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Ralf Schumacher

Kein Zeitdruck

Foto: dpa 32 Bilder

Ralf Schumacher ist drei Tage nach seinem schweren Unfall von Indianapolis auf dem Wege der Besserung und setzt seine medizinischen Behandlungen zu Hause fort. Sein Einsatz in Magny Cours ist weiter ungewiss.

23.06.2004

Der Williams-BMW- Pilot, der sich bei dem Crash eine schwere Gehirnerschütterung und Prellungen zuzog, hat nach Angaben seines Sprechers Thomas Hofmann vom Mittwoch mit einer so genannten Bio-Feedback-Behandlung begonnen.

Diese soll Ralf Schumacher beim Auskurieren der Unfall-Folgen wie Kopfschmerzen helfen und sei nicht mit einer psychologischen Behandlung zu verwechseln, erklärte der Sprecher. Bereits im vergangenen September habe sich die Behandlung nach dem schweren Testunfall von Monza bewährt. "Wichtig bleibt aber, dass er die nächsten Tage Ruhe hat", so Hofmann weiter.

Williams: "Keine Deadline"

Nach wie vor ist nicht entschieden, ob Ralf Schumacher womöglich beim nächsten Grand Prix am 4. Juli im französischen Magny-Cours pausieren muss. "Ralf wird sich wie geplant weiter zu Hause erholen. Es ist zu früh, um irgendwelche Entscheidungen zu treffen, ob er in Magny-Cours fahren kann oder nicht", sagte der Schumacher-Sprecher.

Auch das Williams-BMW-Team drängt nicht auf eine Entscheidung. "Es gibt keine Deadline", erklärte eine Williams-Sprecherin. "Ralf bekommt die Zeit, die er braucht." Das Team könnte erneut auf den spanischen Ersatzpiloten Marc Gené, der Schumacher bereits im September beim Rennen in Monza ersetzt hatte, sowie auf Testfahrer Antonio Pizzonia zurückgreifen.

Karl Wendlinger: Gedächtnisschwund ist positiv

Unterdessen hat der frühere Formel-1-Pilot Karl Wendlinger, der 1994 einen äußerst schweren Unfall überlebt hatte, Ralf Schumacher Mut gemacht. Die Tatsache, dass Ralf sich nicht an den Unfall erinnern kann, wertete der Österreicher in einem Interview der Münchner Abendzeitung als positiv. "Deswegen wird er den Unfall wegstecken können. Die Frage ist, wie lange das dauert", sagte Wendlinger. Allerdings bleiben die Eindrücke eines schweren Unfalls seiner Ansicht nach unterbewusst bestehen. "Das lässt dich nicht mehr los, das wird auch bei Ralf so sein."

Der Österreicher verteidigte Schumacher gegen von Williams-Technikchef Patrick Head ausgelöste Vorwürfe, wonach Ralf Schumacher seit seinem schweren Unfall im Vorjahr angeblich nicht mehr so leistungsfähig sein soll. "Head ist kein Sozialpädagoge, der will Ralf unter Druck setzen. Fair war das nicht." Schumacher habe seither auch kein siegfähiges Auto mehr gehabt. "Sein Teamkollege Montoya hat seitdem auch nichts mehr gerissen. Und der hatte keinen Unfall", sagte Wendlinger.

Ralf Schumacher hatte am Vortag nach seiner Rückreise aus den USA betont, dass der Unfall keine mentalen Folgeschäden verursacht habe. "Ich bin nicht schockiert, ich bin nicht psychisch angeschlagen - ich habe einfach eine Gehirnerschütterung", erklärte er. Den Crash, an den er sich nicht erinnern kann, hat er nach eigenen Angaben auf DVD im Fernsehen angesehen. "Völlig emotionslos habe ich den Unfall gesehen, zwei Gedanken kamen mir spontan in den Sinn: Erstens, da hab' ich mir ja gerade die richtige Stelle für den Crash ausgesucht. Und zweitens, viel ist hinten am Auto nicht übergeblieben."

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