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Red Bull als Außenseiter

Hamilton wieder Vettels Schatten?

Sebastian Vettel - GP Abu Dhabi - Freies Training - 11. November 2011 Foto: Red Bull 69 Bilder

Bei den beiden ersten Grand Prix in Abu Dhabi konnte nur Lewis Hamilton dem zweifachen Sieger Sebastian Vettel folgen. Die McLaren sind auch im dritten Abu Dhabi-Rennen gut gerüstet. Und Ferrari überraschte sich selbst. Viel Arbeit für Vettel.

11.11.2011 Michael Schmidt

Zwei Trainingssitzungen, ein Auto an der Spitze. Bei Tageslicht führte Jenson Button die Rangliste an, in der Dunkelheit hatte Lewis Hamilton die Nase vorn. Sebastian Vettel rangierte einmal auf Platz vier, das andere Mal auf Rang sechs. Dazu noch ein Crash, der ihm 30 Minuten Trainingszeit stahl.

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh hakte den ersten Trainingstag als Erfolg ab: "Wir sind stark auf eine Runde und stark über die Distanz. Aber unsere Messlatte heißt Vettel, und der hatte heute keinen reibungslosen Tag. Deshalb fällt ein Urteil schwer." Der Freitag hat eines gezeigt: Lewis Hamilton könnte auch in diesem Jahr Vettels hartnäckigster Gegner werden. Der Weltmeister von 2008 war bei den ersten beiden Grand Prix auf dieser Strecke, der einzige der Vettels Tempo mitgehen konnte.

Traktion wichtiger als Top-Speed

Fernando Alonso fühlte sich nach dem ersten Trainingstag deutlich wohler als noch vor einem Jahr. "Wir sind nicht mit allzu großen Hoffnungen hierhergekommen und wurden positiv überrascht. Das Auto fühlte sich von der ersten Runde gut ausbalanciert an." Alonso glaubt dennoch, dass die beiden Ferrari für die dritte Startreihe abonniert sind. "Aber der Abstand könnte knapper ausfallen als sonst. Das lässt uns für das Rennen hoffen." Felipe Massas Dauerlauf auch. Er lag auf dem Niveau von Mark Webbers Rennsimulation. Eine Spur besser als der von Jenson Button.

Der Yas Marina Circuit hat sechs Kurven unter 100 km/h und vier Geraden über 280 km/h. Eine gute Traktion ist das Geheimnis einer schnellen Runde. Ein guter Top-Speed nicht unbedingt. Whitmarsh fällt schon seit geraumer Zeit auf: "Die drei Topautos liegen auf der Geraden im hinteren Mittelfeld. Offenbar stellen wir alle eine gute Rundenzeit über den Topspeed. Bei denen, die um Platz sechs im Konstrukteurspokal kämpfen, sind die Prioritäten anders. Die Toro Rosso, Sauber und Force India sind auf der Geraden im Schnitt fünf bis sieben km/h schneller als wir. Für sie ist es wichtig, im Rennen in der Lage zu sein, andere zu überholen."

Pirelli verzichtet auf Supersoft-Reifen

Die Pirelli-Reifen und die beiden DRS-Zonen werden in Abu Dhabi kaum für eine Inflation von Überholmanövern sorgen. "Der weiche Reifen hält 20, der harte Reifen 30 Runden mit einem Zeitunterschied von 1,2 Sekunden zugunsten der Mischung soft. Ich erwarte ein Rennen wie in Indien mit zwei bis drei Boxenstopps. Rückblickend hätten wir hier sogar unseren Supersoft-Reifen mitbringen können", prophezeite Reifenchef Paul Hembery.

Pirellis konservative Reifenwahl wird zur Folge haben, dass die Teilnehmer ähnliche Strategien fahren. Damit bestimmt allein der bessere Speed den Ausgang des Rennens. Die beiden DRS-Zonen werden auch nicht viel helfen. "Sie sind ein bisschen zu kurz ausgefallen", fürchtet Alonso.

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