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Red Bull attackiert Ferrari

Zweite Kraft hinter Mercedes

Daniil Kvyat - Red Bull - GP Ungarn - Budapest - Freitag - 24.7.2015 Foto: Wilhelm 107 Bilder

Die 2015er Saison verlief bislang enttäuschend für Red Bull. Weder Daniel Ricciardo noch Daniil Kvyat eroberten einen Podestrang. In Ungarn könnte sich das ändern, weil das gute Chassis den schwächelnden Renault-Motor kaschiert. Und Ferrari in Problemen steckt.

24.07.2015 Andreas Haupt

Das Trainingsergebnis liest sich fast wie zu Red Bulls besten Zeiten zwischen 2010 und 2013. In den vier Jahren hatten der Brausehersteller ein Abonnement auf erste Plätze und WM-Titel. Am Freitag reichte es für Ungarn zwar nicht ganz für die Spitze. Aber für Spitzenplätze.

Im zweiten Freien Training am Freitagnachmittag quetschten sich Daniil Kvyat und Daniel Ricciardo in ihrem RB11 ins Mercedes-Sandwich Hamilton-Rosberg. Mit dem besseren der beiden nur 0,351 Sekunden hinter Hamilton. Auch in den ersten 90 Minuten machte Red Bull eine gute Figur mit Ricciardo auf Platz vier und Kvyat auf dem fünften Rang.

Hungaroring kommt Red Bull entgegen

"Unsere gute Pace hat zwei Gründe. Erstens funktionieren unsere Upgrades immer besser", führt Red Bull-Motorsportberater Helmut Marko aus. "Zweitens, und das ist das Hauptargument für unsere Leistung, rückt auf dieser Strecke die Bedeutung des Motors in den Hintergrund."

Red Bull brachte zum GP Spanien im Mai sein größtes Update während der Saison. Es umfasste neben einer kurzen Nase auch geänderte Flügel und Leitbleche. Doch zunächst konnte man das Upgrade nicht in die gewünschte Verbesserung umsetzen. Weil man es erst richtig kennenlernen und verstehen musste. Erschwert wurde das durch mangelnde Zuverlässigkeit seitens des Motors und daraus folgend geringer Laufleistung im Training.

In Monaco klappte es besser. Das Resultat: die Ränge vier und fünf im Rennen. Das bis dato beste Ergebnis. Kanada und Österreich waren keine Red Bull-Strecken. Silverstone schon mehr. Und prompt wurde Kvyat Fünfter. In England setzte Red Bull auch einen neuen Frontflügel ein. "Wir entwickeln kontinuierlich weiter", sagt Marko.

Der Hungaroring ist nun die ideale Strecke für Red Bull: ein flüssiger Kurs mit langsamen und mittelschnellen Kurven ohne lange Geraden. Nach dem guten Training sieht sich Red Bull schon vor Ferrari. "Wir müssen noch bis morgen warten, wenn die Mercedes-Teams ihren Motor die Power erhöhen. Wenn nicht zu viele Reserven da sind, werden wir auch vor Williams stehen."

Ricciardo mit starkem Dauerlauf - bis der Motor platzt

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel will das nicht so stehen lassen. "Red Bull ist so stark wie erwartet. In Silverstone haben wir schon gesehen, dass ihre Form besser wird. Aber es war nur der Freitag. Da operieren die Teams mit unterschiedlichen Spritmengen."

Trotzdem sieht Vettel Nachholbedarf. "Wir hatten keinen guten Tag, weil wir ein paar Probleme hatten. Am Morgen hatte ich einen Kurzschluss in der Elektrik. Dazu gab es das den Zwischenfall mit Kimis Frontflügel. Auch am Nachmittag sind wir nicht so viel gefahren, wie wir wollten. Daher ist das Bild was uns angeht nicht ganz richtig."

Red Bull richtet den Blick schon weiter nach vorn Richtung Mercedes. "Auf eine Runde können wir sie nicht schlagen. Aber im Renntrimm geht unser Auto besser als im Qualimodus. Ricciardo hat einen super Longrun hingelegt, bis der Motor hochging", erzählt Marko. Die Zahlen belegen ihn. In seinen vier Runden auf den weichen Gummis dreht der Vorjahressieger vier Mal eine Zeit von 1:28,2 Minuten. Dann platzte der Renault-Motor.

Weitere Startplatzstrafe für Red Bull wohl in Monza

"Es war nicht das Triebwerk, das wir im Rennen einsetzen. Trotzdem: Wir hätten den Motor noch für später gebraucht. Jetzt werden wir wieder eine Startplatzstrafe kassieren. Vermutlich in Monza", ärgert sich der ehemalige Rennfahrer.

Den Formanstieg von Kvyat, der Ricciardo in den letzten Rennen richtig Paroli bietet, erklärt die rechte Hand von Boss Dietrich Mateschitz so: "Kvyat wurde in den ersten rennen immens durch technische Schwierigkeiten gehemmt. In Folge dessen hat er sich schwer getan, die Sektorzeiten im Qualifying zusammen zu bringen. Jetzt sind die Probleme kleiner, und er kann zeigen, was in ihm steckt."

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