Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Ralf Schumacher

"Hab ich was verbrochen?"

Foto: dpa

Ralf Schumacher wähnt sich angesichts seiner Pech- und Pleitenserie fast schon als Opfer einer Verschwörung der Renngötter. Mit Alkohol, Fatalismus und Kampfgeist versucht der Williams-BMW-Fahrer die Krise zu meistern.

14.06.2004

Nach dem Sturz vom Podest in Montreal ertränkte Ralf Schumacher seinen Frust in Champagner. "Hier in meinem Hotel waren sie so lieb, mir für meinen zweiten Platz eine Flasche Champagner aufs Zimmer zu stellen. Ich denke, bevor sie die Flasche wegen meiner Disqualifikation wieder abholen, mach' ich mich lieber daran, sie mit ein paar Freunden zu vernichten. Ein Frust-Gläschen kann jetzt nix schaden", klagte der Williams-BMW-Pilot.

Ein fast perfektes Formel-1-Wochenende endete für Ralf Schumacher mit einer erneuten Pleite. "Hab' ich irgendwas verbrochen, dass es für mich so knüppeldick kommt?", fragte der Williams-BMW-Pilot am Sonntagabend, nachdem er von seiner nachträglichen Disqualifikation beim Großen Preis von Kanada erfahren hatte. Der sich andeutende Aufschwung wurde durch die Entscheidung der Rennkommissare in Montreal, die Luftzufuhr der Bremskühlung an den Williams-BMW als regelwidrig einzustufen, abrupt gestoppt.

Ralf Schumacher: "Entschuldigung nützt nix"

Mit der Pole-Position am Samstag und dem zweiten Platz im Rennen hinter seinem Bruder Michael im Ferrari sorgte Ralf Schumacher nach schwachen Leistungen, drei Ausfällen in zuvor sieben Rennen, gerade einmal zwölf WM-Punkten und den nicht enden wollenden Spekulationen um seinen Wechsel zu Toyota endlich wieder einmal für positive Schlagzeilen - ehe vier Stunden nach dem Rennen alle Hoffnungen dahin waren.

"Da nützt es mir auch nix, dass sich Frank Williams gleich telefonisch bei mir entschuldigt hat, und da nützt es auch nix, dass das Kühlsystem nix bringt, weil es nicht optimal ist - ein Regelverstoß bleibt ein Regelverstoß, und dafür muss man bestraft werden!", zeigte sich der Kerpener einsichtig.

Ralf Schumacher: "Gesamteindruck zunichte gemacht"

Wie sein Teamchef Williams und sein Technischer Direktor Sam Michael zeigte Ralf Schumacher Verständnis für die harte Strafe: "Das muss ich leider so hinnehmen, auch wenn es natürlich schwer fällt. Es ist sehr, sehr schade, weil damit der positive Gesamteindruck dieses Rennens zunichte gemacht wird." Kaum ein Trost für den 28-Jährigen war es, dass sein Teamkollege Juan Pablo Montoya sowie die beiden Toyota-Fahrer Cristiano da Matta und Olivier Panis aus demselben Grund ebenfalls ihre Plätze und Punkte verloren.

Vor dem nächsten Rennen am kommenden Sonntag 20.6.) in Indianapolis gibt sich Ralf Schumacher kämpferisch: "Ich werde motiviert weiterarbeiten, und das Gute daran ist ja, dass wir schon in einer Woche die Chance haben, diese Scharte auszuwetzen."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden