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Warum wird Red Bull immer besser?

Geheimnis liegt im Setup-Fenster

Daniel Ricciardo - GP Italien 2016 Foto: sutton-images.com 10 Bilder

In Spa verschenkte Red Bull seine Siegchance durch die falsche Reifenwahl. In Monza wäre ein Platz auf dem Podium ein kleines Wunder. Doch danach will Red Bull wenigstens noch ein Rennen gewinnen. Daniel Ricciardo hat wegen der Monaco-Pleite noch eine Rechnung offen.

02.09.2016 Michael Schmidt

Alles redete von Max Verstappen. Keiner von Daniel Ricciardo. Obwohl der Australier in Spa Zweiter wurde und zum vierten Mal in Folge auf dem Podium gelandet war. „Habt ihr auch andere Fragen als welche zu Max?“, lachte der Australier auf seine typische entwaffnende Art. Man einigte sich auf die Reihenfolge: Erst Fragen zu Verstappen, dann zum Rest.

Rückblende auf Spa. Die Mercedes-Ingenieure sind überzeugt, dass Red Bull das Rennen nicht in Spa, sondern 10 Wochen davor verloren hat. Bei der Wahl der Reifen. Das Team reservierte sich zu wenig Medium-Reifen für ein Rennen, bei dem Mercedes verwundbar war. „Im ersten Stint konnte Ricciardo mit Rosberg mithalten. Die Lücke ging erst auf, als Ricciardo von Soft auf Soft, wir aber von Soft auf Medium gewechselt haben“, heißt es bei Mercedes.

Das war kein Strategiefehler, sondern bittere Notwendigkeit. Ricciardo hatte nur einen Satz Medium in der Reserve, und den brauchte er für den letzten Stint. Ricciardo will seinem Team daraus keinen Strick drehen. „Wenn du so früh deine Reifen nominieren musst, kann es passieren, dass du hinterher nicht immer richtig liegst. Generell haben wir mit den Reifen und der Strategie eine sichere Hand.“

Ziel ist Top 5 in Monza

Obwohl Spa eine Power-Strecke ist, konnte Red Bull die Silberpfeile im Training ärgern. In Monza wird das schwieriger. „Da fehlt uns ein Sektor 2 mit vielen Kurven wie in Spa“, bedauert Ricciardo. Er sieht sich in Monza in den Top 5, nicht aber unbedingt auf dem Podium. „Wenn ich wetten müsste, würde ich eher auf einen Ferrari hinter den beiden Mercedes setzen.“

Trotzdem fällt auf, dass sich Red Bull Schritt für Schritt an Mercedes anschleicht, obwohl sich das Auto optisch kaum verändert. Und der große Leistungsschub von Renault ist auch schon wieder ein paar Rennen her. Er kam in Monte Carlo. Was also macht den Red Bull immer schneller?

Ricciardo erklärt es so: „Wir haben bei jedem Rennen etwas Neues, aber meistens nur kleine Details, wie zum Beispiel einen Gurney-Flap auf dem Frontflügel. Kleine Ursache, große Wirkung. Die Modifikationen machen das Auto nicht sofort schneller, sie helfen uns aber, leichter das perfekte Set-up zu finden. Dadurch wird das Abstimmungsfenster größer, und das wirkt sich unter dem Strich auf die Rundenzeit aus.“

Laut Ricciardo zeigt sich das besonders in den Freitagstrainings: „Wir basteln nicht mehr groß am Auto herum, so wie letztes Jahr. Es kommt schon ziemlich perfekt an, und wir können uns auf unsere Arbeit konzentrieren.“ Der WM-Dritte will WM-Dritter bleiben. Die Mercedes scheinen zwar unbezwingbar, doch für Singapur und Suzuka sieht Ricciardo Außenseiterchancen. „Ich glaube an Schicksal. Und daran, dass es mir meinen gestohlenen Sieg von Monte Carlo zurückgibt.“

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