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Red Bull besiegt Monza-Fluch

Vettel-Strategie geht perfekt auf

Formula 1 Grand Prix, Italy, Sunday Podium Foto: xpb 54 Bilder

Sebastian Vettel ging mit einer aggressiven Strategie in das Rennen in Monza. Am Ende ging der Poker mit der kurzen Getriebeübersetzung auf. Der Weltmeister selbst hatte daran nie einen Zweifel.

11.09.2011 Tobias Grüner

Am Ort seines ersten Grand Prix-Erfolgs feierte Sebastian Vettel drei Jahre später auch Sieg Nummer 18. Dabei galt Monza lange als Angststrecke von Red Bull. In den vergangenen Jahren war in Italien Schadensbegrenzung angesagt. Noch nie hat eines der Autos aus Milton Keynes hier gewonnen. Beim ersten Erfolg saß der damals 21-Jährige Vettel noch im Toro Rosso. Um den Monza-Fluch zu besiegen, überlegte sich der Deutsche einen ganz besonderen Trick.

Red Bull am schnellsten aus den Kurven

Mit einem sehr kurz übersetzten Getriebe fuhr Vettel zwar den geringsten Top-Speed auf der Gerade. Aber kein anderes Auto beschleunigte so schnell aus den engen Kurven. Doch viele Experten hatten Sorge, dass der Weltmeister Probleme bekommt, wenn er im Rennen einen Konkurrenten überholen muss.

Vettel selbst hatte diese Sorgen nicht. "Das größte Risiko war für uns das Qualifying. Wir konnten den beweglichen Heckflügel, der im Training eine größere Rolle spielt, nicht so nutzen", erklärte Vettel. Obwohl Der Red Bull-Pilot mehrmals in seiner Quali-Runde in den Drehzahlbegrenzer fuhr, schnappte er sich die Pole Position.

Spektakuläres Manöver gegen Alonso

Im Rennen wurde Vettel zwar früh von Alonso überholt, doch der Spanier hatte keine Chance gegen seinen deutschen Dauerkonkurrenten. Nur eine Runde brauchte der Weltmeister nach dem Neustart, um wieder an die Spitze zu kommen. Ohne die Hilfe des beweglichen Heckflügels drückte sich Vettel mit einem spektakulären Manöver am Ferrari vorbei.

"Ich kam gut aus der Schikane heraus", erinnert sich Vettel an das Manöver. "Ich wusste nicht, ob ich links oder rechts gehen soll. Ich weiß, dass Fernando ein Tier ist. Ich habe es dann links probiert, doch er ist immer weiter rüber gezogen. Ich musste über das Gras, konnte mich aber trotzdem neben den Ferrari setzen. In der zweiten Schikane lag ich dann in der besseren Position. Ich freue mich darauf, das ganze noch einmal im Fernsehen anzuschauen."

So viel Risiko hätte Vettel wohl gar nicht gehen müssen. Eine Runde später wäre es mit aktiviertem DRS wohl noch einfacher geworden. Die kürzere Getriebeübersetzung war zu Beginn des Rennens bei vollen Tanks gar kein Nachteil, weil die schweren Autos im siebten Gang gar nicht auf so hohe Drehzahlen kommen. Aber mit seinem spekakulären Manöver hat Vettel erneut die Kritiker zum Schweigen gebracht, die ihm vorwerfen, dass er kein echter Racer ist.

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