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Red Bull feiert Platz 4

Keine Angst mehr vor der Angstrecke

Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Kanada 2016 - Montreal - Qualifying Foto: xpb 54 Bilder

Montreal ist für Red Bull keine Angststrecke mehr. Obwohl auf dem Circuit Gilles Villeneuve Motorleistung zählt. Doch seit der Power-Spritze von Renault kann Red Bull auch wieder ordentlich geradeaus fahren. Daniel Ricciardo fehlten nur drei Zehntel auf die Mercedes.

11.06.2016 Michael Schmidt 1 Kommentar

Montreal war für Red Bull der Härtetest. Auf dieser Rennstrecke stand der Kanada-Sieger von 2014 im letzten Jahr im Nirgendwo. „Da haben wir eineinhalb Sekunden auf die Mercedes verloren“, blickte Daniel Ricciardo 12 Monate zurück.

Diesmal packte der Australier wieder sein breitestes Lachen aus. Der Rückstand auf die Pole Position betrug nur noch 0,354 Sekunden. Und das auf einer Power-Strecke. „Ich habe die Hoffnung, dass wir im Rennen die Mercedes unter Druck setzen, aber wenigstens ein echtes Rennen gegen Ferrari fahren können. Daran war 2015 auf dieser Strecke gar nicht zu denken.“

Seit Renault mit seiner Ausbaustufe 30 PS gefunden hat, kommt der Red Bull auch wieder auf den Geraden in Schwung. Im Topspeed den Red Bull-Piloten nur 3 km/h auf die Ferrari und 2 km/h auf die Silberpfeile. Die Flügel wurden dafür nicht mehr ganz so flach gestellt wie zu den schlimmsten Zeiten. „Wenn jetzt vom Motor noch zwei, drei Zehntel kommen würden, könnten wir mit normaler Flügeleinstellung fahren“, meinte Max Verstappen.

Ricciardo ließ im Auto Dampf ab

Die kühlen Bedingungen kamen den Red Bull entgegen. Am Sonntag soll es noch kälter werden, unter Umständen sogar regnen. „Ich hätte nichts dagegen. Am Freitag war es für unser Set-up zu warm. Da haben die Reifen zu stark abgebaut. Ein Problem, das wir normalerweise nicht haben“, freute sich Ricciardo über die schlechte Wettervorhersage.

Die Enttäuschungen von Barcelona und Monte Carlo hat der zweifache Beinahe-Sieger inzwischen verdaut. „Es bringt nichts, den Frust die ganze Zeit mit mir herumzutragen. Sobald ich hier wieder im Auto saß, war alles vergessen. Da kann ich am besten Dampf ablassen.“ Ricciardo gab in seiner schnellsten Runde so kräftig Gas, dass er mit beiden rechten Rädern die Mauer traf. „Es war ein ganz schöner Schlag. Da steckten hinterher ein paar Betonstücke in der Felge fest“, grinste der Australier. Es war eine Runde, nahe an der Perfektion. „Vielleicht wäre noch ein halbes Zehntel drin gewesen. Aber für Platz 3 hätte es nicht mehr gereicht.“

Verstappens Ziel: Von den Mauern weg bleiben

Auch Max Verstappen war mit seinem fünften Startplatz zufrieden. „Mein erstes Ziel nach Monaco war: Bleib von den Mauern weg. Ich habe sie das ganze Wochenende nicht ein Mal getroffen“, spielte der Holländer auf seine zwei Monaco-Unfälle an. „Bis Mittwoch hat es noch weh getan. Aber danach war ich drüber hinweg.“

Mit den 0,248 Sekunden Rückstand auf den Teamkollegen kann Verstappen ebenfalls gut leben. „Ich fahre hier gegen einen der besten und erfahrensten Piloten der Welt und sehe mich trotz meines Sieges in Spanien noch in einem Lehrjahr. Es ist erst mein drittes Rennen in einem Auto, das ich Stück für Stück besser kennenlerne.“ Der letzte Angriff des Wunderkinds verpuffte: „Ich habe nicht alles aus dem Auto rausgeholt. Platz 4 hätte ich mir zugetraut, aber ich hatte am Kurvenausgang immer Übersteuern. Und da bleibt dann doch viel Rundenzeit liegen.“

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ichglaubsnich 13. Juni 2016, 18:43 Uhr
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