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Rechenspiele vor dem Saisonfinale

Foto: dpa 74 Bilder

Ausgerechnet der zum Erzrivalen Ferrari gewechselte Kimi Räikkönen könnte zum lachenden Dritten des Stall-Duells zwischen Lewis Hamilton und Fernando Alonso werden. In der offiziellen Vorschau auf den GP von Brasilien rechnete es McLaren bereits vor.

15.10.2007

Der Skandinavier wird demnach Weltmeister, wenn er in Sao Paulo gewinnt, Fernando Alonso höchstens Dritter und Lewis Hamilton maximal Sechster wird. Räikkönen besteigt den Thron der "Königsklasse" ebenfalls, wenn er Zweiter wird, Hamilton höchstens einen Punkt einfährt und Alonso nicht unter die ersten Drei kommt. "Wir können nur versuchen, dass Rennen zu gewinnen. Wer die WM gewinnt, hängt von den McLarens ab", sagt Räikkönen.

Ferrari muss auf McLaren-Ausrutscher hoffen

Vor vier Jahren war er mit nur zwei Punkten Rückstand an Rekordchampion Michael Schumacher gescheitert, dessen Ferrari-Cockpit er vor dieser Saison übernahm. Mit derzeit sieben Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Hamilton aus England und drei Zählern auf Titelverteidiger Alonso muss der Finne auf einen Ausrutscher beider McLaren-Mercedes-Männer bei der letzten Grand-Prix-Runde im Samba-Land hoffen.

Mit einem Sieg würde Hamilton in seiner Premieren-Saison zum Titel fahren und sich als 22-Jähriger auch zum jüngsten Champion der bisherigen Formel-1-Geschichte krönen. Auch ein zweiter Platz reicht aus, egal ob Alonso gewinnt. Der Spanier muss wiederum mindestens vier Punkte wettmachen. Gelingt ihm das mit einem Sieg und käme es zum Patt zwischen den beiden Piloten, würde die Anzahl der Siege für Alonso den Ausschlag geben und er als erster Fahrer nach dem legendären Juan-Manuel Fangio aus Argentinien in den 50er Jahren den Titel-Hattrick mit zwei verschiedenen Teams schaffen.

Alonsos Verhalten provoziert

Alonsos recht launiges Verhalten in den vergangenen Monaten, die Rundumschläge gegen das eigene Team und den seit Monaten vor ihm platzierten Rennstallrivalen haben ihm jedoch viele Sympathien geraubt. Er sei enttäuscht von Alonso, sagte der dreimalige Champion Sir Jackie Stewart. Besorgt zeigte er sich indes über das, was Hamilton in den vergangenen Wochen widerfahren sei, nachdem ein Fahrmanöver Hamiltons in Japan für nachträgliche Ermittlungen des Internationalen Automobilverbandes FIA gesorgt hatte.

"Er hat eine Achterbahnfahrt mit Höhen und Tiefen, Drohungen und Ängsten hinter sich. Ich bin in Sorge wegen all dieser Geschichten", wurde Stewart in britischen Medien zitiert. Der zweimalige Weltmeister Emerson Fittipaldi aus Brasilien wähnt Alonso im Vorteil. Hamilton habe weniger Erfahrung gegenüber dem zweimaligen Titelträger, der 2005 und 2006 im WM-Kampf mit Renault gegen Schumacher obsiegt hatte.

Beide McLaren-Piloten optimistisch

"In Interlagos habe ich meine beiden WM-Titel gewonnen, ich habe also gute Erinnerungen an die Strecke", meinte Alonso und hofft auf eine erneute dramatische Wendung im ersten Dreikampf-Finale seit 21 Jahren. So wie zuletzt, als Hamilton in Shanghai seinen Dienstwagen im Kiesbett der Boxengasse hatte abstellen müssen. "China war eine wichtige Lektion für mich", so Hamilton. Und er weiß: "Trotz meines Vorsprungs von vier Punkten ist die Meisterschaft offen." Auch für Räikkönen, wie die Silbernen schwarz-auf-weiß vorrechneten.

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