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Rassismus

Mosley droht mit Sanktionen

Foto: dpa

Vor den Formel-1-Testfahrten in dieser Woche in Jerez hat FIA-Präsident Max Mosley umgehende Strafen angekündigt, sollte es in Spanien erneut zu rassistischen Vorfällen kommen.

10.02.2008

"Wir werden alles tun, was wir können, dies auszumerzen. Wir werden tun, was immer notwendig ist", sagte der Chef des Internationalen Automobilverbandes FIA der "Sunday Times". Sollte das Problem nicht in den Griff zu bekommen sein, gebe es Sanktionen bis hin zur Streichung von einem der beiden spanischen Grand Prix in Barcelona und Valencia.

Angriffe gegen Hamilton

Vor rund einer Woche war es auf dem Circuit de Catalunya nahe Barcelona, wo am 27. April der Große Preis von Spanien ausgetragen wird, zu Pöbeleien und rassistischen Parolen gegen den dunkelhäutigen McLaren-Mercedes-Piloten Lewis Hamilton gekommen. Der britische Vize-Weltmeister, dem sich im vergangenen Jahr der zweimalige spanische Champion Fernando Alonso im Stallduell hatte geschlagen geben müssen, war schwer beschimpft worden.

Zudem hatten Fans Gegenstände in Richtung der Silberpfeil-Box geworfen, die entsprechende Tribüne müsste zwischenzeitlich gesperrt werden. Die FIA hatte daraufhin Aufklärung durch den spanischen Motorsportverband gefordert, der sich seinerseits hinter Hamilton gestellt und die Vorkommnisse scharf verurteilt hatte.

Mosley droht mit GP-Absage

"Wenn eine kleine Gruppe von Menschen involviert ist, sollte es möglich sein, dies sofort zu stoppen", sagte Mosley der Londoner Zeitung. "Wenn nicht, dann haben wir Sanktionen und wir könnten den Grand Prix herausnehmen", so der FIA-Chef. Mit Konsequenzen müssten gegebenenfalls auch die Verantwortlichen in Valencia rechnen. Dort wird am 24. August erstmals der Große Preis von Europa auf einem Stadt- und Hafenkurs ausgefahren.

Mosley betonte aber auch, dass die Rufe nach einer Streichung einer der beiden WM-Läufe in Spanien voreilig seien. Den zuständigen Behörden und Verbänden erst gar nicht die Möglichkeit einzuräumen, das Problem zu meistern, bedeute, über das Ziel hinauszuschießen. "Aber es ist notwendig, klarzumachen, dass es nicht toleriert wird. Das haben wir gemacht", sagte Mosley.

Er berichtete auch davon, dass nach Aussage von Hamiltons Vater Anthony der Pilot auch von einigen spanischen Fans bei dem Rennen im vergangenen Jahr in China angepöbelt worden sein soll. Sollte dies auch in Australien beim Saisonauftakt am 16. März passieren, könnten diese Anhänger gegebenenfalls sogar unter Arrest genommen werden. Zuvor stehen vom 25. bis 27. Februar allerdings weitere Testfahrten in Barcelona an.

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