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Red Bull-Technik bleibt anfällig

Vettel und Webber verschenken weiter Punkte

Mark Webber - Red Bull Foto: Red Bull 75 Bilder

Bei Red Bull ist es zum Haareraufen. Da läuft es bei McLaren nicht rund, und doch gewinnen Sebastian Vettel und Mark Webber nur einen Punkt auf die in der WM führende englische Nationalmannschaft. Erneut passierten im Lager der Bullen kleinere und größere Pannen.

28.07.2010 Michael Schmidt

Sebastian Vettel wird sich ärgern. Da erkämpfte er mit letztem Einsatz die Pole Position, und dann verlor er das Rennen auf den ersten zehn Metern. Als der Lokalheld die Kupplung kommen ließ, fiel die Drehzahl in den Keller. Ehe er sich versah, hatte er zwei rote Autos vor der Nase. Und an denen gab es keinen Weg vorbei.

"Sie waren vielleicht ein Zehntel pro Runde schneller als wir", gab Vettel zu. Trotzdem wäre für ihn der Sieg möglich gewesen. Ein perfekter Start, und die Ferrari hätten sich die Zähne an ihm ausgebissen. Auch wenn sie auf der gesamten Runde schneller waren, fehlte den roten Autos fünf km/h Top-Speed auf Vettel.

Red Bull schlägt sich selbst

Wer bei zehn Pole Positions nur fünf Siege herausfährt, muss sich fragen, ob da nicht etwas schiefgelaufen ist. Zumal sich die Bilanz von McLaren genau anders herum liest: eine Trainingsbestzeit, vier Siege. Sebastian Vettel konstatiert: "Wir können uns eigentlich nur selbst schlagen."

Eine Schwachstelle des Red Bull RB6 ist weiter seine Anfälligkeit. Irgendwas geht immer kaputt, und wenn es nur Kleinigkeiten sind. Nach der ersten Trainingssitzung musste in Vettels Auto der Motor getauscht werden. Die Ölproben ließen nichts Gutes vermuten. Zum Glück war es ein alter Motor. Er hätte nach dem Hockenheim-Wochenende Dienstschluss gehabt.

Ölversorgung streikt bei Webber

Mark Webber fuhr nur acht Punkte ein. Der England-Sieger musste in der zweiten Rennhälfte sein Tempo drosseln. Die Versorgung des Renault V8 mit Öl aus einem Reservetank funktionierte nicht. "Ich war froh, dass ich ins Ziel kam", zeigte sich Webber nach dem Rennen beinahe erleichtert. So etwas kann auch komplett ins Auge gehen. Seine Erklärung für die Seuche, die immer wieder an anderer Stelle auftritt: "Es war Teil unserer Entwicklungsstrategie, das endgültige Paket erst am allerletzten Testtag zu zeigen. Dadurch fehlten uns die Testkilometer, um sich gegen alle Eventualitäten abzusichern."

Eine Wiederholung des Flügeldramas blieb in Hockenheim aus. Flügel Nummer 71 gab es in dreifacher Ausfertigung. Red Bull rief vor Hockenheim wieder mal die große Versöhnung unter den Fahrern aus. Die war genauso wenig überzeugend wie der Friede nach der Kollision von Istanbul. Man fragt sich eigentlich nur, wie lange er hält. Diesmal lagen die beiden Red Bull-Piloten zu weit auseinander, um sich in die Quere zu kommen.

Button: "Red Bull unter Titel-Druck"

Doch die Kombination Vettel-Webber bleibt ein Pulverfass. Vielleicht auch, weil sich beide Fahrer unter Zugzwang befinden, wie Jenson Button glaubt. "Das Problem in der Formel 1 ist, dass die Chance Weltmeister zu werden, nur ganz selten kommt. Wenn du dann noch keinen Titel hast, willst du diese Chancen unbedingt nutzen. Ich kann mir vorstellen, dass das bei den Red Bull-Fahrern im Hinterkopf herumspuckt. Da baut sich viel mehr Druck auf als bei Lewis und mir. Wir beide haben einen Titel schon in der Tasche."

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