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Ralf rechnet ab

Foto: dpa

Ralf Schumacher ist rechtzeitig vor Saisonbeginn in Geberlaune. Sein Toyota ist ihm zu langsam, sein Bruder eine Last und Kimi Räikkönen zu arrogant.

07.03.2006

Nachdem sich Ralf Schumacher in den vergangenen Jahren immer grandios vertippte, wenn er galt, den zukünftigen Weltmeister zu benennen, hat er nun die Taktik gewechselt und verrät, wer es in jedem Fall nicht wird - nämlich sein Bruder. "Ferrari wird dieses Jahr nicht in der Lage sein, wieder Weltmeister zu werden", sagt der Toyota-Fahrer in der "Bild"-Zeitung. Als Hauptursache hat er die Reifen ausgemacht: "Dadurch, dass wir bei Toyota jetzt auch mit Bridgestone fahren, habe ich einen ganz guten Einblick in die Daten der anderen Bridgestone-Teams."

Der jüngere Schumacher-Bruder präsentiert sich kurz vor Saisonbeginn in bester Geber-Laune. Von der Leistungsfähigkeit seines eigenen Teams hält er derzeit wenig. Das Wort Sieg nimmt er gar nicht erst in den Mund. "So sehr ich es hoffe, es sieht nicht danach aus. Wir sind nicht schnell genug", sagt Ralf.

Ralf Schumacher: "Der arroganteste Idiot"

Was seinen bisherigen Werdegang betrifft, betrachtet der jüngere Bruder den großen Namen des älteren Michael klar als Hemmschuh: "Es war mehr Last als Hilfe, das hat sich so durch meine Karriere gezogen, komplett," sagte er gegenüber der "Stuttgarter Zeitung".

Einen ordentlichen Schwinger landet Ralf Schumacher auch gegen Vize-Weltmeister Kimi Räikkönen: "Der gilt als cool, weil er nichts sagt. Wenn ich so durchs Fahrerlager laufen würde wie Räikkönen, gälte ich als der arroganteste Idiot überhaupt."

Popularität schwindet

Ohnehin sieht Ralf seine Popularität schwinden. Während 30 Prozent der Bundesbürger in einer vom TV-Sender Premiere in Auftrag gegebenen Umfrage Michael Schumacher sympathisch finden, kommt Ralf nur auf 16 Prozent. Der Toyota-Fahrer muss sich neuerdings auch hinter Nick Heidfeld anstellen, der immerhin 25 Prozent ergattert. Nur sechs Prozent der Deutschen outen sich dagegen als Fans von Nico Rosberg.

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