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Ralf Schumacher droht Williams

Im Poker um einen neuen Williams-BMW-Vertrag hat Ralf Schumacher erstmals mit Abschied gedroht und zwei Wochen vor Beginn der Formel-1-Saison schwere Vorwürfe gegen seinen Teamchef erhoben.

23.02.2004

"Frank Williams stellt mich als Abzocker dar, aber da kann ich nur lachen. Er weiß, dass ich zukünftig fast auf die Hälfte meines aktuellen Gehalts verzichten würde. Das stand so auch im Vertrag, der ja längst fertig war", sagte der 28-Jährige der "Bild am Sonntag".

Doch "Sir Frank" habe sein Vertragsangebot (Schumacher: "Ich wollte unterschreiben") beim Saison-Finale im vergangenen Oktober in Suzuka "plötzlich zurückgezogen". Ralf Schumacher, der seit 2000 für den britisch-deutschen Rennstall fährt, kritisierte seinen Chef ungewohnt heftig: "Wenn mir jemand etwas zusagt und per Handschlag besiegelt, dann gehe ich davon aus, dass das danach nicht wieder gebrochen wird."

"Menschlich enttäuscht" von Frank Williams zeigte sich der Kerpener. Der in Österreich lebende Rennfahrer denkt deshalb an das Ende der Zusammenarbeit: "So schwer mir und meinem Manager Willi Weber eine Trennung von unseren BMW-Freunden fallen würde - vielleicht kommt es dazu. Das wäre sehr traurig, aber ich kann mich von Williams nicht veräppeln lassen. Und Williams ist im Team nun mal für die Fahrer-Verträge zuständig."

Ralf sieht sich in guter Position

Obwohl sich Ralf Schumacher, dessen Vertrag am Ende dieser Saison ausläuft, in den ersten Rennen der am 7. März in Melbourne beginnenden Saison beweisen muss, sieht er seinen Arbeitgeber bei den Verhandlungen "unter großem Druck". Da Teamkollege Juan Pablo Montoya für die nächste Saison bereits bei McLaren-Mercedes unterschrieben hat, wähnt sich der Deutsche in einer starken Position: "Wenn sie nach Montoya für 2005 auch noch den zweiten Fahrer verlieren, haben sie ein Problem."

Als Vorteil sieht Montoya die frühzeitige Bekanntgabe seines Wechsels. "Ich empfinde es als sehr wohltuend, dass ich mir jetzt keine Gedanken über 2004 und darüber hinaus machen muss", sagte der WM-Dritte der "Welt am Sonntag". Genau wie sein Teamkollege Ralf Schumacher sagte Montoya dem sechsmaligen Weltmeister Michael Schumacher den Kampf an.

"Seine Leistungen sprechen für sich, aber Michael hatte auch nie eine extrem starke Opposition in seiner Karriere. Dieses Jahr wird sich das ändern, denn es gibt eine Menge Fahrer, die jetzt Rennen gewinnen können und es auch unbedingt wollen", stellte Montoya fest. Einer davon ist Ralf Schumacher: "Wir haben lange genug vom Titel geredet - es wird Zeit, dass wir ihn auch holen."

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