Kampf spielte. "Er will ein Auto, in dem er sein Talent zeigen kann", versicherte sein Manager.

Brawn zieht Angebot zurück

Währenddessen sind in britischen Medien neue Spekulationen über die Beweggründe für den Wechsel von Button zu McLaren aufgekommen. Nach Informationen des "Daily Express" soll es zum Zerwürfnis mit Ross Brawn gekommen sein, nachdem der Teamchef von den Verhandlungen seines ehemaligen Schützlings gehört hatte. Die Nachricht vom Besuch in der McLaren-Fabrik soll Brawn am Montag derart schockiert haben, dass er sein Angebot in Höhe von acht Millionen Pfund Jahresgage plus Punkteprämien wieder zurückgezogen hat.

Nur zwei Tage später gab McLaren bekannt, dass man Button für ein Salär von nur sechs Millionen Pfund unter Vertrag nehmen konnte. "Ich war sehr enttäuscht über die Art wie die Dinge mit Jenson beendet wurden", wird Brawn vom "Daily Express" zitiert. Auch Brawn-Geschätsführer Nick Fry glaubt nicht, dass Geld alleine der entscheidende Grund war. "Wir sind sehr enttäuscht das sich Jenson entschieden hat, das Team zu verlassen, weil wir ihm nach unserer Ansicht ein sehr großzügiges Angebot vorgelegt haben." Das Gehalt soll deutlich über dem gelegen haben, was in den letzten Tagen in der Presse verbreitet wurde.

Button schlecht beraten

Fry erklärte erneut, dass er nicht nachvollziehen könne, warum Button gewechselt sei. "Ich respektiere seine Entscheidung, auch wenn ich sie so wahrscheinlich nicht getroffen hätte. Ich glaube er ist schlecht beraten worden." Auf die Loyalität könne man heutzutage nicht mehr zählen, so Fry. "Wir verstehen die Logik seiner Entscheidung nicht. Ich denke Jenson muss sich noch einmal steigern, wenn er Lewis auf fremdem Terrain schlagen will."

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Lesen Sie zum Button-Transfer auch den aktuellen Blog von F1-Experte Michael Schmidt: "Der Fluch der Manager"

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