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Red Bull-Boss Mateschitz droht

"Es gibt eine klare Akzeptanzgrenze"

Mateschitz, Ricciardo & Horner - Red Bull 2014 Foto: xpb 11 Bilder

Jetzt hat sich auch Dietrich Mateschitz in die Diskussion zur Disqualifikation von Daniel Ricciardo eingeschaltet. Der Österreicher betont, dass sein Rennstall die Limits in Sachen Benzindurchfluss eingehalten hat. Sollten in Sachen Fairness und politischer Einflussnahme Grenzen überschritten werden, droht der Red Bull-Boss mit dem F1-Ausstieg.

24.03.2014 Tobias Grüner

Dietrich Mateschitz ist offenbar kein Fan der neuen Formel 1 Generation 2014 - was nicht nur am Fehlstart seines eigenen Rennstalls liegt. In einem Interview mit dem österreichischen "Kurier" (23.3.2014) machte sich der 69-Jährige Luft. Nach Ansicht Mateschitzs müsse man die Formel 1 wieder zu einer echten Königsdisziplin machen.

"Sie ist weder dazu da, neue Rekorde im Benzinverbrauch aufzustellen, noch dass man sich im Flüsterton während eines Rennens unterhalten kann, das Lauteste der Boxenfunk und das höchste der Gefühle ein quietschender Reifen ist", schimpft der Marketingexperte.
 
"Ich halte es für ebenso absurd, dass wir um Sekunden langsamer fahren als voriges Jahr und dass die Nachwuchsserie GP2 teilweise schon mehr Motorsport und Kampf bietet und fast gleich schnelle Zeiten fährt wie die Formel 1 bei einem Bruchteil an Budget."

Kampfansage vom Red Bull-Boss

Zum Ärger über die sportliche Entwicklung der Formel 1 kommen auch noch die technischen Probleme seines eigenen Teams. Mateschitz glaubt an das Comeback und warnt die Konkurrenz: "Wir arbeiten gemeinsam mit unserem Partner Renault weiterhin rund um die Uhr und werden in den nächsten zwei, drei Wochen einen großen Schritt machen und den Abstand zu Mercedes verkleinern können. 18 Rennen kommen noch. Wir werden zurückkommen."

Mehr noch als der Ärger über die Technik überwiegt beim Red Bull-Boss der Ärger über die Disqualifikation von Daniel Ricciardo. Der Protest wird am 14. April vor dem Berufungsgericht der FIA verhandelt. Mateschitz sieht sein Team im Recht. "Fakt ist, dass der Benzindurchfluss-Sensor, den der Weltverband bei den Motoren montiert hat, unterschiedliche Werte seit Beginn des Prüfverfahrens angibt, also ungenau ist. Wir können im Gegensatz den exakten Fluss beweisen. Und der lag innerhalb der Limits."
 
Darauf könnte es im Prozess allerdings gar nicht ankommen. Vielmehr muss die Frage beantwortet werden, ob Red Bull das Recht hatte, den offiziellen FIA-Durchflussmengensensor ohne Rücksprache mit der Rennleitung zu ignorieren. Auch die Konkurrenz klagte über ähnliche Probleme. Um auf der sicheren Seite zu sein, hatten die Red Bull-Gegner ihre Einspritzmenge reduziert. Red Bull ließ es stattdessen drauf ankommen.

Red Bull-Boss Mateschitz droht mit F1-Ausstieg

Im Interview mit dem "Kurier" stellt Mateschitz noch einmal klar, dass er nicht davor zurückschrecken würde, aus der Formel 1 auszusteigen, wenn ihm die Rahmenbedingungen nicht mehr passen. Um Geld gehe es dabei nicht: "Die Frage ist nicht so sehr, ob es ökonomisch Sinn macht, vielmehr würden das Gründe sein, die mit sportlicher Fairness, politischen Einflussnahmen etc. zu tun haben. Das hatten wir alles schon. Diesen Dingen gegenüber gibt es unsererseits eine klare Akzeptanzgrenze."

Sind diese Aussagen als konkrete Drohung oder nur als leichtes Säbelrasseln zu verstehen? Klar ist auf jeden Fall, dass Mateschitz momentan nicht sehr viel Freude an der Formel 1 hat. Klar ist aber auch, dass der Österreicher bis zuletzt langfristig mit einem Engagement in der Königsklasse plante. So läuft zum Beispiel der Vertrag des Formel 1-Rennens in Spielberg mit Bernie Ecclestone noch bis 2020. Wäre doch schade, wenn die Grands Prix auf dem Red Bull-Ring ohne Red Bull-Renner stattfinden müssten.

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