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Red Bull

"Der nächste Schritt ist der härteste"

Foto: Daniel Reinhard 45 Bilder

Red Bull ist die vierte Kraft der Formel 1. Mit 24 Punkten hat sich der Rennstall aus Milton Keynes an die Spitze des Verfolgerfeldes gesetzt. Nun ist das Team bereit für den nächsten Schritt.

30.06.2008 Michael Schmidt

Dabei ist der Platz hinter den großen drei - Ferrari, McLaren-Mercedes und BMW - noch längst nicht gesichert. Toyota holte 14 Zähler aus den letzten beiden Rennen und liegt nur noch einen Punkt hinter Red Bull in Lauerstellung. Renault dagegen hat gerade mal halb so viele Punkte auf dem Konto. "Und die waren vor zwei Jahren noch Weltmeister", sagt Red Bull-Teamchef Christian Horner.

Horner blickt trotzdem nach vorn: "Der nächste Schritt für uns ist es, die Lücke zu den drei Topteams zu schließen, und das wird der härteste in unserem Plan." Die Mannschaft mit 590 Mitarbeitern steht. Motorenpartner Renault ist im zweiten Jahr an Bord. Das garantiert Stabilität und Standfestigkeit. Im letzten Jahr noch Schlusslicht, liegt Red Bull gerechnet nach gefahrenen Rennrunden mit 84,1 Prozent aller möglichen Kilometer im Mittelfeld. Die drei Ausfälle sind Unfällen zuzuschreiben. In sieben Rennen hatten die ehemals so anfälligen Autos noch keinen einzigen Defekt.

Eingespieltes Team

Auch das Konstruktionsbüro mit dem kapriziösen Stardesigner Adrian Newey und dem Pragmatiker Geoff Willis an seiner Seite hat sich zusammengerauft. Der bunt zusammengewürfelte Haufen arbeitet als Team. Horner zur Arbeitsteilung von Newey und Willis: "Adrian hat die Ideen, und Geoff muss sie in Komponenten umsetzen." Newey fungiert auch als Lehrer für unsere Ingenieure. "Adrian kennt das Renngeschäft in allen Details. Er ist nicht nur Aerodynamiker. Manchmal spielt er an der Strecke immer noch den Renningenieur."

Der Versuch, zwei Windkanäle parallel zu betreiben, wurde wegen der unterschiedlichen Modellmaßstäbe fallengelassen. "Wir konzentrieren und auf das Zusammenspiel eines Windkanals und der CFD-Simulation", verrät Horner. Der Fahrsimulator wird 2009 voll einsatzbereit sein. Obwohl die Infrastruktur steht, sieht Horner noch Defizite: "Im Vergleich zu den Top-Teams fehlt uns Zeit. Wir sind immer noch ein junges Team. Vielleicht hilft uns die große Regelreform für 2009 ein Jahr abzukürzen. Wir haben im Vergleich zu den Großen nur eine Chance: Wir müssen schlauer sein und schneller denken als sie."

Coulthard am Karriereende

Der mit 34 Jahren jüngste Teamchef der Formel 1 sieht sich fahrerisch gut gerüstet für die nächsten Jahre. Mit Mark Webber hat er einen Fahrer unter Vertrag, der es mit den Besten aufnehmen kann. "Hamilton, Räikkönen und Alonso ist die Topliga. Dann kommt mit Kovalainen, Massa und Kubica eine Gruppe, zu der ich auch Mark zähle. Sie können im richtigen Auto gewinnen. Mark zeigt in diesem Jahr die Form, die wir von ihm erwartet haben. Er ist ein echter Teamplayer, schaut regelmäßig in der Fabrik vorbei, um die Leute zu motivieren."

David Coulthards Karriere dagegen neigt sich dem Ende zu. Der Schotte selbst hat angekündigt, dass der GP England am kommenden Wochenende möglicherweise sein letzter in Silverstone wird. Es ist auch kein Geheimnis mehr, dass Coulthard durch Sebastian Vettel ersetzt werden soll. Zum Thema Vettel hält sich Horner noch bedeckt: "Er ist ein Mann mit Zukunft, und er gehört zur Red Bull-Familie."

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