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Williams: Sutil, Bottas oder Barrichello

Räikkönen draußen, aber wer kommt?

Rubens Barrichello - Williams - GP Brasilien 2011 Foto: xpb 143 Bilder

Das Comeback von Kimi Räikkönen findet offenbar nicht bei Williams statt. Der Kontakt zu dem Finnen soll letzte Woche abgebrochen worden sein. Das Ausscheidungsrennen findet nun zwischen Rubens Barrichello, Adrian Sutil und überraschenderweise Valtteri Bottas statt.

25.11.2011 Michael Schmidt

Vor drei Wochen schien es beschlossene Sache zu sein. Kimi Räikkönen fährt für Williams, so trommelte es die Gerüchteküche im Fahrerlager. Jetzt ist es offenbar zwischen Räikkönen und Williams zum Bruch gekommen.

Über die Hintergründe darf gerätselt werden. Die einen behaupten, Räikkönens Management habe mehr Gehalt gefordert, als Williams bereit ist zu zahlen. Die anderen mutmaßen, dass Williams dem 32-jährigen Finnen keine Firmenanteile abtreten will. Räikkönen hatte zuvor bereits bei zwei anderen Teams versucht, sich mit einer 20-prozentigen Beteiligung einzukaufen.

Räikkönen will bei Formel 1-Team einsteigen

Wenn es stimmt, dass Räikkönen abgesagt hat, könnte das darauf hindeuten, dass er anderswo mit seinem Anliegen vielleicht fündig geworden ist. Bei Renault? Räikkönen hatte die Teamleitung vor dem GP Abu Dhabi kontaktiert. Allerdings hat der Weltmeister von 2007 schlechte Erfahrungen mit diesem Team. Man hatte bereits im Vorjahr verhandelt, war dann aber im Unfrieden auseinandergegangen.

Für Rubens Barrichello, Adrian Sutil und Valtteri Bottas wäre eine Absage von Räikkönen eine gute Nachricht. Aber nur für einen der drei. Barrichello hat bis heute weder eine Absage oder Zusage erhalten. Dass Williams mit einer Entscheidung bis nach dem GP Brasilien warten will, könnte ein schlechtes Zeichen sein. Man will sich in Brasilien nicht die Sympathien zu verscherzen, sollte man dem dienstältesten Fahrer im Feld den Laufpass geben. Das spräche für Sutil.

Sutil: Williams als Sprungbrett?

Die Mitgift wird die Fahrerwahl nicht beeinflussen. Sutils Sponsor Medion ist zwar für rund fünf Millionen Euro gut, doch Barrichello kann mittlerweile das gleiche Geld aufbieten. Der elffache GP-Sieger hat Sponsoren gefunden, und er würde Abstriche beim Gehalt machen.

Sutil will sich bei Williams offenbar nur ein Jahr binden, um sich für 2013 die Chance auf den Absprung zu einem Top-Team offenzuhalten. Bei Mercedes läuft der Vertrag von Michael Schumacher aus, bei Ferrari muss Felipe Massa um sein Cockpit zittern. Doch das könnte ein Hemmschuh werden. Einen Fahrer in Sutils Alter will man als Team für mindestens zwei Jahre verpflichten, quasi als eine Investition in die Zukunft. Bei einem wie Barrichello spielt die Länge des Vertrages keine große Rolle. Seine Karriere neigt sich dem Ende entgegen.

Bottas mit Außenseiterchance

Diese Sachzwänge bringen einen Fahrer auf den Plan, an den bis jetzt keiner dachte. Testpilot Valtteri Bottas hat bei den Testfahrten in Abu Dhabi einen anständigen Job gemacht. Und der 22-jährige Finne hat gewichtige Fürsprecher im Team.

Der frühere Technikchef Patrick Head soll einer sein. Williams-Mitbesitzer Toto Wolff der andere. Der österreichische Geschäftsmann managt zusammen mit Mika Häkkinen und Didier Cotton das finnische Talent. Bottas wäre aus sportlicher und technischer Sicht eine gewagte Wahl. Der GP3-Champion kann noch nicht allzuviel Rennerfahrung vorweisen. Zumindest nicht in Autos mit über 500 PS.

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