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Red Bull Entwicklung 2014

Neweys Technik-Tricks verpuffen

Red Bull - Technik - 2014 Foto: Wilhelm/xpb 42 Bilder

Nach 4 Jahren Dominanz musste sich Red Bull 2014 mit Rang 2 im Konstrukteurspokal zufrieden geben. Dabei war der RB10 in Sachen Aerodynamik mindestens auf Augenhöhe mit Mercedes. Wir zeigen, wie Adrian Newey das Auto über das Jahr mit Updates weiterentwickelt hat.

30.11.2014 Tobias Grüner

Lange galt Red Bull in der Formel 1 als Maß aller Dinge. Doch dann wirbelte ein neues Motorenreglement die Reihenfolge an der Spitze der Königsklasse durcheinander. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet Renault als treibende Kraft hinter der Einführung eines kleinvolumigen Turbo-Hybrid-Triebwerks stand. Mittlerweile klagen die Franzosen über hohe Kosten und schlechte Publicity.

Kampf gegen Mercedes mit stumpfen Waffen

Einer der Hauptgründe für die vielen negativen Schlagzeilen in der Saison 2014 war Kundenpartner Red Bull. Sowohl Sebastian Vettel als auch die Teamleitung beklagten sich mehrmals öffentlich über mangelnde Leistung und mangelnde Zuverlässigkeit. Da konnte Adrian Newey ein Auto drumherum bauen, wie er wollte - gegen Mercedes kämpfte der Konstrukteur auf verlorenem Posten.

Schon nach wenigen Testtagen vor der Saison hätten die Verantwortlichen die Saison eigentlich abschreiben können. Doch dann entschied man sich doch, den Kampf gegen die Silberpfeile mit stumpfen Waffen aufzunehmen. Die aus den Vorjahren bekannte Update-Maschinerie in Milton Keynes lief auf hohen Touren. Zu Beginn der Saison wurde wie üblich ein hohes Entwicklungstempo angeschlagen.

Red Bull muss Technik-Tricks wieder einpacken

Schon beim Saisonauftakt gab es neue Front- und Heckflügel. Dazu modifizierte Verkleidungsteile und neue Radträger mit zusätzlichen Finnen. Für die meisten Schlagzeilen an der Technikfront sorgte jedoch die revolutionäre Onboard-Kamera, die Newey in die Nase integrieren ließ. Die Konkurrenz war über das Ausreizen des Reglements allerdings wenig begeistert.

Die meiste Gegenwehr gegen den Nasen-Trick kam aber vom TV-Rechteinhaber FOM. Die Bilder der versteckten Kamera waren schlicht und einfach unbrauchbar. Bis zum 6. Rennen der Saison in Monaco bekamen die Ingenieure Zeit, die ungewöhnliche Lösung wieder einzupacken und auf konventionelle Onboard-Kamera-Befestigungen umzurüsten.

Die Kameras blieben aber nicht der einzige Technik-Flop. Auch die ungewöhnlichen Heckflügel-Endplatten, mit 3 kleinen, rechtwinklig zum Flügelprofil angeordneten Schlitzen, wanderten schon nach wenigen Rennen in die Tonne. Dazu musste Red Bull - wie alle anderen Teams - auch noch das hochentwickelte FRIC-Fahrwerk ausbauen, das die Autos immer in einer aerodynamisch stabilen Position hielt.

Trotz der Rückschläge schaffte es Daniel Ricciardo immerhin noch 3 Rennen zu gewinnen. Allerdings muss dabei erwähnt werden, dass die Erfolge in Kanada, Ungarn und Belgien erst durch Mercedes-Probleme oder ungewöhnliche äußere Umstände möglich gemacht wurden. In der Teamwertung fuhren die viermaligen Weltmeister am Ende immerhin noch einen relativ ungefährdeten zweiten Platz vor Williams ein.

In unserer Bildergalerie zeigen wir noch einmal im Detail mit welchen Technik-Tricks der RB10 2014 an den Start ging und welche Updates das Vettel-Auto im Laufe der Saison schneller machten.

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