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Red Bull bleiben auch in Istanbul unschlagbar

Vettel GP Türkei 2011 Foto: Red Bull 36 Bilder

Die Red Bull sind weiter das Maß aller Dinge. Trotz der Niederlage in China. Auf eine Runde hat Sebastian Vettel alle im Griff. Im Rennen müssen die Gegner auf den Faktor Zufall hoffen. Neben McLaren macht sich plötzlich auch Mercedes stark.

07.05.2011 Michael Schmidt

Sebastian Vettel macht es sich auf der Pole Position bequem. Zum 19. Mal geht der Heppenheimer vom besten Startplatz aus ins Rennen. Das fünfte Mal in Folge. Da zog selbst Mark Webber den Hut. Ihm fehlten 0,405 Sekunden auf den Teamkollegen. "Wir wissen alle, dass es zu Sebastians Stärken zählt, am Samstagnachmittag eine perfekte Runde rauszuhauen. Ich bin selbst keine schlechte Runde gefahren, deshalb musste seine schon sehr speziell gewesen sein."

KERS weiterhin Achillesferse

Vettels Pole Position zählt umso mehr, dass er nach seinem Crash am Freitagmorgen auf ein komplettes Training verzichten musste. "Es war sicher nicht optimal, aber wir hatten ja die Daten von Mark. Am Samstagmorgen habe ich sofort meinen Rhythmus gefunden. Ich mag diese Strecke. Das hat sicher geholfen."

Vettel erwähnte kleinere technische Probleme, schwieg sich aber über die Hintergründe aus. Wieder einmal sorgte KERS für Kopfzerbrechen. Darauf angesprochen meinte der schnellste Mann dieser Saison: "Es handelt sich eben um eine sehr komplexe Technik. Da machst du nicht einfach drei Wochen lang Hausaufgaben, und dann funktioniert es einwandfrei. Für uns ist KERS relativ neu. Die Probleme, die wir jetzt erleben, haben Mercedes und Ferrari schon 2009 gelöst."

Taktikspielchen im Quali

Die Red Bull-Piloten hatten auch so genug Extrazeit in der Tasche, sich im Top Ten-Finale den letzten Versuch zu sparen. So retteten Vettel und Webber je einen frischen Satz der weichen Reifen mit ins Rennen. Webbers Aufholjagd beim GP China hat gezeigt, wie lohnend diese Trumpfkarte sein kann. In Istanbul war es schon deshalb wichtig, weil die Mercedes-Piloten auch jeweils einen neuen Satz Reifen in der Hinterhand haben. Red Bull wählte jedoch eine andere Taktik. Während Mercedes seine Fahrer am Anfang der letzten zehn Minuten pausieren ließ, schickte Red Bull Vettel und Webber sofort auf die Strecke. Nachdem sie ihre Autos auf die Plätze eins und zwei gefahren hatten, stiegen Vettel und Webber aus.

Die Gefahr noch überholt zu werden war relativ gering. "Es ist schon ein bisschen komisch in der Garage zu stehen und am Fernseher zu sehen, wie deine Gegner noch eine Runde fahren", rekapitulierte Vettel. "Aber unser Weg ist auf jeden Fall sicherer als der von Mercedes. Wenn etwas schief gegangen wäre, hätten wir noch einen Schuss gehalbt. Bis zum Ende zu warten ist immer riskant. Es könnte vorher ja auch eine rote Flagge geben."

McLaren in die Enge getrieben

McLaren konnte sich den Luxus des gesparten Reifensatz diesmal nicht leisten. Beide Fahrer rückten im Top Ten-Finale zwei Mal mit weichen Reifen aus. "Es war einfach zu eng", erklärte Jenson Button. "Die Mercedes waren stark, Ferrari hat sich verbessert. Wir haben noch nicht ein Auto, das so gut wie der Red Bull ist. Die können sich mit ihrem Speed in der Tasche jede Taktik leisten."

Lewis Hamilton überlegte kurz, sich einen Reifen zu sparen, ließ sich dann aber doch vom Team überreden. "Der Abbau der Reifen ist in Istanbul nicht so kritisch wie in Shanghai. Deshalb ist der Vorteil der neuen Reifen auch geringer." McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh zeigte sich zerknirscht: "Wir konnten nicht alle der geplanten Änderungen ans Auto bringen. Deshalb haben wir praktisch auch nicht aufgeholt. Das soll nicht heißen, dass wir uns keine Siegchance ausrechnen. Der Grand Prix wird morgen nicht über die Anzahl der frischen Reifensätze, sondern über die Strategie entschieden. Und da haben wir in China gezeigt, dass wir stark sind."

Mit Nico Rosberg und Fernando Alonso kommen im Rennen noch zwei neue Parameter dazu. Beide starten wie Vettel von der sauberen Seite der Strecke. "Das ist in Istanbul ein besonders großer Vorteil", konstatiert Alonso. Rosberg sieht einen Podestplatz als Mindestziel an. "Warum sollen wir nicht gewinnen?" fragt er bei der Pressekonferenz herausfordernd. "Den ersten Red Bull schnappe ich mir beim Start. Und dann sehen wir weiter." Mercedes wird sich diesmal bestimmt nicht mit dem Sprit verrechnen.

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