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Red Bull betreibt Fehleranalyse

Vettels Pech hieß Button

Button vs. Vettel - Formel 1 - GP Ungarn 2013 Foto: xpb 65 Bilder

Immer wenn Red Bull nicht gewinnt, rauchen im Camp der Abonnement-Weltmeister die Köpfe. Teamchef Christian Horner und Red Bull-Motorsportberater Helmut Marko analysierten die Gründe für die Niederlage. Man einigte sich darauf, dass Jenson Button schuld war.

30.07.2013 Michael Schmidt

Zwei Runden haben Sebastian Vettel den Sieg beim GP Ungarn gekostet. Das zumindest glauben Teamchef Christian Horner und Red Bull-Motorsportberater Helmut Marko. Zunächst geht es um die Runde 11. Da fiel Vettel trotz eines guten Boxenstopps von 2,6 Sekunden hinter Jenson Button zurück, der auf harten Reifen gestartet war und dann 13 Runden lang als Prellbock im Weg stand.

"Die Runde in die Box von Sebastian war nicht optimal", kritisierte Marko. Das Rundenprotokoll gibt dem Österreicher Recht. Während Lewis Hamilton seine Runde an die Box im neunten Umlauf in 1.31,901 Minuten fuhr, brauchte Vettel zwei Runden später 1.32,869 Minuten. Fernando Alonso erledigte das in 1.31,566 Sekunden.

Red Bull holt Vettel eine Runde zu spät an die Box

Vettel war vermutlich gar nicht schuld an der verlorenen Sekunde, die ihn den Platz auf Button gekostet hat. Red Bull hielt den Weltmeister eine Runde zu lang auf der Strecke fest. Man wollte unbedingt zwei Runden Differenz zu Hamilton, in der Hoffnung, dass dessen harten Reifen Zeit brauchen, um auf Temperatur zu kommen.

Der Plan misslang. In der elften Runde waren die Reifen an Vettels Auto schon hinüber. "Sie haben beim Hinterherfahren von Hamilton gelitten", glaubt Horner. Hamilton dagegen hatte den Luxus, die ersten acht Runden unbehelligt an der Spitze zu fahren.

Auch er fiel nach seinem ersten Stopp hinter Button, kam am Ende der Zielgeraden aber sofort an seinem früheren Teamkollegen vorbei. Hamilton scherte extrem spät aus und überraschte damit den McLaren-Piloten. Das war für Button ein Warnschuss. Von Vettel würde er sich nicht so austricksen lassen.

Defekter Frontflügel kostet halbe Sekunde

Der Titelverteidiger musste sich bis zur 24. Runde hinter Button anstellen. Erst als am McLaren die Reifen einbrachen, kam Vettel an Button vorbei. In der 17. Runde hatte er sich bei einem Angriff in Kurve 4 den Frontflügel beschädigt. "Das hat uns eine halbe Sekunde pro Runde gekostet", rechnete Horner vor.

"Schlimmer noch", schob Marko nach. "Die Balance war gestört. Vettel musste seinen Fahrstil ändern und die Bremsbalance verstellen, um das zu kompensieren. Wir haben einen Tausch des Frontflügels überlegt, aber das hätte zu lange gedauert."

In der 35.Runde kam Vettel ein zweites Mal hinter Button auf die Strecke. Diesmal wurde der Weltmeister allerdings nur für drei Umläufe aufgehalten. Dann bog sein Angstgegner in die Boxen ab. Schuld daran war ein für Red Bull-Verhältnisse langsamer Boxenstopp. Er dauerte 3,2 Sekunden.

Webber-Tempo zeigte Red Bull-Potenzial

Horner und Marko sind überzeugt, dass Vettel hätte gewinnen können. "Sebastian fuhr die meiste Zeit im Verkehr. Deshalb haben bei ihm auch die Reifen stärker abgebaut als üblich. Deshalb konnten wir auch die Lücke zu Kimi nicht groß genug gestalten. Bei Mark haben wir es geschafft, ihn meistens in einer Lücke im Feld zu platzieren. Sein Tempo hat gezeigt, was für uns möglich gewesen wäre." Horner gibt allerdings zu, dass es schwierig gewesen wäre, Hamilton zu besiegen. "Mercedes hatte an diesem Tag das beste Auto. Lewis hat verdient gewonnen."

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