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Red Bull auf dem Vormarsch

Foto: Red Bull 50 Bilder

Mark Webbers Saison 2008 begann mit einer Nullrunde. Ausgerechnet bei seinem Heimrennen in Melbourne war nach einer Runde Feierabend. Anthony Davidson war ihm in der Startrunde ins Auto gefahren. Doch seit dem GP Malaysia läuft es bei Webber nach Maß.

02.05.2008 Michael Schmidt

Drei Rennen, drei Mal in den Punkterängen. Zuletzt glänzte der Red Bull-Pilot mit Platz fünf in Barcelona. Mit acht WM-Zählern liegt der Australier derzeit auf Rang acht. In der gesamten Saison 2007 war er nur auf zehn Punkte gekommen.

Webber kann eine leichte Steigerung entdecken: "Wir sind an Toyota und Williams vorbeigezogen. Dafür hat uns aber Renault wieder überholt. Ich glaube nicht, dass ich Alonso gepackt hätte." Besonders auf den weichen Reifen hätte sich sein stark modifizierter Red Bull RB4 hervorragend angefühlt. "Ich bin geflogen ohne voll attackieren zu müssen."


Umgekehrt wie im Vorjahr

Williams-Technikchef Sam Michael gab zu: "Webber wäre für Rosberg unerreichbar gewesen. Besonders sein zweiter Turn war sensationell." Da hat der 31-jährige Australier kaum Zeit auf die Spitzengruppe verloren. Am Ende betrug der Rückstand auf den Sieger 35 Sekunden. In Bahrain waren es noch 45 Sekunden. Webber fasst zusammen: "Es ist umgekehrt wie im Vorjahr. Da waren wir im Training stärker als im Rennen, insgesamt allerdings wesentlich schlechter. Das Ärgerliche ist, dass es trotz eines deutlich besseren Autos ein größerer Kampf ist, in die Punkte zu fahren. Leider wurde auch die Konkurrenz stärker."

Die Modifikationen am Frontflügel, den Leitblechen und dem Unterboden haben das Auto besser in mittelschnellen Kurven gemacht. Die neuen Radabdeckungen verbesserten die Effizienz. Sie brachten allein ein Zehntel pro Runde. Eine revidierte Hinterachse verbesserte die Traktion und reduzierte den Reifenverschleiß. "Der erste Schritt ist getan, jetzt muss der nächste folgen", fordert Red Bull-Berater Helmut Marko.

Technikchef Geoff Willis verspricht, dass alle zwei bis drei Rennen Modifikationen einfließen werden. Es hängt ein bisschen von den Vorlaufzeiten für die Produktion ab: "Neue Leitbleche dauern vier, ein modifizierter Diffusor fünf Wochen."

ToroRosso-Motor als Konkurrenz

Sorge machen immer noch die Top-Speeds. Red Bull krebst im Mittelfeld herum. Unter vorgehaltener Hand schieben es die Red Bull-Techniker auf den Motor. Offiziell darf nicht schlecht über den Renault V8 geredet werden. "Renault bietet uns einen erstklassigen Service", gab Aerodynamik-Guru Adrian Newey bei einer Pressekonferenz zum Besten. Der Motor könnte für Red Bull noch ein Problem werden. Dann nämlich, wenn der neue ToroRosso einsatzbereit ist. Das Schwesterauto hat einen Ferrari-Achtzylinder im Heck. Der soll um 20 PS stärker sein. Über dem Einsatz des neuen ToroRosso STR3 in Istanbul schwebt allerdings noch ein Fragezeichen. Es mangelt an Ersatzteilen, und dann muss noch der Crashtest mit der Nase bestanden werden.

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