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Reaktionen auf Hülkenbergs Le Mans-Sieg

"Bin neidisch auf Nico"

FIA Pressekonferenz - GP Österreich - Formel 1 - Donnerstag - 18.6.2015 Foto: xpb 154 Bilder

Nico Hülkenberg ist seit dem letzten Sonntag ein Le Mans-Sieger. Das ist in der Welt des Motorsports wie ein Orden. Der Deutsche hat mit seinem Sieg das Interesse an Le Mans im Formel 1-Zirkus angefacht.

18.06.2015 Michael Schmidt

Nico Hülkenberg kann vier Tage nach seinem Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans richtig strahlen. "Mit mehr Abstand realisierst du erst richtig, was da letztes Wochenende passiert ist. Am Abend des Rennens war ich einfach nur platt. Ich kann nur sagen: Es schläft sich gut als Le Mans-Sieger."

Romain Grosjean weiß, wovon Hülkenberg spricht. Er ist selbst schon einmal bei dem Langstrecken-Klassiker gefahren. 2010 in einem Ford GT1. "Ich bin neidisch auf Nico. Dieses Rennen wollte ich immer einmal gewinnen. Und ich werde dorthin noch einmal zurückkehren." Im Moment liegt eine Doppelbelastung wie bei Hülkenberg nicht drin. "Ich bin vor einem Monat zum zweiten Mal Vater geworden. Da kann ich nicht drei Wochen weg von zuhause sein."

Hülkenberg Türöffner für andere

Grosjean freut sich mit Hülkenbergs Sieg beim Debüt: "Jeder weiß, wie gut Nico ist. Er hat in seiner Karriere in jeder Kategorie gewonnen, in der er gefahren ist. In der Formel 1 hat er nicht das nötige Material dazu. Deshalb hat er den Le Mans-Sieg auch verdient." Grosjean glaubt, dass der Force India-Pilot damit möglicherweise eine Lawine losgetreten hat. "Nico hat gezeigt, dass man wie in den alten Zeiten gleichzeitig in der Formel 1 und in Le Mans fahren kann. Das könnte der Türöffner für andere von uns gewesen sein."

Fernando Alonso wäre um ein Haar auch in dem Porsche mit der Startnummer 19 gesessen. Der Spanier stand ganz knapp vor einem Vertrag, mit Hülkenberg zusammen die 24 Stunden von Le Mans zu fahren. Er scheiterte am Veto von McLaren und Honda. Doch für die Zukunft ist das letzte Wort nicht gesprochen: "In der Zukunft will ich dort einmal fahren. Wann in der Zukunft, weiß ich nicht. Es war sehr knapp dieses Jahr. Vielleicht in der nächsten Saison."

Ricciardo 18 Stunden am Fernseher

Auch die anderen Fahrer lässt Le Mans nicht kalt. Daniel Ricciardo hat die 24 Stunden-Schlacht am Fernseher verfolgt. "Ich saß 18 Stunden vor der Kiste und habe mir manchmal gewünscht, in dem Rennen dabei zu sein",, grinst Ricciardo breit. "Es wäre schön, wenn wir wie in der Vergangenheit beide Kategorien fahren könnten. Nico hat uns Formel 1-Fahrer gut aussehen lassen in Le Mans. Jetzt wissen wir alle, dass es machbar ist." Auch für Massa ist Le Mans eine Option. "Aber erst nach meiner Karriere. Beides zusammen wäre mir zu viel. Ich will mich voll auf eine Sache konzentrieren."

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hing ebenfalls am Fernsehschirm und verfolgte das Kopf-an-Kopfrennen zwischen Audi und Porsche. Er wunderte sich allerdings, dass sich keiner über den Flüsterton der beiden Autos beschwert hat. Oder dass Kritik an der Hybrid-Technologie aufgekommen wäre. Der Österreicher würde gerne einmal sehen, wie schnell ein Formel 1-Auto auf dem 13,6 Kilometer langen Sarthe-Kurs wäre. "Ich schätze, dass wir um die drei Minuten dort fahren könnten."

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