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Horner über Kvyat-Degradierung

„Der erste, der nicht ganz rausfliegt“

Toro Rosso - GP Spanien - Barcelona - Donnerstag - 12.5.2016 Foto: ams 112 Bilder

Der Red Bull-Fahrertausch ist weiter das große Thema. Teamchef Christian Horner erinnert Daniil Kvyat daran, dass er der erste Fahrer ist, der eine zweite Chance erhält. Normalerweise fliegen Red Bull-Fahrer ganz aus dem Kader.

13.05.2016 Michael Schmidt

Die Pressekonferenz von Christian Horner war gut besucht. „Gibt es was Besonderes?“, kokettierte der Red Bull-Teamchef. Dann drehte sich alles um ein Thema. Warum hat Red Bull Daniil Kvyat zu Toro Rosso degradiert und stattdessen Max Verstappen in das Cockpit neben Daniel Ricciardo gesetzt?

Horner gab zu, dass es nicht das Resultat des verunglückten Russland-Starts war. „Wir machen das nicht von einem Sonntagnachmittag abhängig.“ Für eine solche Entscheidung braucht es mehr als einen Grund. „Es war eine schwere Entscheidung für uns. Manche bezeichnen sie als hart oder unfair. Aber Red Bull ist in der einzigartigen Situation 4 Cockpits für 4 Fahrer zu haben, die wir untereinander austauschen können.“

„Wir haben von unseren Fahrern alle Daten und Erfahrungswerte, die man sich vorstellen kann. Wir kennen ihre Stärken und Schwächen. Und da haben wir bei Daniil zuletzt einen Trend gesehen. Er hatte regelmäßig Probleme gegen Ricciardo zu bestehen.“

Verstappen nächste 3 Jahre bei Red Bull?

Auf die Frage, ob der Fehler eine willkommene Gelegenheit war, den Fahrertausch vorzuziehen, weicht Horner aus. „Unsere Verträge erlauben es, die Fahrer von einem Auto ins andere zu setzen. Wir hätten es nach dem Silverstone-Test machen können, doch das war uns zu spät. Da spielten am Ende auch Überlegungen mit herein, wie unsere Zukunftsplanung mit unseren Fahrern aussieht.“

Es ist kein Geheimnis, dass Max Verstappen spätestens 2017 in einem Red Bull sitzen musste, um ihn im Fahrerpool zu halten und vor den Begehrlichkeiten von anderen Teams abzuschotten. „Max ist eine der heißesten Aktien im Feld. Es wäre nur normal, wenn unsere Konkurrenz an ihm interessiert ist. Die Beförderung zu Red Bull nimmt ihn für die nächste Zeit vom Markt.“

Es ist zu hören, dass Verstappen seinen Vertrag im Gegenzug für die vorgezogene Beförderung bis 2019 verlängert hat. Für Kvyat muss die Abschiebung zu Toro Rosso nicht das Ende der Welt bedeuten.

„Er sollte Trost darin finden, dass er weiterhin zu unserem Pool gehört und bei Toro Rosso eine zweite Chance bekommt. Er hat dort die Chance sein Talent zu zeigen. Wir haben das gemacht, weil wir an ihn glauben. Alle anderen vor ihm sind ganz aus dem Kader geflogen.“

Herausforderung gegen den Besten der Welt

Horner bestreitet, dass Verstappens Management Druck ausgeübt habe, den Fahrertausch so früh wie möglich über die Bühne gehen zu lassen. „Die Nachricht kam für Max überraschender als für Kvyat.“ Für das holländische Wunderkind ist Red Bull eine große Chance, aber auch eine große Herausforderung, an der man auch scheitern kann.

„Max tritt gegen einen Fahrer an, der zu den besten der Welt zählt. Wenn nicht sogar gegen den besten überhaupt, wenn man sich anschaut, wie Daniel zurzeit fährt.“ Horner traut Verstappen dennoch zu, die Aufgabe zu meistern. „Keiner hat ihm der letzten Saison etwas zugetraut, als er mit 17 Jahren bei Toro Rosso angefangen hat. Er hat dem Erwartungsdruck bravourös standgehalten. Max hat ein unglaubliches Talent, er ist schnell, lernt schnell, kann überholen und hat einen alten Kopf auf jungen Schultern.“

Keine Angst, dass es teamintern zu Spannungen kommen könnte, so wie bei Toro Rosso, wo im Duell mit Carlos Sainz schon einmal eine Stallorder ignoriert wurde? „Das kann passieren, wenn du zwei schnelle Fahrer hast. Wir kennen das Spiel aus eigener Erfahrung“, lacht Horner gequält und denkt dabei an das Duell zwischen Sebastian Vettel und Mark Webber.

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