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Red Bull Doppel-DRS

Neue Bilder entlarven Technik-Trick

Red Bull Heckflügel Doppel DRS GP Korea 2012 Foto: xpb 24 Bilder

Red Bull ist seit dem GP Singapur mit dem Doppel-DRS im Heckflügel unterwegs. Neue Bilder zeigen nun im Detail, wie der Trick funktioniert. Wir sagen Ihnen, wie das System im Detail funktioniert.

13.10.2012 Tobias Grüner

Als auto motor und sport am Rennsonntag in Suzuka als erste Webseite enthüllte, dass Red Bull mit einem neuartigen Doppel-DRS fährt, war die Aufregung im Fahrerlager groß. Wie konnte man den Technik-Trick so lange übersehen? Wie nach und nach herauskam, hatte das Weltmeisterteam das Kanalsystem schon im Training von Monza erstmals getestet. In Singapur waren Sebastian Vettel und Mark Webber dann das gesamte Rennwochenende damit unterwegs.

In Korea war die Konkurrenz endlich vorgewarnt. Auch die Fotografen wussten nun, auf welche Stellen im Heck sie ihre Objektive richten mussten. Immer mehr Details zum DRS-Trick wurden bekannt. Wie wird die Luft eingeleitet? Wo kommt sie wieder raus? Dabei ist das System eigentlich relativ simpel.

Luft wird über zwei Kanäle an beiden Seiten abgezweigt

Wenn der Heckflügel-Flap hochklappt, wird über zwei Schächte auf der Innenseite der Endplatte Luft in ein Kanalsystem gesaugt. Statt aber wie Mercedes eine Verbindung zum Frontflügel zu legen, bläst Red Bull die Luft eine Etage tiefer am unteren Heckflügel - dem so genannten "Beamwing" - durch zwei Schlitze in den Endplatten aus. Die kleinen Schlitze wirken wie Düsen, die nach innen unter den Flügel blasen.

Zusätzlich führt von den Endplatten ein kleiner Kanal durch den Beamwing hindurch. Über einen Schlitz in der Mitte des Segments bläst sie wieder nach draußen. Das ist erlaubt, weil die mittleren 150 Millimeter nicht der Zehnzentimeter-Radiusregel folgen und man dort auch Löcher im Flügel anbringen darf.

Da das Flügelprofil auf Knopfdruck an drei Stellen angeblasen wird, wird die Luft derart verwirbelt, dass die Strömung schließlich abreißt. Das Ergebnis: Der Abtrieb und der Luftwiderstand verringern sich. Die Höchstgeschwindigkeit steigt. Im Qualifying dürfen die Piloten DRS an allen Stellen der Strecke benutzen. Hier ist der Nutzen besonders hoch.

DRS-Trick 2013 verboten

Obwohl Red Bull mit dem neuen Heckflügel-Trick schon zwei Rennen gewonnen hat, müssen sich die Ingenieure eigentlich keine Sorgen machen, dass die Konkurrenz den Trick nachbaut. Nach der Saison ist es nicht mehr erlaubt, durch Öffnen des Heckflügels die Aerodynamik noch an anderen Stellen des Autos zu stören. Trotzdem wurden Fotografen im Training teilweise unsanft daran gehindert, Bilder zu machen.

In unserer Galerie zeigen wir Ihnen anhand neuer Fotos aus Korea und alter Bilder aus Monza, Singapur und Suzuka wie es genau funktioniert.

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