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Ralf Schumacher

"Nur ein Freundschaftsdienst"

Foto: Force India 33 Bilder

An Ralf Schumachers gelben Helm in einem der weinrot lackierten Force India-Autos, die bis vor fünf Wochen noch Spyker hießen, muss man sich erst gewöhnen. Vielleicht bleibt es bei einer einmaligen Konstellation.

06.12.2007 Michael Schmidt

"Die Chancen, dass ich nächstes Jahr für Force India fahre", sagt Ralf Schumacher, "sind eher gering." Der 32-jährige Deutsche betrachtet sich nicht als einer von sieben Kandidaten für das zweite Cockpit neben Adrian Sutil. Für ihn ist der Testtag in Jerez ein Freundschaftsdienst für den indischen Milliardär Vijay Mallya, der 50 Prozent des Teams im Oktober für 48 Millionen Dollar gekauft hatte.

Sieben Testfahrer in Jerez

Vorbesitzer Michiel Mol legte noch einmal 22 Millionen drauf, um den Rennstall von dem in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Sportwagenhersteller Spyker freizukaufen. "Vijay hatte mich in Monza gefragt, ob ich mal für ihn testen würde, wenn er das Team kaufen sollte. Da habe ich zugesagt", erzählt Ralf. Als er hörte, dass außer ihm auch noch Giancarlo Fisichella, Franck Montagny, Christian Klien, Vitantonio Liuzzi, Roldan Rodriguez und Guido van der Garde in Jerez für Force India antreten würde, wollte Schumacher schon absagen.

"Ich habe Vijay gesagt, dass ich dann ja wohl überflüssig sei, aber wollte unbedingt meine Meinung zum Auto und zum Team hören." Innerlich scheint sich Ralf Schumacher trotz Angeboten aus der DTM mit dem Gedanken bereits angefreundet zu haben, nächstes Jahr überhaupt nicht zu fahren: "Ich muss ja nicht. Es gibt auch außerhalb des Motorsports Projekte, die mich interessieren."

Force India rüstet auf

Schumacher warnt, das Projekt seines Freundes aus Indien zu unterschätzen: "Er meint es ernst und steckt da echt Geld rein. Im technischen Bereich soll es an nichts fehlen. Mittelfristig kann da mal ein Team wie Red Bull draus werden." Wie ernst es Mallya meint, zeigen die jüngsten Verpflichtungen im Konstruktionsbüro. Technikdirektor Mike Gascoyne heuerte seine früheren Arbeitskollegen Mark Smith und Ian Hall an. Der kommt von Red Bull, der andere von Toyota. Alle zusammen waren vor Jahren einmal bei Jordan und Renault.

Giancarlo Fisichella teilt Ralf Schumachers Meinung: "Das Team ist nicht mehr zu vergleichen mit Spyker. Die arbeiten wie die Großen mit zwei Windkanälen." Der Römer glaubt, dass er im Auswahlverfahren gute Karten hat. Er setzt darauf, dass Force India neben Sutil einen Mann mit Erfahrung braucht." Dafür dass Christian Klien am Mittwoch in seiner schnellsten Runde um drei Zehntel schneller war, hat Fisichella die übliche Erklärung: "Ich steckte im entscheidenden Moment im Verkehr fest und habe eine halbe Sekunde verloren."

Klien sieht seine Chancen optimistisch: "Ich habe schon Barcelona gute Arbeit abgeliefert. Gegen Fisichella muss ich mich nicht verstecken. Weder auf eine Runde, noch über eine längere Distanz. Da beginnt Fisichella etwas schneller, dafür bauen seine Reifen später schneller ab. Ich habe es langsam angehen lassen und war dafür am Ende des Longruns schneller."

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