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Red Bull

Auto gut, Rundenzeit schlecht

Mark Webber - Red Bull - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 1. September 2012 Foto: Red Bull 77 Bilder

Die Red Bull-Piloten starten beim GP Belgien von den Plätzen zehn und zwölf. Das verlangt eine Erklärung. Sebastian Vettel und Mark Webber lobten das Auto. Und sie haben keine entscheidenden Fehler gemacht. Trotzdem ließen die Rundenzeiten zu wünschen übrig. Beide glauben aber, für das Rennen gut gerüstet zu sein.

01.09.2012 Michael Schmidt

Sebastian Vettel kennt das Gefühl vom GP China. Auto gut, keine Fehler, trotzdem nur die elftschnellste Zeit. Wie in Shanghai flog Vettel in Q2 durch den Rost. Am Ende wurde er Fünfter. In Monte Carlo startete Vettel von Platz neun. Im Ziel war der Weltmeister Vierter. Es ist also noch nicht alles verloren.

Webber hatte die Pole im Visier

In der Startaufstellung rückte Vettel um einen Platz auf die zehnte Position vor, weil Teamkollege Mark Webber nach einem Getriebewechsel fünf Startplätze zurück muss. Webber verrät, dass ihn das Getriebeproblem beim GP Ungarn in den letzten 20 Runden sechs Zehntel pro Umlauf gekostet hatte. Die Schwachstelle war das Differential. Am Dienstag nach dem Budapest-Rennen teilte ihm das Team mit, dass die Kraftübertragung nicht zu retten gewesen sei.

"Ich hatte fünf Wochen Zeit, mich damit anzufreunden." Sein Ziel war die Pole Position. Es wurde aber nur der siebte Platz draus. "Das Auto fühlte sich gut an, aber die Rundenzeiten passten nicht dazu." Auch an sich selbst hatte Webber wenig auszusetzen. "Ich hätte maximal noch zwei Zehntel rausquetschen können." Damit wäre er immerhin auf Platz vier gesprungen.

Red Bull verschenkt Rundenzeit im zweiten Sektor

Das ist die Quittung dafür, wenn das Feld zusammenliegt. Auch bei Sebastian Vettel entschied ein Augenzwinkern zwischen Weiterkommen und Sitzenbleiben. Im Q2 trennten ihn 0,012 Sekunden vom rettenden zehnten Platz, den Pastor Maldonado besetzte. "Maldonado wurde später Dritter mit einer Zeit, die um neun Zehntel schneller war. Ich kann mir ehrlich gesagt aber nur schwer vorstellen, dass wir uns um neun Zehntel hätten steigern können."

Vettel schreibt das Rennen nicht ab. "Im Renntrim liegt das Auto gut. Das letzte Jahr hat gezeigt, dass man überholen kann." Die Red Bull-Piloten haben auf mehr Abtrieb gesetzt. Man sieht es an den Top-Speeds. Vettel fehlten am Ende der Geraden 14 km/h auf Kamui Kobayashi. Dafür ist er in Eau Rouge mit 310,6 km/h der Schnellste. In dem Zusammenhang waren die Zwischenzeiten im zweiten Sektor enttäuschend. Da verloren die Red Bull vier Zehntel auf die Besten.

Vettel mit unerlaubter Startübung

Viel Anpressdruck sollte sich eigentlich positiv auf den Reifenverschleiß auswirken. Mark Webber schwächt die Setup-Diskussion ab: "Viel Abtrieb, wenig Abtrieb. Wir haben da nicht so viele Optionen, weil wir von der Getriebeübersetzung in einem engen Korsett liegen." Der Australier wünscht sich eine gute Startrunde ohne Kollisionen und einzelne Kampfgruppen. "Wenn nur einer vor mir liegt, kann ich vom DRS profitieren. Im Pulk fahren alle mit DRS und du kommst nicht vorbei."

Als ob das schlechte Quali-Ergebnis noch nicht schlecht genug war, gab es für Sebastian Vettel auch noch eine Geldbuße der Stewards. Der Weltmeister hatte im dritten Training in der Boxengasse eine Startübung absolviert, was neuerdings aus Sicherheitsgründen verboten ist. Da Red Bull den Fehler selbst meldete fiel die Strafe milde aus: 10.000 Euro in die Kriegskasse der FIA.

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