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Red Bulls Erfolgsgeheimnis

Warum Red Bull Flügel gewachsen sind

Sebastian Vettel - Formel 1 - GP Indien - 28. Oktober 2012 Foto: xpb 35 Bilder

Sebastian Vettel hat vier Rennen in Folge gewonnen, seit drei Rennen geht jede Führungsrunde auf das Konto von Vettel. Zum dritten Mal hintereinander standen die Bullen in der ersten Reihe. Wir erklären das Erfolgsgeheimnis von Red Bull.

30.10.2012 Bianca Leppert

Beim Anblick der letzten Rennen kommen die Bilder aus der Saison 2011 wieder hoch. Damals preschte Sebastian Vettel in einem Durchmarsch zum Titel. Dabei sah es zu Beginn der Saison noch ganz anders aus. Erinnern Sie sich? Sieben Sieger in den ersten sieben Grand Prix. Die Formel 1 schien verrückt zu spielen. Das hat sich mittlerweile geändert. So mancher fängt bei Vettels Dominanz wieder das Gähnen vor dem Fernsehen an.

Es gibt verschiedene Faktoren, die Red Bull seit dem Auftakt zu ihrer Siegesserie beim Grand Prix von Singapur so schnell machen. Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali erklärt sich den Wandel von der wilden Achterbahnfahrt zum ruhigeren Karussell in der Formel 1 damit, dass nun eine gewisse Erfahrung vorhanden ist. "Am Anfang der Saison war es schwieriger die Reifen zu verstehen und das Auto weiterzuentwickeln, auch was den Auspuff-Effekt anging. Je mehr sich die Saison entwickelt, desto besser sind die Teams ausgestattet, das Auto weiter zu verbessern. Wir wissen, dass Red Bull in diesem Fall stark ist."

Red Bull entwickelt besser

Die ständigen Neuerungen am RB8 sind die wichtigste Zutat in Red Bulls Geheimrezept. Das Entwicklungstempo, das die Engländer vorlegen, sorgt für offene Kinnladen bei der Konkurrenz. "Sie haben viele Updates am Auto, vor allem an der Verkleidung", weiß McLaren-Sportdirektor Sam Michael. "Davon haben einige ziemlich gut funktioniert. All diese Upgrades produzieren mehr Abtrieb."

Abtrieb wird in der Formel 1 wie Gold gehandelt. Der Anpressdruck bringt nicht nur mehr Kurvengeschwindigkeit, sondern ist auch ein Vorteil in Sachen Reifenverschleiß. Fernando Alonso weiß, dass Ferrari beim Thema Abtrieb noch Verbesserungsbedarf hat: "Wir sind schnell auf der Geraden, aber uns fehlt noch der Grip in den Kurven."

Wer auf Abtrieb setzt, verliert allerdings gleichzeitig Top-Speed. Ein Manko mit dem auch Red Bull zu kämpfen hatte. Mithilfe des Doppel-DRS gehört aber auch diese Schwäche der Vergangenheit an. Red Bull kann viel Abtrieb fahren und muss gleichzeitig nicht auf Top-Speed verzichten, da das Doppel-DRS die Strömung auf der Geraden abreißen lässt – zumindest im Qualifying.

Qualifying als Schlüssel zum Red Bull-Erfolg

Das Zeittraining ist ohnehin nicht zu unterschätzen. Wer das Rennen wie Red Bull aus der ersten Startreihe aufnehmen kann und vornewegfährt, ist in "clean air" unterwegs, wie die Experten sagen. "Wenn du nicht vorne bist, wird es sehr schwierig dich zu verbessern, weil du den Abtrieb verlierst", erklärt Michael. Außerdem steigt somit wieder der Reifenverschleiß.

Ist Red Bull also unschlagbar? Davon will Michael nicht sprechen. "Die Leistung kann sich von Strecke zu Strecke um zwei bis drei Zehntel im Qualifying ändern. Wenn du das schaffst und in der ersten Reihe stehst, dann hast du eine bessere Chance", sagt er.

Einzelne Rennsiege rechnen sich die Briten noch aus, den Kampf um den Konstrukteurstitel haben sie aber abgeschrieben und peilen nun den  zweiten Platz an. "Sebastian und Mark sind beide einfach zu stark", meint Michael. "In der Meisterschaft müssten sie ein Ausfall haben, um sie einholen zu können und das ist unwahrscheinlich."

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